Freitag, 15.01.2010
Zukunftsmärkte

China erschwert Einfuhr von IT-Produkten

Ohne Zertifizierung durch die chinesischen Behörden dürfen IT-Produkte nicht mehr in das Land eingeführt werden.

Ohne Zertifizierung durch die chinesischen Behörden dürfen IT-Produkte nicht mehr in das Land eingeführt werden. Damit ist der Schutz des geistigen Eigentums nach Auffassung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in China nicht gewährleistet.

Ab dem 1. Mai 2010 dürfen IT-Produkte ohne staatlichen Zertifizierung nach dem CCC-Verfahren (Chinese Compulsory Certification) weder in China hergestellt noch importiert oder verkauft werden. Das trifft IT-Sicherheitsprodukte wie Firewalls, Betriebssysteme, Produkte zur Datenwiederherstellung und Netzwerkrechner (Router). Auch Produkte mit eingebauter kommerzieller Sicherheitstechnik (Mobiltelefone, Chipkarten) können betroffen sein. Die Gefahr droht, dass Knowhow in die Hände chinesische Mitbewerber gelangt.

Die CCC unterscheidet sich von den international anerkannten ISO-Standards. Die chinesischen Behörden fordern technische Informationen wie Quellcodes von Software oder Baupläne von Chips.

Informations- und Kommunikationstechnik sowie Unterhaltungselektronik im Wert von rund 480 Millionen Euro wurde im Jahr 2009 von Deutschland nach China exportiert. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Exporte um 17 Prozent zurück. Dagegen hat Deutschland im Jahr 2009 Hightech-Waren im Wert von rund 14,5 Milliarden Euro aus China importiert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Einfuhren infolge der Wirtschaftskrise um 13 Prozent gesunken.

Quelle: Bitkom, Markt und Mittelstand

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