Freitag, 10.11.2017
„Stark für jedes Team“: Tecart-Geschäftsführer Christian Fischer (mittlere Reihe, zweiter von rechts) gemeinsam mit der 1. Mannschaft der Tecart Black Dragons.

Foto: TecArt/TecArt Black Dragons

„Stark für jedes Team“: Tecart-Geschäftsführer Christian Fischer (mittlere Reihe, zweiter von rechts) gemeinsam mit der 1. Mannschaft der Tecart Black Dragons.

Tecart Black Dragons Erfurt

Wieso ein Eishockeyclub den Namen eines Softwareunternehmens trägt

Das Softwareunternehmen Tecart hat sich zu Beginn dieser Saison die Namensrechte am Erfurter Eishockey-Oberligisten „Black Dragons“ gesichert. Der Geschäftsführende Gesellschafter Christian Fischer erklärt, wie es dazu kam – und wie die ersten Erfahrungen mit dem Namenssponsoring sind.

Vor wenigen Jahren habe ich das erste Mal ein Spiel des Eishockey-Oberligisten EHC Erfurt besucht. Seitdem bin ich Feuer und Flamme für diesen Sport – und für die „Black Dragons“. Nachdem ich unsere Mitarbeiter eingeladen hatte, einmal mitzukommen, haben wir das Potential für unsere regionale und überregionale Marketingstrategie erkannt. Deshalb haben wir mit dem Beginn der Spielzeit 2017/2018 die Namensrechte an der Männermannschaft des EHC Erfurt erworben: Seit dem 1. September treten die Black Dragons unter dem Namen „Tecart Black Dragons“ auf.

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Am Anfang war das Sportsponsoring für uns eine große Unbekannte. Gleich mehrere Fragen stellten sich: Wie nimmt die Außenwelt unser Engagement wahr, wie reagieren die Fans, was wird es uns unterm Strich bringen? Können wir die Ziele, die wir mit dem Engagement verfolgen, auch erreichen? An erster Stelle wollen wir unsere regionale und überregionale Bekanntheit steigern. Dazu erhoffen wir uns positive Imageeffekte – extern wie auch intern. Aus unserer Sicht birgt die im Idealfall gemeinsame Leidenschaft Eishockey ein großes Potential in der Kommunikation mit Neukunden. Wenn es uns gelingt, durch dieses regionale Engagement Kontakte zur Politik zu festigen, neue Medienkontakte zu knüpfen oder in diversen neuen Verbänden zu agieren, wären das zusätzliche positive Nebeneffekte. Zum Jahresende wollen wir ein erstes Zwischenfazit ziehen.

Fester Bestandteil des Marketingkonzeptes

Einige Erkenntnisse haben wir schon gewonnen: Die öffentliche Wahrnehmung von Tecart hat sich durch die wöchentliche Präsenz in den Tageszeitungen, Fachzeitschriften und den sozialen Medien deutlich erhöht. Auch für das Image des Unternehmens gab es einen spürbaren Schub; wir werden regelmäßig positiv auf das Engagement angesprochen. Das Namenssponsoring ist schon jetzt ein fester Bestandteil unseres Marketingkonzeptes.

Klar, wir hätten die Mittel auch in andere Vereine und andere Sportarten investieren können. Aber das familiäre Flair, die Nähe des Teams zum Publikum, die besondere Atmosphäre in der Erfurter Eishalle und natürlich die tollen Fans beeindrucken mich immer wieder aufs Neue. Die Eigenschaften des Eishockeys als schnellste Mannschaftssportart der Welt machen den Sport zu einem perfekten Markenbotschafter für unsere Software und unser Unternehmen. Einen besseren Imagetransfer hätten wir nicht erreichen können, weshalb uns die gemeinsame Entscheidung für ein Investment leichtgefallen ist. Zudem ist der EHC Erfurt der größte und in der Oberliga Nord auch ligahöchste Eishockeyverein in Thüringen. Für uns spielen die regionale Nähe und Zusammengehörigkeit eine große Rolle. Wir und unser Unternehmen in der und für die Region – diese Einheit wollen wir betonen.

Autor

Christian Fischer ist Geschäftsführender Gesellschafter des Softwareunternehmens Tecart in Erfurt. 


Der Text gehört zu einem Thema aus der Markt-und-Mittelstand-Ausgabe 11/2017. Hier können Sie das Heft bestellen und „Markt und Mittelstand“ abonnieren.