Donnerstag, 27.06.2013
Die meisten Mittelständler haben einen Fuhrpark und damit auch die Qual der Wahl nach der richtigen Software. Einen Überblick, was Sie brauchen und welche Anbieter es für die Fuhrpark-Software gibt, stellt Markt und Mittelstand im Artikel zusammen.

Fotoquelle: Ryan McVay/Thinkstock/Getty Images

Die meisten Mittelständler haben einen Fuhrpark und damit auch die Qual der Wahl nach der richtigen Software. Einen Überblick, was Sie brauchen und welche Anbieter es für die Fuhrpark-Software gibt, stellt Markt und Mittelstand im Artikel zusammen.

Fuhrpark

Die richtige Software für den Fuhrpark finden

Fuhrpark-Software ist teuer und komplex – das denken viele mittelständische Unternehmen. Doch wer weiß, was er braucht, findet schnell die richtige Fuhrpark-Software. Die passende Checkliste finden Sie hier.

Laut CVO Fuhrpark-Barometer 2013 gehen Fuhrparkmanager davon aus, dass der Kostendruck im Fuhrpark auch in Zukunft steigen wird. Umso wichtiger wird es für Unternehmen die Kostentreiber im Fuhrpark zu identifizieren, um diesen effizient managen zu können. Dafür sollten zum Beispiel Schadensquoten, Daten zur Nutzungsdauer und Reparaturtermine gebündelt vorliegen. Excellisten und Kalendereinträge helfen kaum, um die größten Kostenblöcke schnell entdecken zu können. Fuhrpark-Software verspricht die Kostentreiber auf einen Blick zu liefern. Doch das Angebot ist groß und die Kosten sind mitunter hoch.

 

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Unternehmen sollten sich davon nicht abschrecken lassen. Häufig bieten Leasinggesellschaften Software-Lösungen für den Fuhrpark an, die meistens webbasiert sind. Das Unternehmen erhält auf der Onlineplattfom der Leasinggesellschaft einen Zugang und kann so auf die Auswertungsdaten des eigenen Fuhrparks wie zum Beispiel Fahrer- und Fahrzeugdaten, Ausreißeranalysen, Schadensmanagement und/oder Verbrauchsdaten zugreifen. Fuhrparkmanager sollten dabei darauf achten, dass die Fuhrpark-Software sowohl für den Ex- als auch für den Import von Daten Schnittstellen bereithält, sodass die Daten dort eigenständig ergänzt und verwaltet werden können. Diese Funktion bieten jedoch nicht alle Leasinggesellschaften an.

Fuhrpark-Software: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Um zum Beispiel die Daten der Telematiksysteme importieren und eigene Schnittstellen frei programmieren zu können, bietet sich eine fest im Unternehmen installierte Fuhrpark-Software an.

Laut einer Studie von Hiepler + Partner GmbH nutzen Unternehmen nur rund ein Drittel der Funktionen der Fuhrpark-Software in der Praxis auch wirklich. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Funktionen die angebotene Fuhrpark-Software abdeckt und welche davon benötigt werden.

Was sollte bzw kann in der Fuhrpark-Software gegeben sein? Was sollten Hersteller bieten?

  • Kostenlose Testversion: Unternehmer sollten die Fuhrparksoftware unbedingt vor Kauf testen, denn die Benutzerfreundlichkeit ist mitunter das wichtigste Kriterium, die für den Einsatz im Fuhrpark sprechen. Viele Anbieter bieten deshalb kostenlose Demoversionen der Fuhrpark-Software an.
  • Schadensakten: Sie zeigen Unfalldaten, Abwicklung, Dokumente, Analysen der Schäden auf einen Blick - für den gesamten Fuhrpark oder für einzelne Fahrzeuge.
  • Schnittstellenkompatibilität: Es sollten für Import, Export und gegebenenfalls für Telematiksystem und Lohnbuchhaltung Schnittstellen geben. Von Vorteil sind auch frei programmierbare Schnittstellen.
  • Reportingdienste: Es sollte ein regelmäßiger Report verfügbar sein, den der Fuhrparkmanager selbst zusammenstellen können sollte.
  • Rechnungsverwaltung: Detailierte Rechnungsinformationen zu Reparaturen oder Tankdaten sollten gespeichert und eingesehen werden können. Dafür ist die Importschnittstelle wichtig.
  • Reparaturübersicht: In der Ansichtsmaske sollte ersichtlich sein, welche Fahrzeuge wann repariert wurden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Übersicht über das Reifenmanagement für den Fuhrpark.
  • Terminverwaltung mit Alarmfunktion: Wann müssen welche Fahrzeuge zum Service, wann laufen Leasingverträge aus?
  • Vertragsverwaltung für Leasing und Versicherungen
  • Dispotool für Poolfahrzeuge
  • Fahrtenbuchfunktion
  • Leistungsdaten der Fahrzeuge und Fahrverhalten der Mitarbeiter (Ausreißeranalysen)
  • Tourenplanung
Info

Anbieter für Fuhrparksoftware (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

TÜV Süd: Kostenlose Demoversion.

COSware Logistik von Cos GmbH: Softwarelösungen zum Fuhrparkmanagement und zur Tourenplanung, keine kostenlose Demoversion auf Homepage zu finden.

Fleet³OfficePro von Fleetexpert: Umfangreiches Tool mit Fahrtenbuch, Emails daraus versendbar, Reifenmanagement, Fahrer- und Schadensakten etc. Kosten Basispreis inkl. E-Mail-Support und Update-Service für 1 Jahr 350 Euro, pro Fahrzeug kommen noch einmal 10 Euro dazu. Die Wartung ab dem 2. Jahr kostet 100 Euro plus 15 Prozent des Lizenzpreises im Jahr. Alle Preise zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Kostenlose Demoversion vorhanden.

Fleetone von Fleetone Sodtware GmbH: ab 100 Fahrzeugen und 2490 Euro. Keine Kostenlose Demoversion auf der Homepage angeboten.

Diverse kostenlose Tools als Demoversion oder zeitlich eingeschränkt nutzbare Testversion: Fahrtenbuch, Tool zum Sammeln der Mautbelege, als Dispositionstool für Fahrzeugpool, Planung des Verwaltungsablaufs.

Fleetscape von Innuce Solutions GmbH: ab 20 Fahrzeugen. Angebote und Preise sind individuell verhandelbar.

Verizon Connect REVEAL: auf der Webseite lässt sich eine kostenlose Online-Vorführung anfordern.

Weitere Anbieter für Fuhrparksoftware: Fleet+App von Hiepler und Partner, Fleet+ von Carano Software Solutions, comm.fleet von Community4you, Fleetinform von Fleetfriend Service, Flottenmanager von K-Soft IT-Center, Fleetos von Siteos, Kfzplan von Softaix Softwarenentwicklung, E-Flotte Fleet von TCS Technology Content Services, Ultimo Fleetmanagement von Ultimo Software Solutions, Speedfleet von Yalone IT.