Donnerstag, 14.03.2013
Containerhafen Hong Kong: Deutschlands Exporte nach China sind gesunken.

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Containerhafen Hong Kong: Deutschlands Exporte nach China sind gesunken.

Zukunftsmärkte
Export

Deutsche Exporte in Nicht-EU steigen

Deutschland exportiert immer mehr Waren in Länder außerhalb der EU. Im vierten Quartal 2012 stieg das Exportvolumen in Regionen außerhalb der Europäischen Union um 4,2 Prozent – trotz teils deutlicher Rückgänge bei den BRIC-Staaten.

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres sind die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU um 4,2 Prozent auf 118,0 Milliarden Euro gestiegen. Im gleichen Zeitraum gingen die Exporte in die anderen EU-Mitgliedstaaten um 0,8 Prozent auf 153,5 Milliarden Euro zurück. Insgesamt erreichten die deutschen Exporte somit ein Volumen von 271,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Bei den wichtigsten deutschen Handelspartnern konnten die Exporte nach Frankreich einen Anstieg von  0,2 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro verbuchen, während die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich sogar um 6 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro anstiegen. Schwächere Zahlen gab es hingegen bei den Exporten nach Italien, wo ein Minus von 9,5 Prozent verzeichnet wurde. Weniger drastisch fiel der Rückgang bei den Exporten in die Niederlande aus, diese gingen um 0,5 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro zurück.

Exporte in BRIC-Staaten sinken

Während die USA bei den Exporten außerhalb der EU nach wie vor die Spitzenposition einnehmen und im vierten Quartal 2012 noch einmal einen Zuwachs von 9,0 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro verzeichneten, mussten die BRIC-Staaten mit einer einzigen Ausnahme Verluste verbuchen. So sanken beispielsweise die Exporte nach China um 6,1 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro, und die Ausfuhren nach Indien verringerten sich sogar um 13,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Im Fall von Brasilien fiel der Rückgang mit  lediglich 2,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro niedriger aus. Lediglich Russland konnte seine Bedeutung für deutsche Exporteure ausbauen und einen Zuwachs von 6,6 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro verbuchen.

Importe nach Deutschland sinken

Das Volumen der Importe nach Deutschland ging im vierten Quartal 2012 um 0,7 Prozent auf 226,7 Milliarden Euro zurück. Die Einfuhren aus der EU blieben dabei mit 127,4 Milliarden Euro nahezu unverändert, auch weil die Einfuhren aus dem wichtigsten EU-Handelspartner Niederlande mit 22,3 Milliarden Euro ein Plus von 9,5 Prozent verzeichneten und so Verluste an anderer Stelle ausgeglichen wurden. Die Importe von außerhalb der EU gingen im gleichen Zeitraum um 1,6 Prozent auf 99,2 Milliarden Euro zurück.

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