Montag, 10.12.2012
Zukunftsmärkte
Indien

Indien: Konjuktur kühlt sich ab

Die indische Konkunjuktur verliert an Fahrt. Die Auswirkungen spüren auch deutsche Investoren und Unternehmer.

Indiens Konjunktur kühl sich ab. Auch deutsche Lieferanten und Investoren spüren inzwischen das abgeschwächte Geschäftsklima, Umsätze und Gewinne wachsen bei den meisten Unternehmen langsamer als in den Vorjahren. Die langfristige Perspektive bleibt jedoch weiter positivwie Germany – Trade & Invest berichtet.

Schwächeres Wachstum in Indien

Insgesamt erwartet der IWF für 2012 zwar einen Anstieg des indischen BIP um real 4,9 Prozent, jedoch trübte sich beispielsweise das Investitionsklima stark ein. Während die Projektneuankündigungen bereits seit drei Jahren rückläufig sind, war das Investitionsvolumen von Juli bis September 2012 das niedrigste seit acht Jahren. Auch die indischen Importe nach Deutschland legten von Januar bis August um lediglich 1,6 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro zu, Indiens Gesamtimporte legten laut indischer Außenhandelsstatistik von Januar bis August 2012 auf US-Dollarbasis nur um rund drei Prozent zu.

Deutsche Investoren spüren Folgen

Die Zeiten werden auch für deutsche Investoren in Indien schwerer. Vertreter aller Branchen berichten, dass sich ihre Geschäfte insgesamt verhaltener entwicklen als im Vorjahr. Industrieproduktion und Wirtschaftsaktivität werden dabei vor allem durch Inflation und hohe Zinsen gebremst. Der Output des Verarbeitenden Gewerbes gemessen am Produktionsindex der indischen Industrie (IIP) blieb im 1. Halbjahr 2012/13 mit -0,4 Prozent in etwa auf dem Vorjahresniveau. Einen besonders starken Rückgang verzeichnete der Subindex von Kapitalanlagegütern (-13,7 Prozent). Das geringe Wachstum in der Verarbeitung beeinträchtigt auch den Dienstleistungssektor.

2020 © Markt und Mittelstand · Alle Rechte vorbehalten.

Der Newsletter für Unternehmer – jeden Donnerstag in Ihr Postfach

NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN