Mittwoch, 08.01.2014
Transporter: Ausstellung historischer Nutzfahrzeuge - immer dabei der VW Transporter.

Foto: IAA

Transporter: Ausstellung historischer Nutzfahrzeuge - immer dabei der VW Transporter.

Welches Nutzfahrzeug zu wem passt

Transporter: Kompakte Nutzfahrzeuge

Güter kommen mit City Vans und Transportern sicher bei ihren Zielen an. Auch Servicetechniker sind mit den flotten Fahrzeugen zu den Kunden unterwegs. Was die Fahrzeuge können, was sie leisten.

Sie tragen verschiedene Namen, bewegen aber letztlich das gleiche. Zu finden sind sie vorwiegend im regionalen Personen- oder Verteilverkehr, für Auslieferungsfahrten oder den Einsatz von Servicetechnikern, die Ersatzteile mit führen müssen. Häufig werden diese Fahrzeuge auch für die Personenbeförderung verwendet.
Die Fahrt mit den kleinen Lastern ist für die meisten Führerscheininhaber kein Problem – die normale Fahrerlaubnis B reicht für ein Gefährt mit einem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen aus. Solche Kraftfahrzeuge, die zusammen mit dem Anhänger dieses Gesamtgewicht nicht überschreiten, fallen nicht unter die Bestimmungen des Güterkraftverkehrsgesetzes.

Transporter: Höchster Marktanteil bei Nutzfahrzeugen

Bei den Zulassungen sind die Transporter Spitzenreiter unter den Nutzfahrzeugen. 1,99 Millionen Transporter waren beispielsweise für Stückgut am 1.Januar 2012 nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts in Deutschland zugelassen.

Das entspricht einem Anteil von 78,6 Prozent der Fahrzeuge mit einem bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Ein weiteres Segment dieser Fahrzeugklasse sind die Utilities, bei denen der Bestand auf 1,43 Millionen 2012 stieg. Schon ein Jahr später wächst das Marktsegment auf 79,3 Prozent.

Transporter: Spitzenreiter aus Deutschland

Besonders beliebt sind nach der Zulassungsstatistik Fahrzeuge aus deutschen Landen wie Mercedes, VW, Ford oder Opel. Aber auch Fahrzeuge von importierenden Herstellern wie Fiat, Citroen oder Renault finden zahlreiche Abnehmer bei deutschen Unternehmen.

 

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Ein Klassiker dieser Nutzfahrzeuge ist der VW-Transporter aus den 50er Jahren, dessen hochmoderner Nachfolger heute nur noch den Namen mit dem Urgroßvater gemein hat. Was diese Fahrzeugklasse für den gewerblichen Einsatz reizvoll macht, ist das einfache Handling. Sie sind wendig, schnell und bieten viel Platz für die Beladung.
Die meisten dieser Fahrzeuge sind als Kastenwagen aufgebaut, Planen und Pritsche sind seltener. Was ihnen zudem noch gegenüber den schweren LKW einen Vorteil verleiht: Sie fallen nicht unter das Sonntagsfahrverbot.

Mercedes Sprinter: Profi mit Allrad-VarianteVereiste Fahrbahnen können dem Sprinter kaum Einhalt gebieten. Die Allrad-Variante erlaubt sichere Fahrt auch auf rutschigem Untergrund. Auch bei den Motoren setzte Mercedes auf einen kraftvollen Auftritt. Zwei Vierzylinder-Dieselmotoren mit 95 kW/129 PS und 120 kW/163 PS sowie einen Sechszylinder mit 140 kW /190 PS sorgen für raschen Vortrieb. Der Verbrauch soll sich gegenüber den herkömmlich angetriebenen Modellen bis zu 0,8 Liter pro 100 Kilometer erhöhen.VW Transporter: Klassiker mit modernem DesignMit einer Höchst-Nutzlast von 1058 Tonnen punktet der geschlossene Kastenwagen in der Grundversion bei einem Radstand von 3,0 Metern, der auch in einer um 40 Zentimeter verlängerten Version zu haben ist. Bei der Motorisierung stehen 3 Benzin-Motoren (Leistung von 110 kW/150 PS bis 150 kW/204 PS ) sowie 5 Turbodiesel-Motoren (62 kW/84 PS bis 132 kW/180 PS) zur Verfügung.Fiat Doblo: Citytransporter auf SparkursMit einem Einsteiger-Sparpreis will Fiat Dienstleistern, Handwerkern und Kurierfahrern die Entscheidung für den Doblo leicht machen. Ab 14.750 Euro ist der Cargo 1.3 Multijet mit einer Leistung von 55 kW/75 PS zu haben. Der Radstand beträgt 1.820 Millimeter. Hier findet eine Nutzlast zwischen 750 bis 1000 Kilogramm im Nutzvolumen von 3,4 Kubikmeter Platz.Ford Transit Connect: Leichter DauerläuferAuf der PKW-Basis des Ford Focus setzt der mit einem Einstiegspreis von 14.884 Euro besonders preisgünstige Transporter auf. Dennoch bietet die kleinste Variante einen Radstand von 3 Metern, in deren Laderaum 2 Europaletten Platz finden. Die Nutzlast reicht bis zu 899 Kilogramm. Sechs Motorvarianten stehen zur Wahl. Vier davon werkeln von 55 kW/75 PS bis 85kW/115 PS im 1,6 Liter-Turodiesel. Mit dem 1,0 und 1,6 stehen zudem zwei Ottomotoren mit 74 kW/100 PS und 110kW/150 PS zur verfügung. Hyundai H1: Einer für dreiMit einem Motor in drei Varianten kommt der H1 Cargo aus. Den 2,5 Liter Turbodiesel gibt es in 3 Stufen: 85 kW/116 PS, 100 kW/136 PS und 125 kW/170 PS. Die Zuladung ist je nach Modell von 974 Kilogramm bis 1,1 Tonnen möglich. Schiebtüren auf beiden Seiten, Heckklappe oder Doppelflügeltür machen das Ladegut bequem zugänglich.Nissan NV400 – wenig Kosten, viel LadungIn der Klasse der leichten Nutzfahrzeuge kann der Nissan NV400 – Nachfolger des Interstar – wahlweise mit Front- oder Heckantrieb bewegt werden. Je nach Antriebsvariante steht eine Ladefläche von 3,733 Millimeter (Front) bis zu 4,383 Millimeter (Heck) Länge zur Verfügung Bei der Motorisierung stehen 2,3-Liter-Turobodiesel in drei Leistungsstufen von 74kW/100 PS, 92kW/125 PS oder 107/146 PS zur Verfügung. Die Reichweite beträgt bis zu 1350 Kilometer.Opel Vivaro: Lademeister unter den KompaktenMit einem Ladevolumen von 8,4 Kubikmeter und 1, 21 Tonnen Nutzlast schultert der Opel eine ganze Menge an Gepäck. Motoren von 66 kW/90PS, 84 kW/ 114 PS, 107 kW/146 PS und ein Benziner mit 86 kW/117 PS übernehmen den Antrieb. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt bis zu 2,9 Tonnen.Toyota Proace: Großer Laderaum, große ZuladungBis zu 1,2 Tonnen kann der Toyota Proace schultern. Dazu bedient er sich dreier Motorvarianten mit einem Leistungsangebot von 66 kW/90 PS, 94 kW/128 PS bis 120 kW/163 PS. Unterstützt wird der Lastenträger bei schwierigen Straßenverhältnissen von einem Traktionskontrollsystem und von einem Berganfahrassistenten.Renault Trafic: Sparsamer KraftsportlerZwei Motoren stehen zur Wahl: 66 kW/90 PS und 84 kW/114 PS. Sie bewegen zwei Nutzlastklassen von 1 oder 1,2 Tonnen. Ein besonders hohes Ladevolumen ist in der Version mit langem Radstand mit 8,3 Kubikmetern zu haben. Die Kastenwagen-Versionen gibt es in drei Varianten: verblecht, teilverglast oder verglast.