Freitag, 21.12.2012
Zukunftsmärkte
Singapur und USA

Handelsabkommen in Gang

Während das Freihandelsabkommen der EU mit Singapur die Wettbewerbsbedingungen für deutsche Unternehmen stärken soll, stocken die Verhandlungen mit den USA über ein Handelsabkommen.

Mit dem Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Singapur sollen Handel und Investitionen mit Singapur und der ASEAN-Region getsärkt werden. Damit wurden auch Regeln für weniger Handelsbarrieren für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen geschaffen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen alle Zölle abgeschafft, der Schutz des geistigen Eigentums gesichert sowie die Teilhabe an öffentlichen Ausschreibungen sichergestellt werden. Auch EU-Standards sollen anerkannt werden.

Stärker an ASEAN-Region heranwachsen

"Das Freihandelsabkommen verbessert die Wettbewerbsbedingungen für die europäischen und deutschen Unternehmen, damit sie in Singapur und in der gesamten wachstumsstarken ASEAN-Region ihr wirtschaftliches Engagement weiter ausbauen können“, sagte die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministeriums, Anne Ruth Herkes, „mit dem Abkommen verbessert die EU ihre Sichtbarkeit in ASEAN und ganz Asien. Das Abkommen mit Singapur ist für Deutschland ein richtungsweisendes Modellabkommen, das als Maßstab für weitere bilaterale Verhandlungen mit anderen ASEAN-Mitgliedstaaten dienen wird.“

Verzögerung bei Handelsabkommen mit USA

Unterdes sind Wirtschaftsverbände beunruhigt, weil die Verhandlungen für das Handelsabkommen der EU mit den USA anhalten, wie die F.A.Z. berichtet. Seit rund einem Jahr prüfen die beiden Staaten ein Freihandelsabkommen. Die USA seien zurückhalten, sagte Peter Chase, Vizepräsident für Europa der amerikanischen Handelskammer. Bei dem Handelsabkommen sollen Märkte geöffnet und der Handel liberalisiert werden. „Zum ersten Mal seit Jahren gibt es eine ernsthafte Bewegung hin zu einem  Freihandelsabkommen“, sagte EU-Handelskommissar Karel de Gucht. Doch die Vorlage des Abschlussberichts stockt ohne ersichtlichen Grund.

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