Donnerstag, 31.01.2013
Zukunftsmärkte
Internationalisierung

International tätige Mittelständler erfolgreicher

Unternehmen mit internationaler Orientierung sind doppelt so erfolgreich wie die, die sich auf den Heimatmarkt konzentrieren.

Mittelständler, die international tätig sind, sind doppelt so erfolgreich wie ausschließlich auf den Inlandsmarkt fokussierte Unternehmen. 26 Prozent der international aktiven mittelständischen Unternehmen mit weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz haben sich deutlich besser entwickelt als der Markt. Bei den auf den eigenen Heimatmarkt beschränkten Unternehmen waren es dagegen lediglich 13 Prozent. Das ist das Ergebnis der Studie „Internationalisation – a driver for business performance“, die von der IHS im Auftrag von DHL Express durchgeführt wurde. Die Führungskräfte der befragten Unternehmen nannten als wichtigste Vorteile des internationalen Ansatzes den Zugang zu neuen Märken, Knowhow und Technologien sowie das Potential für eine Ausweitung ihres Produkt- oder Serviceportfolios.
Mittelständische Unternehmen, die in den vergangenen fünf Jahren gegründet wurden, sind deutlich stärker international ausgerichtet als ältere Unternehmen, obwohl diese mehr Zeit hatten. Bemerkenswert ist, dass die Mehrheit der KMU, die sich in den zurückliegenden drei Jahren besser als der Gesamtmarkt entwickelt haben, angibt, den Exportanteil am Gesamtumsatz trotz des aktuell unsicheren Wirtschaftsumfelds auch in den kommenden drei Jahren weiter ausbauen zu wollen.

Jüngere und Mittelständler aus Schwellenländern stärker internationalisiert

Erfolgsfaktoren der Internationalisierung sind länderübergreifende Zusammenarbeit und internationaler Handel für mittelständische Unternehmen. Die deutschen Mittelständler profitieren darüber hinaus auch von einem besseren gesamtwirtschaftlichen Umfeld im Heimatland. Schwierigkeiten stellten vor allem für kleinere Unternehmen, jedoch mangelnde Infrastruktur sowie hohe Zollabgaben und Informationsdefizite über ausländische Märkte Schwierigkeiten dar. Mittelständler in Industrieländern hinter denen in Schwellenländern zurückliegen, was die Internationalisierung ihres Geschäfts betrifft.

Befragt wurden 410 Führungskräften aus mittelständischen Unternehmen in den G7-Ländern, in  Brasilien, Russland, Indien, China und Mexiko. Die Studie beschränkt sich auf Unternehmen mit 10 bis 249 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von weniger als 50 Millionen Euro.

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