Montag, 22.04.2013
Die Auto Shanghai: Deutschlands Autmobilhersteller setzen auf weiteres Wachstum in China.

SNIEC

Die Auto Shanghai: Deutschlands Autmobilhersteller setzen auf weiteres Wachstum in China.

Zukunftsmärkte
China

Deutsche Autos in China gefragt

Auch im vergangenen Jahr konnten die deutschen Automobilhersteller ihre Marktanteile in China weiter ausbauen. Trotz geringerer Wachstumsraten setzt vor allem VW auf einen massiven Ausbau seiner Produktionskapazitäten vor Ort.

Trotz sinkender Wachstumsraten können deutsche Automobilhersteller auch im laufenden Jahr auf steigende Absatzzahlen in China hoffen. Die Zeiten, in denen Zuwächse von 40 Prozent oder mehr verzeichnet werden konnten, sind zwar vorbei, aber auch für 2013 bleiben die Hersteller optimistisch. So rechnet BMW für dieses Jahr mit einem Wachstum von rund 10 Prozent, Audi strebt 15 Prozent an und VW möchte zumindest schneller wachsen als der übrige Markt, für den der deutsche Autoverband VDA ein durchschnittliches Wachstum von 6 Prozent erwartet. Insgesamt sollen in China 2013 rund 14 Millionen PKW verkauft werden, prognostizierte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Wochenende im Rahmen der Shanghai Motor Show, auf der in dieser Woche rund 2000 Autohersteller und Zulieferer ihre Produkte präsentieren.

Wachstum und Produktion in China

Seit 2009 hat sich der Marktanteil deutscher Automobilhersteller in China um 4 Prozentpunkte auf 21,4 Prozent gesteigert. Im selben Zeitraum konnten die deutschen Hersteller ihren Absatz auf 2,84 Millionen Automobile steigern, was nahezu einer Verdopplung und gegenüber 2008 sogar einer Vervierfachung entspricht. Um die positive Entwicklung auch weiter vorantreiben zu können, setzen immer mehr Automobilhersteller auf verstärkte Produktion vor Ort. So plant VW bis 2018 insgesamt 10 neue Fabriken weltweit, von denen 7 in China gebaut werden sollen. Wie Daimler-Chef Dieter Zetsche ankündigte, will sein Unternehmen das gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmen BAIC genutzte Werk in Peking zum größten Mercedes-Standort der Welt ausbauen – noch vor dem Stammwerk in Sindelfingen bei Stuttgart. Darüber hinaus ist ein neues Motorenwerk geplant, das ab 2014 jährlich rund 150.000 Einheiten produzieren soll. Daimler hatte zuletzt als einziges deutsches Unternehmen Einbußen in China verzeichnen müssen und setzt deshalb auf neuen Schub durch vor Ort produzierte Fahrzeuge wie den kleinen Geländewagen GLA. Im Jahr 2015 sollen so 300.000 Fahrzeuge in China verkauft werden, was einem Wachstum von 50 Prozent entspräche.

Neue Werke für Automobilhersteller

BMW profitiert schon heute stark von der Dominanz im Premiumsegment, wo die deutschen Hersteller einen Marktanteil von rund 80 Prozent besitzen. Derzeit verkaufen die Münchner 326.000 Autos im Jahr, durch eine Ausweitung der Produktionskapazitäten vor Ort soll weiteres Wachstum gesichert werden. „Aber 20 bis 25 Prozent Wachstum wird es nicht mehr geben“, erklärte BMW-Vertriebschef Ian Robertson in Shanghai.
Auch Audi könnte schon im Lauf der kommenden Jahre ein neues Werk in China benötigen, schließlich plant das Unternehmen eine Verdopplung seiner Kapazitäten vor Ort auf 700.000 Einheiten. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC rechnet damit, dass die deutschen Premium-Automobilhersteller ihre Kapazitäten in China bis 2020 auf 1,5 Millionen Einheiten verdoppeln werden.

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