Freitag, 07.12.2012
Zukunftsmärkte
Import und Export

Export nach Lateinamerika um 75 Prozent gestiegen

Lateinamerika bietet deutschen Unternehmen immer mehr Geschäftschancen, weil es seinen wirtschaftlichen Aufschwung fortgesetzt hat. Die deutschen Exporte in die Region nahmen zwischen 2001 und 2011 um 75 Prozent zu, wichtigste Ausfuhrprodukte sind Maschinen, Kfz und -Teile sowie Elektrotechnik.

Nachdem Brasilien schon seit Jahren als künftige Wirtschaftsmacht gilt, machen auch andere Länder in Lateinamerika wie Kolumbien und Mexiko mit besseren Investitionsmöglichkeiten auf sich aufmerksam.
Zum dynamischsten Automobilcluster Nordamerikas hat sich Guanajuato im Zentrum Mexikos entwickelt. Bis 2014 soll die Produktion dort um 30 Prozent wachsen. Honda, Mazda und Volkswagen planen hier neue Werke. Darüber hinaus liegen laut einer Studie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie mit Chile, Kolumbien und Peru drei für die deutsche Export-Wirtschaft interessante Wachstumsländer und -regionen in Lateinamerika.

Lateinamerika wird zur Wirtschaftsmacht

Auch andere Länder in Lateinamerika sind aus ihrem ökonomischen Dornröschenschlaf erwacht, angeheizt durch hohe Rohstoffpreise sowie eine wachsende und konsumfreudige Mittelschicht. Brasilien macht schon seit Jahren als Wirtschaftsmacht von sich reden, rund 40 Millionen Menschen sind dort in den vergangenen zehn Jahren in die mittleren Einkommensschichten aufgerückt.

Die steigende Bedeutung Lateinamerikas wird anhand des Export-Volumens deutlich. Deutsche Ausfuhren in die Region nahmen zwischen 2001 und 2011 um 75 Prozent zu. Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru bilden zusammen mit Argentinien die Top-Exportmärkte, sie nehmen zusammen rund 88 Prozent der deutschen Ausfuhren nach Lateinamerika ab.

Probleme beim Export nach Lateinamerika

Einen besonderen Wandel hat Kolumbien durchgemacht. Inzwischen entdecken viele internationale Firmen die logistischen Möglichkeiten des Landes, das direkten Zugang zum Pazifik und Atlantik hat. Im Hafen von Cartagena an der Atlantikküste soll sich die Abfertigungskapazität zwischen 2012 und 2017 verdoppeln.

Allerdings hat der Ausbau der Transportwege und der städtischen Infrastruktur oft nicht mit dem höheren Verkehrsaufkommen schrittgehalten. Die kolumbianischen Ballungszentren Bogotá und Medellín im Landesinneren sind beispielsweise nur über zweispurige Straßen an die Exporthäfen angebunden, die bei den häufigen Regenfällen unpassierbar werden. Zusätzlich sind eine ineffiziente Bürokratie, hohe Korruptionswerte und Kriminalität häufige und Probleme in Lateinamerika.

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