Dienstag, 21.02.2012
Wachstumsmarkt vor deutschen Küsten

Mittelstand profitiert von Wind

Im Jahr 2022 sollen Windräder vor deutschen Küsten eine Leistung von 10 Gigawatt erzeugen. Von der Entwicklung wird vor allem der Mittelstand profitieren.

Aktuelle liegt die Offshore-Kapazität bei 200 Megawatt. Um das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung umzusetzen, müssen in den nächsten Jahren rund 18.000 neue Stellen geschaffen werden. Der Umsatz der gesamten Wertschöpfungskette dürfte von 5,9 Milliarden Euro auf 22,4 Milliarden Euro steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsgesellschaft PwC.

Von dem Ausbau würden der Studie zufolge vor allem mittelständische Betriebe profitieren. Gebraucht werden Planungsbüros, Anlagenfertiger sowie Spezialfirmen für Installation und Wartung. Nicht nur küstennahe Unternehmen können an dem Ausbau partizipieren. Das gilt besonders für den Anlagenbau, der 60 Prozent der Erlöse in der Offshore-Wertschöpfungskette ausmacht. In Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg sind mit knapp 40 Prozent aller Offshore-Anlagenhersteller kaum weniger Unternehmen vertreten als in den Küstenländern. In den Binnenländern sind vor allem Zulieferbetriebe angesiedelt, während die Fertiger großer Teile wie Rotorblätter oder Fundamente aus logistischen Gründen an den küstennahen Standorten angesiedelt sind.

Den Wachstumsschub der Branche und die Möglichkeiten für den Mittelstand bewertet Norbert Schwieters, Leiter des Bereichs Energiewirtschaft bei PwC, als positiv. Er sagt: „Die Zielmarken für die Offshore-Windenergie vor deutschen Küsten sind ambitioniert, aber zu erreichen. Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sichere Rahmenbedingungen für Investoren und Anlagenbetreiber geschaffen.“

 

Quelle: PWC, Markt und Mittelstand