Dienstag, 01.09.2015

Bildquelle: Fuse/Thinkstock/Getty Images

In der deutschen Exportwirtschaft läuft alles rund.

Zukunftsmärkte
Trotz Russlandkrise

Deutsche Exporte steigen um 7 Prozent

Nichts kann der deutschen Exportwirtschaft etwas anhaben: Im ersten Halbjahr 2015 stiegen die Ausfuhren wieder einmal solide. Den Einbruch im Russlandhandel gleichen drei Aufsteiger aus.

Trotz Griechenlandkrise und Wirtschaftssanktionen gegen Russland haben deutsche Firmen im ersten Halbjahr 2015 mehr exportiert als im Vorjahreszeitraum. Waren im Wert von 595,3 Milliarden Euro führten die Firmen ins internationale Ausland aus, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) belegen. Das waren 7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014.

Auch die Importe Deutschlands stiegen: um 3 Prozent auf 471,6 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz für das erste Halbjahr betrug damit 123,7 Milliarden Euro.

Exporte gehen hauptsächlich in EU-Länder

Der Hauptteil der Güter und Waren rollte in Deutschland mit Ziel in der EU vom Band. Für 347,2 Milliarden Euro lieferten deutsche Firmen zwischen Januar und Juni 2015 in EU-Länder; das waren 6,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Noch kräftiger war der Zuwachs bei Exporten in Drittländer – wenn auch auf niedrigerem Niveau. Sie stiegen wertmäßig um 8,2 Prozent auf 248,1 Milliarden Euro.

Südafrika, Indien und Türkei gleichen Russland-Minus aus

In der Statistik klar ersichtlich ist jedoch ein Einbruch der Handelsbeziehungen mit Russland. Um knapp 31 Prozent gingen die deutschen Exporte dorthin zurück. Zwischen Januar und Juni 2015 gingen lediglich noch Waren im Wert von 10,5 Milliarden Euro in die Russische Föderation.

Dies glich eine kräftige Zunahme der Exporte in die Türkei, nach Südafrika und Indien mehr als aus. Waren im Wert von 11,5 Milliarden Euro lieferten deutsche Firmen in die Türkei, je knapp 5 Milliarden Euro gingen nach Südafrika und Indien. Damit stiegen die bilateralen Exporte um 22, 28 beziehungsweise 19 Prozent.

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