Donnerstag, 26.04.2012
Zukunftsmärkte
Pricing-Intelligence

Kaum Spielraum bei Preisstrategie

Wegen der Transparenz in ihren Märkten glauben Unternehmen im Onlinehandel daran, dass sie nur wenig Spielraum bei der Gestaltung der Preise haben.

Die Preisstrategie der meisten in der Pricing-Intelligence-Studie der TU Chemnitz befragten Unternehmen aus Handel, Dienstleistung, Produktion, IT und Versorger wird vom Marktumfeld beherrscht. Bei der Preisgestaltung ist kaum Spielraum (75 Prozent) möglich. Die Preise werden als vom Markt vorgegeben bewertet. Das nehmen besonders kleinere Unternehmen wahr, da sie kaum die Marktbedingungen beeinflussen können.

Durchblick in Geschäftsprozessen

Einem Großteil der Unternehmen gelingt es, eine ganzheitliche Preisstrategie zu verfolgen (46 Prozent), die sich durch genau definierte Preisziele auszeichnet (57 Prozent). In mehr als der Hälfte (55 Prozent) ist die Preisstrategie in die Geschäftsprozesse eingegliedert. Das Preismanagement in den Unternehmen (55 Prozent) ist im Vertrieb angesiedelt, auch die Bereiche Marketing (32 Prozent) und Produktmanagement (30 Prozent) spielen eine große Rolle.
In zahlreichen Firmen sind abteilungsübergreifende Preismanagementprozesse etabliert. Die Geschäftsleitung in fast zwei Dritteln der befragten Unternehmen direkt an diesen Prozessen beteiligt.

Etwa 80 Prozent der Unternehmen bearbeiten Wettbewerbsdaten auf manuelle Weise. Sie verwenden Pricing-Systeme und Business-Intelligence-Systeme. Der Einsatz integrierter Pricing-Cockpits, die preisanalytische Methoden und operative Preisbildung unter eine einheitliche Oberfläche bringen, findet in wenigen Unternehmen statt. Nur  ein geringer Teil setzt bereits auf Preisfindungssysteme, die mit Hilfe von Business-Intelligence-Lösungen, automatisiert sind.

 

Quelle: TU Chemnitz, Markt und Mittelstand  
 

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