Freitag, 30.11.2012
Zukunftsmärkte
Auslandsmessen

Auslandsmessen besuchen, Export steigern

Auslandsmessen helfen Mittelständlern, internationale Kontakte zu knüpfen.Die Organisation ist für den Messeerfolg entscheidend.

Das Standpersonal schulen, Reiseplanung organisieren, Messeziele kommunizieren – das sind nur einige der Aufgaben, die eine Messepräsenz für Neulinge oft wie ein Mammutprojekt erscheinen lassen. Auslandsmessen stellen dabei einen erhöhten Schwierigkeitsgrad dar, schließlich vereinfacht die Organisation über Ländergrenzen hinweg die Prozesse nicht gerade.

Unternehmen, die sich an einer Firmengemeinschaftsausstellung beteiligen, bekommen Hilfe bei Organisation und technischer Umsetzung. Diese Option bietet der Bund durch sein Auslandsmesseprogramm. Für 76 Prozent der knapp 4.000 Unternehmen waren im vergangenen Jahr die technische und die organisatorische Unterstützung zwei der Gründe, bei einer Gemeinschaftsbeteiligung, dem „Deutschen Pavilion“, dabei zu sein. Das zeigt eine Umfrage des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA).

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat für das Jahr 2013 ganze 272 Beteiligungen vorgesehen. Der Fokus liegt mit über 40 Prozent auf Messen in Süd-Ost-Zentral Asien. Die praktische Unterstützung ist aber nicht der einzige Grund für viele Mittelständler, sich an einem gemeinschaftlichen Messestand zu beteiligen. 86 Prozent loben die positive Imagewirkung der Dachmarke „Made in Germany“. „Das sind 5 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung“, erklärt Marco Spinger, Geschäftsbereichsleiter globale Märkte beim AUMA. Die finanzielle Unterstützung ihres Messeauftritts bewog hingegen mit 71 Prozent der Aussteller zur Teilnahme, das waren 8 Prozentpunkte weniger als noch vor zwei Jahren. Dabei ist die fördernde Geldspritze des Bundes auch 2013 mit 42,5 Millionen Euro beachtlich.

Export erhöhen

Immer mehr Mittelständler nutzen Auslandsmessen, um ihren Export anzukurbeln. Dabei möchten die meisten Unternehmen nicht mehr in erster Linie ihren Exportanteil sichern, wie noch vor zwei Jahren. Vielmehr gab fast die Hälfte der Aussteller an, sich an Auslandsmessen zu beteiligen, um den eigenen Export zu erhöhen.

Dabei zieht es die Aussteller verstärkt in entfernte Länder. „Im Trend liegen Messen in weit entfernten Länder, besonders Süd- und Ostasien sowie Lateinamerika. Auch für komplizierte Länder, beispielsweise im Nahen Osten, nutzen gerade Mittelständler und kleine Unternehmen Gemeinschaftsbeteiligungen“, sagt Spinger.

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