Montag, 29.08.2011

Standort Deutschland: Politik verspielt Wettbewerbsfähigkeit

Deutschland gehört zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten weltweit. Doch die Politik der Bundesregierung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland bewertet die deutsche Industrie nur mit „knapp befriedigend“. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bei mehr als 1.400 Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleistern hervor.

Deutschland gehört zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten weltweit. Doch die Politik der Bundesregierung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland bewertet die deutsche Industrie nur mit „knapp befriedigend“. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bei mehr als 1.400 Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleistern hervor.

Die Trumpfkarten des Industriestandorts dürften nicht leichtfertig verspielt werden. Besonders die Höhe der Energiekosten sowie der Fachkräftemangel entwickelten sich zunehmend zu einem Standortnachteil. Eine verlässliche Energieversorgung zu bezahlbaren Preisen fordern die Unternehmen und sehen die Politik in der Pflicht, den weiteren Ausbau der dazu erforderlichen Energieinfrastruktur zu gewährleisten. Auch zur Fachkräftesicherung erwarten die Firmen – zusätzlich zu ihrem eigenen Engagement – flankierende Maßnahmen seitens der Politik. Weitere Schwächen machen die Befragten vor allem im komplexen und praxisfernen Steuerrecht sowie im System der Steuern und Abgaben insgesamt aus. Als Standortvorteile werden hingegen die Qualität der Fachkräfte, die Verfügbarkeit von Zulieferunternehmen und der hohe soziale Frieden (Notenschnitt jeweils 2,4) geschätzt.

Selbst ist der Mann

Zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition setzen die Unternehmen selbst viele Hebel in Bewegung. Gut ausgebildete Mitarbeiter stehen dabei im Mittelpunkt. Investitionen in die Weiterbildung der Belegschaft, Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie verstärkte Kooperationen mit Schulen und Hochschulen zählen zu den häufigsten Maßnahmen. Neun von zehn Unternehmen stärken zudem mit innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen ihre Präsenz auf den Märkten – und erschließen damit auch neue Absatzregionen. Außerdem arbeitet die produzierende Industrie weiter an einem sparsamen Einsatz von Energie, Material und Rohstoffen.

Quelle: DIHK, Markt und Mittelstand
Bildquelle: sxc.hu

 

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