Montag, 19.03.2012
Volatile Rohstoffpreise Risiko Nummer 1

Risikomanagement immer wichtiger

Der Mittelstand stuft nach der Wirtschafts- und Finanzkrise die Bedeutung von Risikomanagement weit höher ein. Dennoch besteht eine Diskrepanz zwischen dem Stellenwert und der Integration von Risikomanagementsystemen.

Zwar befinden fast drei Viertel der Mittelständler Risikomanagement als wichtiges Instrument. Doch ein Risikomanagementsystem hat bisher nur die Hälfte des Mittelstandes installiert. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung der Deutschen Bank, die bei 400 Unternehmen durchgeführt wurde. Es sind vor allem große Unternehmen (75 Prozent), mit einem Jahresumsatz von mehr als 25 Millionen Euro, die Vorsorge über systematisches Risikomanagement betreiben. Bei Unternehmen mit einem geringen Umsatzvolumen sind Risikomanagementsysteme hingegen weniger etabliert.

Dennoch hat die Wirtschafts- und Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen: Immerhin jedes dritte Unternehmen hat aufgrund der Krisenerfahrung Änderungen im Risikomanagement umgesetzt. Auch hier ist die Quote bei größeren Mittelständlern höher – hier wurde fast jeder zweiter Unternehmer aktiv (44 Prozent).

„Die unsichere Lage der Weltwirtschaft hat zu einer größeren Vorsicht beim Mittelstand geführt. Die Unternehmen sorgen deshalb vor und rücken ihr Risikomanagement stärker in den Fokus, insbesondere Unternehmen der Maschinenbau-Branche“, kommentiert Ulrich Schürenkrämer, Mitglied der Geschäftsleitung Firmenkunden Deutschland die Umfrageergebnisse.

Rohstoffschwankungen größtes Risiko

Schwankungen am Rohstoffmarkt werden vom Mittelstand als wichtigstes Gefahrenpotenzial für den Unternehmenserfolg identifiziert. Nicht zuletzt erschweren sie die Kalkulation. Vor allem der Maschinenbau sieht sich von Rohstoffschwankungen (68 Prozent) bedroht. Daneben sind schwankende Energiepreise (44 Prozent) und Liquiditätsengpässe (40 Prozent) für den Mittelstand als unmittelbare Risiken relevant.

Quelle: Deutsche Bank, Markt und Mittelstand

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