Montag, 18.03.2013
Boommetropole Shanghai: Deutschland hat im vergangenen Jahr noch mehr Waren nach China exportiert.

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Boommetropole Shanghai: Deutschland hat im vergangenen Jahr noch mehr Waren nach China exportiert.

Zukunftsmärkte
Im- und Export

Deutschland steigert Export nach China

Deutschland hat im vergangenen Jahr den Export nach China weiter ausgebaut und gleichzeitig die Importe verringert. Besonders gefragte Güter am Standort China waren Fahrzeuge und Maschinen.

Nach China hat Deutschland seinen Export im vergangenen Jahr einmal mehr kräftig ausgebaut. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamts (Destatis). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Export nach China um 2,7 Prozent auf insgesamt 66,6 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum sank der Import aus China um 2,8 Prozent auf 77,3 Milliarden Euro. Das deutsche Außenhandelsdefizit gegenüber China hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 27,1 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro verringert. Im Jahr 2011 lag das Defizit noch bei 14,7 Milliarden Euro.
In der Rangliste der Zielländer mit deutschem Export belegte China im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 6,1 Prozent Platz fünf, in der Rangliste der Importe landete die China mit 8,5 Prozent auf Platz 2.

Seit 1995 ist der deutsche Export nach China im Schnitt um jährlich 15,8 Prozent gestiegen, der gesamte deutsche Export stieg im selben Zeitraum nur um durchschnittlich 6,4 Prozent. Der Import von Waren aus China stieg in diesem Zeitraum im Schnitt um 14,1 Prozent pro Jahr, während die deutschen Gesamtimporte um 6,0 Prozent pro Jahr zulegten.

Automobilbranche besonders aktiv bei Export

Zu den wichtigsten Export-Gütern nach China gehörten im Jahr 2012 vor allem Kraftwagen und Kraftwagenteile. Mit einem Volumen von 19,3 Milliarden Euro machten sie 29,0 Prozent des deutschen Exports nach China aus. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten Maschinen (25,3 Prozent) sowie Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit einem Anteil von 8,8 Prozent. Zusammen mit elektrischen Ausrüstungen (8,7 Prozent) sowie chemischen Erzeugnissen (6,2 Prozent) machten diese Warengruppen 78 Prozent aller deutschen Exporte nach China aus.

Beim Import waren vor allem Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse gefragt, die mit einem Volumen von 27,5 Milliarden Euro 35,6 Prozent des Gesamt-Imports ausmachten. Auf den weiteren Plätzen folgten Bekleidung (10,4 Prozent) und elektrische Ausrüstungen (10,1 Prozent).

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