Donnerstag, 01.10.2009
Konjunkturpaket II

Öffentliche Auftraggeber lassen Bauwirtschaft hängen

Mit dem Konjunkturpaket II wollen Bundesregierung und die Länder die deutsche Wirtschaft in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise nachhaltig stützen.

Die Bauwirtschaft spürt davon bislang zu wenig. „Wir hätten erwartet, dass deutlich mehr öffentliche Auftraggeber die zur Verfügung gestellten Mittel abrufen“, sagt Annette Zülch, Mitglied im Vorstand der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen.

Bislang würden die Unternehmen der Bauwirtschaft die Folgen der Krise noch aus eigener Kraft meistern. Von den Konjunkturhilfen komme zu wenig bei Bauunternehmen und Planungsbüros an. Die öffentlichen Auftraggeber hatten zu Beginn des Konjunkturpakets II offensichtlich nicht genügend Projekte , die schnell hätten realisiert werden können. Auch ein halbes Jahr später läuft die Umsetzung von Maßnahmen, die aus den zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln finanziert werden, eher schleppend. Der Bedarf sei vorhanden. Instandhaltungsmaßnahmen an Gebäuden und Infrastruktur sowie Neubaumaßnahmen könnten dazu beitragen, Mängel im Straßen- und Schienennetz oder an Schulen und Hochschulen zu beseitigen.

 

Quelle: IK-Bau NRW, Markt und Mittelstand