Montag, 28.10.2013
Touristenattraktion Brasilien: Mangelhafte Infrastruktur macht das Fortkommen im Land schwer.

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Touristenattraktion Brasilien: Mangelhafte Infrastruktur macht das Fortkommen im Land schwer.

Zukunftsmärkte
Hohe Logistik-Kosten im Land im Visier

Brasilien poliert seine Infrastruktur auf

Seit Jahren kämpft Brasilien mit hohen Kosten im Land. Schuld daran ist unter anderem die schlechte Infrastruktur. Vor allem der Vertrieb von Waren verteuert sich dadurch sehr. Jetzt reagiert die Regierung mit einem Investitionsprogramm.

Schlechte Straßen, teure Logistik: Die Infrastruktur Brasiliens ist in weiten Teilen des Landes in einem schlechten Zustand. Immer wieder unternimmt die Regierung Anläufe, die Infrastruktur nachhaltig zu verbessern – bislang mit wenig Erfolg. Nun hat die brasilianische Entwicklungsbank BNDES neuerlich milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur angekündigt.

Infrastruktur Brasiliens: Häfen im Fokus

Wie das Nachrichtenportal Brasilnews meldet, sollen die Investitionen in die Infrastruktur in den nächsten vier Jahren 509,7 Milliarden Real betragen. Das ist ein Anstieg um 57 Prozent im Vergleich zu den Jahren 2009 bis 2012. In den Ausbau der Autobahnen sollen 62,4 Milliarden Real fließen, was einen Anstieg von 15,6 Prozent im Vergleich zu der Vorperiode ausmacht.

Die Eisenbahnstrecken werden laut Studie mit 59,3 Milliarden Real aufgewertet (plus 108,4 Prozent). In den Ausbau der Häfen wird mit 33,7 Milliarden Real in den nächsten Jahren ebenso mehr als doppelt so viel Geld gesteckt. Bei Flughäfen wird der Wert der Investitionen 8,1 Milliarden Real erreichen. Das sind knapp 20 Prozent mehr als zuvor.

Custo Brasil: Wirkungslose Investitionen

Die hohen Kosten in Brasilien, Custo Brasil genannt, machen dem Land seit dem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg zu schaffen. Viele Investitionen der letzten Jahre waren letzten Endes wirkungslos und sind in Bürokratie und Korruption versickert.

Das hat erst im Sommer dieses Jahres zu Unruhen im Land geführt. Um die Wirtschaft Brasiliens wieder zu stimulieren, hatte die Regierung kürzlich angekündigt, die ins Stocken geratenen Verhandlungen des Mercosur mit der EU über ein Freihandelsabkommen notfalls auch im Alleingang weiter zu betreiben.

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