Dienstag, 31.05.2016
Werkstattservice: Fuhrparkverwalter müssen wissen, wann ihre Fahrzeuge einen Service benötigen. Software unterstützt dabei.

Foto: TÜV_SÜD

Werkstattservice: Fuhrparkverwalter müssen wissen, wann ihre Fahrzeuge einen Service benötigen. Software unterstützt dabei.

Intelligente Fuhrparkverwaltung gefragt

Fuhrparksoftware im Firmencheck

Elektronische Helfer setzen sich zunehmend in der Automobiltechnologie durch. Wie Fuhrparkverantwortliche diesen Trend für sich nutzen und die geeignete Software finden.

Telematikfunktionen spielen in der Fuhrparkverwaltung eine gefragte Rolle. GPS-gesteuert erfassen diese Systeme Positionsdaten, Streckenverlauf sowie Starts und Stopps der Fahrzeuge . Dadurch kann sogar mehr Umsatz entstehen. Ein Berliner Rohreinigungsunternehmen konnte mit seiner Fuhrparkmanagement-Software in zwei Jahren 20 Prozent mehr Aufträge abwickeln.

Zeit wird dadurch gespart, dass Routen und Aufträge in Echtzeit mit der aktuellen Verkehrslage auf das Fahrer-Terminal übertragen werden. Daher ist keine aufwendige telefonische Abstimmung mit der Zentrale mehr  nötig. Doch solche Prozesse sind fast schon selbstverständlich.

Was Assistenzsysteme in der Fuhrparkverwaltung bringen: Besonders die Sicherheit steht hoch im Kurs.

Grafik: Arval Deutschland GmbH

Was Assistenzsysteme in der Fuhrparkverwaltung bringen: Besonders die Sicherheit steht hoch im Kurs.

Fuhrparkverwaltung wird durch Assistenzsysteme besser

Ein weiterer wichtiger Aspekt liegt in den Assistenzsystemen für die Geschäftsfahrzeuge, wie eine Umfrage von Arval unter deutschen Flottenverantwortlichen zeigt. Zwei Fünftel der Fuhrparkmanager setzten bereits digitale Extras ein. Am häufigsten verwendet werden Bordcomputer (88 Prozent) und Einparkassistenten (70 Prozent). Deutlich weniger sind Abstandsregler (55 Prozent) und Müdigkeitssensoren (55 Prozent) zu finden.

Die positiven Wirkungen dieser Systeme zeigen sich für die Fuhrparkverantwortlichen vor allem in erhöhter Sicherheit (85 Prozent). Die Hälfte sieht mehr Komfort und ein Drittel die Zeitersparnis als Vorteile.

Um ein intelligentes Ausstattungselement kommen ab 2018 die Neufahrzeuge nicht herum. Sie werden dann mit dem eCall, dem automatischen GPS-Notruf, ausgestattet sein. Mehr als zwei Dritel der Fuhrparkmanager sind diesem System gegenüber positiv eingestellt.

Info

Checkliste - was muss eine Fuhrpark-Software liefern?

 
Kostenlose Testversion, mit der eine Software vor dem Kauf getestet werden sollte, damit die Nutzer mit den Funktionen unter die Lupe nehmen können. Deshalb bietet die meisten Dienstleister zeitlich begrenzte kostenlose Demoversionen an.

Schadensakten, die Unfalldaten, Abwicklung, Analysen auf einen Blick zeigen – für den gesamten Fuhrpark oder für einzelne Fahrzeuge.

Schnittstellenkompatibilität
für Import, Export und auch für Telematiksysteme sowie Lohnbuchhaltung muss gewährleistet sein. Wichtig dafür sind frei programmierbare Schnittstellen.

Reporting, das vom Fuhrparkmanager zusammengestellt werden kann.

Rechnungsverwaltung sollte über die Importschnittstelle erfolgen. Hier fließen Informationen über die Kosten ins System und Details über Reparaturen und Tankkarten werden transparent.

Reparaturübersicht muss den Status des Fuhrparks auf einen Blick erkennen lassen, zum Beispiel welche Fahrzeuge wann repariert wurden. Hierzu gehört auch die Information, ob mit Sommer- und Winterreifen gefahren wird.

Terminverwaltung mit Alarmfunktion sollte beantworten, wann welche Fahrzeuge in die Werkstatt müssen und wann die Leasingverträge auslaufen.

Leistungsdaten der Fahrzeuge und Fahrverhalten von Mitarbeitern müssen dokumentiert werden. Hier kommen Telematikfunktionen auf GPS-Basis zum Einsatz. Die Funktion, mit der stets überprüft werden kann wo sich ein Fahrzeug befindet, ist aus Datenschutz Gründen umstritten kann aber Diebstahl verhindern.

Disponenten können durch Telematik auch bei der Tourenplanung entlastet werden, weil die Software erkennt, wann ein Fahrzeug zurückkommen wird.