Donnerstag, 11.07.2013
Chinas Wirtschaft verliert an Kraft.

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Chinas Wirtschaft verliert an Kraft.

Zukunftsmärkte
Themenschwerpunkt: Neue Märkte

Chinas Exporte gehen zurück

China verliert an Strahlkraft. Im Juni gingen sowohl Import als auch Export der Volksrepublik zurück. Für Deutschlands Exporteure kann diese Entwicklung zum Problem werden.

Die chinesische Wirtschaft musste im Juni einen überraschenden Rückschlag verkraften. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die chinesischen Exporte um 3,1 Prozent. Der Gesamtwert der chinesischen Exporte sank auf 174,32 Milliarden US-Dollar, die Importe gingen gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf 147,19 Milliarden US-Dollar zurück. Für den gesamten chinesischen Außenhandel bedeuten diese Zahlen einen Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt zeigt der Trend für den chinesischen Außenhandel seit Jahresbeginn nach unten. Während im ersten Quartal noch ein Zuwachs von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet worden war, gab es im zweiten Quartal nur noch ein Wachstum von 4,3 Prozent. Bereits im Mai gab es jedoch nur noch ein Wachstum von 0,3 Prozent und im Juni nun erstmals einen Rückgang von 2 Prozent. Wie Zheng Yuesheng, Sprecher des Zollhauptamtes, erklärte, sank der gesamte Außenhandel im Juni gegenüber dem Mai um 6,8 Prozent, wobei die Exporte um 4,6 Prozent zurückgingen und die Importe um 9,3 Prozent. Als Gründe nannte Zheng neben der schwachen globalen Nachfrage vor allem den steigenden Kurs des Renminbi, hohe Lohnkosten, verschiedene Handelskonflikte und die schwache Inlandsnachfrage.

Warnsignale für Deutschlands Exporteure

Die negative Entwicklung in China ist auch für exportorientierte deutsche Unternehmen eine kritische Entwicklung. Als Reaktion auf die Eurokrise und die sinkende Nachfrage in weiten Teilen Europas hatte China zuletzt immer stärker an Bedeutung gewonnen und war für viele Unternehmen zum Rettungsanker geworden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die gesunkenen Importzahlen der Volksrepublik ein kritisches Signal. Sollte sich zeigen, dass auch China sich dem Sog der Krise nicht länger entziehen kann, würde dies für Deutschlands Exporteure auf schwere Zeiten hindeuten.

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