Mittwoch, 05.09.2012
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Chinas Wettbewerbsfähigkeit sinkt

China muss im Ranking der wettbewerbsfähigsten Staaten erstmals seit Jahren wieder einen Rückschritt hinnehmen. Auch Russland und die USA schwächeln.

Nach Jahren des Fortschritts konnte China seine Position im Vergleich der wettbewerbsfähigsten Länder erstmals nicht mehr behaupten.  Im Global Competitiveness Ranking verschlechterte sich Chinas Position von Platz 26 auf 29. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Global Competitiveness Report des World Economic Forum (WEF) in Genf. Die wichtigsten Gründe hierfür sind nach Angaben der Studie Verschlechterungen in den Bereichen, die bisher treibend für den Aufschwung Chinas waren: Finanzmarkt, Technologie und Markteffizienz. Insbesondere der mangelnde nationale und internationale Wettbewerb wurde von den Autoren der Studie kritisiert.

Für Russland wäre in diesem Jahr angesichts deutlicher Verbesserungen im makroökonomischen Umfeld und der geringen Staatsverschuldung ein Sprung nach vorne möglich gewesen, dieser wurde aber von mangelnder Innovationskraft und schwierigen öffentlichen Institutionen zunichte gemacht. Insgesamt fiel das Land deshalb um einen Rang auf den 67. Platz zurück.

USA schwächeln, Deutschland weiter stabil

Einen deutlichen Rückschlag mussten auch die USA hinnehmen, die in diesem Jahr weiter abrutschen. Noch vor fünf Jahren stand die Wirtschafts-Supermacht an der Spitze der Rangliste, zuletzt ging es von Rang fünf auf Platz sieben. „Die USA setzten damit ihren Abwärtstrend der vergangenen vier Jahre fort", heißt es in der Studie. Auch Indien hat sich mit Platz 59 weiter verschlechtert und seit 2009 bereits 10 Plätze eingebüßt. Insbesondere gegenüber konkurrierenden Wachstumsmärkten wie Brasilien (48) und Südafrika (52) verliert das Land somit weiter an Boden.

Die gute Infrastruktur und die hohe Innovationskraft haben Deutschland auch im Jahr 2012 wieder einen Platz in den Top-Ten der wettbewerbsfähigsten Länder gesichert. Der hochentwickelte Markt, der lokale Wettbewerb und die geringe Dominanz großer Konzerne trugen ebenfalls zum guten Ergebnis der Bundesrepublik bei. Verbesserungsbedarf besteht hingegen weiter beim starren Arbeitsmarkt (hier belegt Deutschland nur Rang 119 bei der Flexibilität) und beim deutschen Bildungssystem, das mit Rang 28 weiter hinter vielen anderen Ländern aus den Top-Ten zurückbleibt.

Die vollständige Studie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Global Competitiveness Report

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