Montag, 27.12.2010
Zukunftsmärkte
Wachstum

2011: Gute Aussichten für die Industrie

Um 5 Prozent wird die deutsche Industrie kommendes Jahr nach Einschätzung des *Deutschen Industrie- und Handelskammertags* wachsen. Damit würde der Wirtschaftszweig doppelt so stark zulegen wie die gesamte Wirtschaft. Wie DIHK-Präsident *Hans Heinrich Dirftmann* gegenüber der _F.A.Z._ sagte, hat die Industrie hierzulande bereits drei Viertel des tiefen Einbruchs der Krise wieder aufgeholt.

Die Stimmung hat sich wieder zum Positiven gedreht. Erstmals seit zwei Jahren bewerten die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes ihre Geschäftslage wieder besser als die Gesamtwirtschaft, heißt es in einer Untersuchung des DIHKs. Dieses Stimmungshoch schlägt sich auch auf die Geschäftserwartungen nieder. Diese bleiben hoch, weshalb immer mehr Unternehmen wieder mehr investieren wollen sowie Personal einstellen wollen.
Grund hierfür ist neben dem guten Exportgeschäfte aber auch die Binnennachfrage. Aufgrund der entspannten Lage auf dem Arbeitsmarkt kaufen die Menschen mehr ein, was vor allem die Konsumgüternachfrage auf dem Inlandsmarkt belebt.Gefahren für das Wachstum sieht die Studie in erster Linie in den steigenden Rohstoffkosten sowie in Wechselkursrisiken und Währungsmanipulationen. Ein starker Euro hemme das Exportgeschäft, eine zu schwache Währung entziehe hingegen der heimischen Volkswirtschaft die Kaufkraft. Auf die Investitionstätigkeit wirken sich jedoch all diese Risiken aktuell nicht aus. Rund ein Drittel aller Betriebe planen Investitionen. „Die Renaissance der Industrie in Deutschland geht weiter“, kommentierte Driftmann die aktuelle Entwicklung.
Quellen: DIHK, F.A.Z, Markt und Mittelstand