Mittwoch, 18.07.2018

Foto: EvrenKalinbacak /Thinkstock /Getty Images

Brexit, Zölle und Handelskrieg: Mittelständler blicken besorgt auf ihr Exportgeschäft.

Zukunftsmärkte
DIHK-Studie

Außenwirtschaft verunsichert Mittelstand

Laut einer neuen DIHK-Studie rechnen Unternehmen mit deutlich geringerem Wachstum beim Exportgeschäft. Schuld daran sind Zölle, der Brexit und ein drohender Handelskrieg. Hinzu kommt: Der Fachkräftemangel macht sich immer stärker bemerkbar.

Chaos-Brexit, US-Strafzölle und drohender Welthandelskrieg – das anhaltende außenwirtschaftliche Hickhack verunsichert mittlerweile immer mehr deutsche Mittelständler. Gerade Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern blicken mit Sorge in die Zukunft. 

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Nach einer neuen Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) erwartet der industriell produzierende Mittelstand für die kommenden Monate deutlich geringere Zuwächse im Exportgeschäft als noch zu Jahresbeginn. „Die harschen Töne sowie neue protektionistische Maßnahmen lassen die Unternehmen vorsichtiger agieren“, resümiert DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die DIHK-Konjunkturumfrage, für die unter anderem mehr als 22.000 Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten befragt wurden. 

Als stabile Basis für den Mittelstand erweist sich hingegen die Binnenkonjunktur. Die gute Beschäftigungssituation in Deutschland steigert die Kaufkraft sowohl im B2B- als auch im B2C-Umfeld. So steigen etwa die Geschäftserwartungen der mittelständischen Bauunternehmen auf neue Rekordwerte. 

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Der anhaltende Boom wirkt sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Für das laufende Jahr rechnet der DIHK mit 450.000 zusätzlichen Beschäftigten im Mittelstand. Anders als etliche große Unternehmen wollen sich mittelständische Unternehmen auch kaum mit Neueinstellungen zurückhalten: Aktuell planen 91 Prozent mit gleichbleibendem oder steigendem Personalbestand, unter den Großunternehmen sind es 77 Prozent. Sorgen bereitet den Unternehmen allerdings der zunehmende Fachkräftemangel. Fast zwei Drittel der befragten Mittelständler sehen hierin ein Geschäftsrisiko. Das sind so viele wie noch nie.