Donnerstag, 21.04.2022
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Ludwig-Erhard-Gipfel 2022 live: Tag zwei im Ticker

Prominente Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Medien: Die Top-Entscheider der Republik treffen sich auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee. Gastgeber der zweitägigen Konferenz ist die Verlagsgruppe WEIMER MEDIA GROUP. Die komplette Veranstaltung ist via Live-Stream auf www.leg-live.de verfolgbar. Lesen Sie die Höhepunkte der Konferenz im Live-Ticker.
Ludwig erhard Gipfel gefüllter Saal

19.18 Uhr: Schluss auf Gut Kaltenbrunn. Das war der Ludwig-Erhard-Gipfel 2022 am Tegernsee. Nun, noch nicht ganz. Ein Höhepunkt wartet noch auf Besucher und Teilnehmer vor Ort: Die legendäre Gipfel-Nacht im Hotel DAS TEGERNSEE. Wir wünschen weiter viele gute Gespräche und einen glamourösen Ausklang. Und damit ist nun auch Schluss für den Live-Ticker. Vielen Dank fürs Mitlesen. Und: diskutieren Sie gerne zuhause weiter. Bis zum nächsten Jahr.

19.12 Uhr: Es steht noch die Bekanntgabe des Gewinners des LfA Elevator Pitch aus. Den Future Award gewinnt: VoltStorage. Das Start-Up bringt ressourcenschonende Energiespeicher auf den Markt und setzt zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien. Der Preis ist mit einem Medienvolumen in Höhe von 100.000 Euro der WEIMER MEDIA GROUP dotiert. „Sie investieren in eine für uns sehr wichtige Zukunftstechnologie.“, gratuliert Verlegerin Christiane Goetz-Weimer.

18.58 Uhr: Merz greift Scholz an: „Wir haben mit dem Kommunikationsverhalten des Bundeskanzlers ein veritables Problem. Ich würde sogar so weit gehen: Wir haben ein veritables Führungsproblem.“ sagt der CDU-Chef. „Ich wünsche mir Klarheit aus Deutschland. Auch viele Länder in Europa wünschen sich das. "Bitte Herr Klingbeil, schaffen Sie Klarheit in ihrer Regierung“, stichelt er in Richtung des SPD-Vorsitzenden.

18.45 Uhr: Eine neue europäische Stärke, hatte auch Wolfgang Kubicki gleich zu Beginn der Diskussion gefordert: „Wir werden auf Dauer nicht auf unsere amerikanischen Freunde zählen können. Wir müssen Deutschland, wir müssen Europa stark machen. Dazu gehört auch ein Bekenntnis zur Rüstungsindustrie. Wir müssen begreifen, dass, wenn wir uns selbst nicht schützen, wir große Probleme in der Zukunft bekommen.“ Zu den Kosten sagte er: „Wir geben in Europa doppelt so viel für Rüstung aus, wie die USA und zehnmal so viel wie Russland. Aber eben unkoordiniert.“ So schlecht sei die Ausgangsposition also gar nicht.

18.37 Uhr: Natürlich geht es um die viel zitierte Zeitenwende, seit Russland in der Ukraine einmarschiert ist. CDU-Chef Friedrich Merz fordert, diese Zeitenwende nun auch ernsthaft zu realisieren. „Wir sind nicht in einer anderen Welt aufgewacht, wir sind in der Welt aufgewacht, die wir vorher nicht wahrhaben wollten“, sagt er. Er sage das mit Blick auf alle, alle hätten nicht richtig hingesehen. Aber das heißt jetzt: „Wir müssen aufrüsten, nicht nur ausrüsten, wir müssen mit den beschwichtigenden Worten aufhören.“

Er nahm auch Bezug auf die zentrale Rolle Chinas, was die zukünftige Weltordnung anbelangt. „Die Tatsache, dass China sich nicht klar gegen den Krieg positioniert hat, ist ein armierendes Zeichen. Auch da schauen wir wieder weg.“ Nordkorea wäre ohne China beispielsweise nicht eine Woche überlebensfähig, so Merz. „Die Atomprogramme in Nordkorea werden von China technologisch ausgerüstet.“

„Wir brauchen eine ganz andere strategische Europapolitik“, lautet sein Fazit. „Ob wir das schaffen, ist die zentrale Frage. Wir sind Lichtjahre davon entfährt, dass Europa souverän wird.“

18.24 Uhr: Kubicki ist live zugeschaltet. Klingbeil hört ihn aus dem Off, ist kurz abgelenkt und scherzt: "Ich höre Herrn Kubicki. Naja man hört ja gern was vom Koalitionspartner, solange es nicht Frau Strack-Zimmermann ist."

18.20 Uhr: Nun darf das Gipfel-Publikum abstimmen, welcher Vortrag, welches Produkt, welche Innovation überzeugt hat. Im Hintergrund wird ausgezählt. In den Vordergrund rückt erst einmal der Live-Talk mit den Spitzenpolitikern Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU im Bundestag, Lars Klingbeil, SPD-Bundesvorsitzender, Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und
Stellvertretender Vorsitzender der Freien Demokraten sowie Ricarda Lang, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen

17.49 Uhr: Blick in die unternehmerische Zukunft. Im Rahmen des LfA Elevator-Pitch stellen auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel sechs Start-Ups ihre Innovationen vor. Gute Unternehemen brauchen Sichtbarkeit, sagt Bernhard Schwab, der Vorstandsvorsitzende der LfA Förderbank Bayern. Er freue sich, dass der Ludwig-Erhard-Gipfel hierfür die Bühne bereitet.

17.36 Uhr: Der CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz betritt die Bühne zum Klartext-Gespräch mit Verleger Wolfram Weimer. "Wir müssen Putin jetzt stoppen und wenn wir das nicht schaffen, macht er weiter", sagt Merz. Es müsse daher eine klare Haltung der Staatengemeinschaft geben. Merz betont: "Das ist ein Krieg auf europäischem Boden. Da ist Ambivalenz fehl am Platz. Leute wie Putin verstehen nur eine klare Sprache."  Im Bundestag gebe es bereits eine Mehrheit für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Er rechnet damit, dass es auch über den Bundestag hinaus eine Mehrheit geben wird. Von einer veritablen Regierungskrise geht Merz aktuell nicht aus.


17.16 Uhr:
 Wöhrl plaudert über ihre Erfahrungen als Investorin bei der VOX-Sendung "Die Höhle der Löwen " aus dem Nähkästchen. Erst nach dem erfolgreichen Pitch, der im Fernsehen deutlich kürzer ist als in der Realität, beginnt die richtige Arbeit: Die Start-ups werden vom Investor in die Familie aufgenommen. "Die Transformation geht nicht von heute auf morgen", betont sie. Manche Start-ups seien noch ganz jung und haben nur eine Idee, denen müsse man helfen. "Manche lassen sich aber auch nichts sagen und denken, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen", sagt Wöhrl. "Wir versuchen Marken aufzubauen und gehen einen langen Weg gemeinsam." Dieser sei wie eine Bergwanderung, wo es mal bergauf- und mal bergab gehe.

16.58 Uhr: "Nachhaltigkeit wird überlebensnotwendig für jedes Unternehmen sein", ist Hildegart Wortmann, Mitglied des Vorstands, Marketing und Vertrieb, von Audi, überzeugt. "Nachhaltigkeit ist kein Modetrend, das geht nicht wieder vorbei." Nachhaltigkeit müsse elementare Unternehmensstrategie sein. Man müsse das Thema also auch holistisch sehen. Über den gesamten Unternehmensprozess, die gesamte Value Chain, Lieferketten, muss auf Nachhaltigkeit umgestellt werden. "Ich bin überzeugt, dass Unternehmen, die nicht nach ESG-Kriterien wirtschaften in Kürze nicht mehr relevant sein werden", sagt Wortmann. 75 Prozent der Millenials würden ihre Marke aufgeben, wenn es ein nachhaltiges Alternativprodukt gibt. Bei den Babyboomern waren das nur knapp über 30 Prozent.

16.42 Uhr: Beim "Sustainability Summit" geht es um nachhaltige Transformation. "Jede Krise ist auch eine Chance", sagt Unternehmerin Dagmar Wöhrl. Die Krisen wie Corona und der Ukraine-Krieg haben laut Axel Kaufmann, CFOO der Nemetschek Group, gezeigt, dass man nicht zubequem werden soll und auch einmal die Pläne anpassen muss.

16.31 Uhr: Bei einem Side-Event in der Denkerstube läuft nun der DIN Round Table „Wer die Norm hat, hat den Markt: Zielgerichtete Standardisierung für eine nachhaltige Wirtschaft – Standardisierung als Strategie“. Das Panel moderiert Isabelle Körner von ntv.

16.27 Uhr: Falco Weidemeyer, Head of EY Parthenon EMEIA, gibt in seinem Impulsvortrag den zentralen Input für das folgende Gipfel-Panel, das die nachhaltige Transformation diskutiert. „Der nachhaltige Erfolg wird wichtiger“, sagt Weidemeyer. „Es braucht ein nebeneinander von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen. Nachhaltigkeit ist inzwischen ein Muss und kein freiwilliges Ziel mehr.“ Nachhaltigkeit sei auch kein Gängeln mehr. Es ist richtig verstanden ein Diversifizierungs- und Erfolgsfaktor. „Nachhaltigkeit ist eine riesige Chance“, resümiert Weidemeyer.

16.07 Uhr: Bei einem Side-Event in der Denkerstube findet aktuell die Verleihung des „SignsAwards“ statt. Preisträger sind Unternehmerin Dagmar Wöhrl sowie die Bosch-Gruppe, die jeweils für Social Leadership ausgezeichnet werden.

15.28 Uhr: Die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach wünscht sich, dass Pragmatismus auch von der Gesellschaft mehr ertragen wird. "Bei vielen Genehmigungen geht es ja auch darum, dass es dann eben für alle okay sein muss, wenn da einfach Mobilfunkmast hingestellt wird. Heißt: Wir müssen manche Sachen dann eben auch einfach mal mittragen", sagt sie. Auch wirbt sie für eine andere Fehlerkultur. "Wir können nicht von Politikern, von Verwaltung erwarten, dass die einfach mal machen, ausprobieren, sich etwas trauen, denn es ist nicht so einfach sich öffentlich dann hinzustellen und zu sagen, hat nicht geklappt." Hier brauche es eine andere Fehlerkultur in der Gesellschaft, "damit mutige Entscheidungen getroffen werden können, ohne gleich verurteilt zu werden, wenn etwas nicht funktioniert."

15.14 Uhr: Wachstum und Wohlstand digital weiterdenken, lautet das Thema der nächsten Diskussionsrunde. Ein Thema, bei dem Deutschland eine Menge Nachholbedarf hat. Sara Röser, Bundesvorsitzende „Die jungen Unternehmer“ sagt: „Eine junge Unternehmergeneration steht in den Startlöchern und wird ausgebremst. Andere Länder laufen uns den Rang ab, wir haben komplett veraltete Strukturen in Deutschland.“

„Wie kann es sein, dass wir immer noch mit Fax-Geräten hantieren, in einer der größten Volkswirtschaften der Welt.“, fragt Röser weiter. „Wir als Mittelstand stehen bereit für Investitionen, aber uns werden so viele Steine in den Weg gelegt.“ Sie fordert als Beispiel ein digitales Unternehmerkonto für digitale Behördengänge. „Warum ist es nicht möglich hierzulande wie in Estlan digital ein Unternehmen zu gründen?“, fragt sie und erntet viel Applaus im Saal. 

14.51 Uhr: Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telefom Deutschland, hält einen Impulsvortrag zum Thema "Digitaler Weckruf für eine nachhaltige Zukunft" Es gibt 1,4 Prozent des BIP an Investitionen in Digitalisierung, es bräuchte aber mindestens 5 Prozent, um aufzuholen. "Wir müssen jetzt in ein digitales Deutschland investieren", fordert Rickmann. Bei der Digitalisierung in Europa liegt Deutschland nur auf Platz 12. Zudem sei Digitalisierung ein Möglichmacher einer nachhaltigen Zukunft.

14.43 Uhr: Europapolitiker Weber spricht sich entschieden für Waffenliferungen aus: "Ich bin dezidiert der Meinung, der Ukraine die Waffen zu liefern, die sie braucht." Dieser Krieg sei ein größerer. Für Weber ist es eine Grundsatzfrage: Geht es um einen Konflikt, der uns betrifft, oder geht es um einen Konflikt, der die Nachbarn betrifft? "Die Ukrainer kämpfen unseren Kampf", betont er.

14.31 Uhr: Tichanowskaja wird live zugeschaltet. Als sie auf den Bildschirmen zu sehen ist, gibt es viel Applaus und Standing Ovations. Moderator Oliver Rolofs von der WEIMER MEDIA GROUP fragt, welche Unterstützung von Deutschland nötig ist. Tichanowskaja antwortet: Die Sanktionen, die es gegen Russland gibt, sollten auch auf Belarus übertragen werden. "Die Freiheit wird siegen", sagt sie auf Englisch.

14.19 Uhr: Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender der EVP im Europäischen Parlament, hält die Laudatio auf die beiden Preisträger. "Selenskyj war maßgeblich der Mann, der das Unmögliche möglich gemacht hat." Über Tichanowskaja sagt er: "Du wärst die Präsidentin von Belarus, wenn die Wahlen ordentlich geführt worden wären." Ihr Mann sitzt im Gefängnis, die Oppositionsführerin lebt mit ihren Kindern im Exil.

14.11 Uhr: In der Jury-Begründung zur Vergabe des „Freiheitspreises der Medien 2022“ heißt es: „Es sind Ukrainerinnen und Ukrainer, Belarussinnen und Belarussen, die in Osteuropa an der Front gegen das Böse, gegen Krieg und Tyrannei stehen und ihre, aber auch unsere Freiheit tapfer verteidigen. Mit Worten, mit Taten, mit großem Mut - und mit ihrem Leben. Deutschland, Europa und die Welt erleben eine Zeitenwende, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges einmal mehr über Frieden und Freiheit, über Wahrheit und Unrecht entscheidet. Und sie mahnt uns: Individuelle Freiheit, Demokratie und Wohlstand sind nicht selbstverständlich.“ Der Preis geht an Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und Swetlana Tichanowskaja, belarussische Oppositionsführerin.

14.02 Uhr: "Der Freiheitspreis der Medien 2022" wird vergeben. In diesem Jahr ist die Auszeichnung dem Freiheitskampf in Osteuropa gewigmet. "Wenn ein Regime nach außen einen brutalen Angriffskrieg führt, dann dürfen wir nicht warten, bis wir an der Reihe sind. Wir sind nicht unbeteiligt", sagte Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, in ihrer Einführung zum Freiheitspreis. Denn der Krieg werde gegen die Freiheit und die Menschlichkeit geführt. Die Politikerin gab zu: "Wir haben uns in Putin getäuscht." Heldenmut beweise der, der sich gegen Putin und Lukaschenko stellt. "Heldenmut zeichnet den Preisträger und die Preisträgerin des Freiheitspreises der Medien aus", ergänzte Aigner. Die ganze Welt verneige sich vor ihnen. Krieg in der Ukraine und wütende Diktatoren: Hier werden alle hereingezogen, sodass es schwer bleibe, zuversichtlich zu sein. "Unser gemeinsames Ziel als Verbündete ist es schlicht die Freiheit zu verteidigen."

12.38 Uhr: Der Münchner IHK-Präsident Lutz kommt nochmal auf das Thema Gas zurück: Wenn wir jetzt die Lieferungen stoppen würden und uns die Industrie um die Ohren fliege, da frage er sich: „Ist die Bundesregierung überhaupt legitimiert so eine Maßnahme durchzuführen?“ Scholz mache gerade vieles richtig, lobt er den SPD-Kanzler.

12.31 Uhr: „Setzt auf Kernkraft!“ Greg Hands, Minister für Energie in Großbritannien, empfiehlt Deutschland die Atomkraft auszubauen. „Wir haben das in Großbritannien vor“, sagte er. „Unser Ziel sind 25 Prozent unseres Strombedarfs bis 2040 aus Kernkraft zu decken. Ich empfehle das unseren Partnern. Kernkraft ist ein Teil der Lösung.“ Lutz stimmt ihm zu: „Die Bundesregierung wäre gut beraten, dass die drei verblieben Kraftwerke noch länger laufen.“

12.17 Uhr: Der oberbayerische IHK-Präsident und Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Josef Lutz, hält einen Ausstieg aus russischem Gas kurzfristig für unmöglich. „Wir bekommen da nicht nur Probleme in der Glasproduktion, wir werden Probleme in der grundlegenden Versorgung bekommen, in der Nahrungsmittelversorgung“, warnte er. Ab dem ersten Quartal 2023 würden die Deutschen das im Fall der Fälle erheblich spüren. Es gehe dann auch um die Produktion von Grundnahrungsmitteln wie Fleisch, Käse und vielen mehr. Der aktuelle Status lasse einen Ausstieg aus russischem Gas „überhaupt nicht zu“. Er schlage vor, dass all die Volkswirte, die jetzt hier irgendwelche Prognosen abgeben würden, mit ihrem persönlichen Privatvermögen haften, wenn diese dann nicht eintreten würden, echauffierte sich der Firmenlenker.

12.08 Uhr: Das derzeit dominante Thema neben dem eigentlich Krieg Russlands in der Ukraine: Die Energieversorgung der Zukunft. Wie schaffen wir in Deutschland Energiesicherheit? Die nächste Expertenrunde auf dem Gipfel sucht nach Antworten. Einen ersten Input liefert per Live-Schalte die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer – und legt den Finger gleich in die Wunde. „Was wir feststellen: es gibt fossile Energie nicht ohne Menschenrechtsverletzung. Putin ist nicht der einzige Autokrat auf der Welt. In Zeiten, wo fossile Energien immer auch Waffen sind, müssen wir davon wegkommen“, fordert sie. Man müsse jetzt konsequent und ehrlich handeln. „Jetzt ist anzuerkennen wie dramatisch die Energiewende in den letzten Jahren blockiert wurde mit katastrophalen Konsequenzen.“
„Wenn wir jetzt losziehen und fossile Energien von anderen Autokraten einkaufen, schließen wir die Augen“, sagt Neubauer. Es wäre wirklich gut, wenn sich die Leute umschauen würden und sich fragten: „Wo sind die wirklichen Expertenmeinungen? Und wo werden verstaubte Ideen aus der Vergangenheit ausgegraben?

11.56 Uhr: In "Weimers Klartext" spricht Verleger Wolfram Weimer nun mit Greg Hands, Minister for Energy, Clean Growth and Climate Change in UK. "Putin muss diesen Krieg verlieren", betont Hands. Es sei nicht nur eine Frage von Solidarität. Man müsse zeigen, dass Aggressivität keine Chance habe. Die britische Regierung arbeite dafür eng mit der deutschen Regierung zusammen. Ob sich diese Zusammenarbeit auf eine Rückabwicklung des Brexits auswirkt, möchte Weimer wissen. "Das Vorhaben war nie, sich von Deutschland und der EU zu entfernen, wir wollten nur nicht mehr in der EU sein", betont Hands. Es gehe darum, in der Zukunft weiter zusammen zu arbeiten als gleichberechtigte Partner. Das sehe man auch in der Krise.

11.33 Uhr: Der SignsAward in der Kategorie "Social Leadership - Wissenschaft" geht an Özlem Türeci und Ugur Sahin, die beiden BioNTech-Gründer. Die Preisverleihung fand vor wenigen Tagen in der BioNTech-Zentrale in Mainz statt. Die Laudatio hielt Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung von Sanofi-Aventis Deutschland. Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel wird die Aufzeichnung nun gezeigt. Der Impfstoff aus dem Haus BioNTech/Pfizer hat Millionen vor Tod und langwierigen Krankheiten durch Covid-19 bewahrt. Mit dem mRNA-Impfstoff retteten die beiden Forscher nicht nur Leben, sondern eröffneten mit der Grundlagenforschung ein völlig neues Terrain der mRNA-basierten Medizin. Der SignsAward für herausragende wissenschaftliche Leistungen sowie für die maßgebliche Mitentwicklung des Corona-Impfstoffes geht daher an Türeci und Sahin.

11.10 Uhr: Wasserstoff hat trotz seiner Risiken und Nebenwirkungen eine Zukunft. Horst Bardehle, CEO von Waldaschaff Automotive, geht von einer zügigen Entwicklung aus. Auch Audi-Chef Duesmann sieht beim Wasserstoff eine kommerzielle Zukunft.

10.36 Uhr: "Unsere Sorge ist, dass die Elektromobiltät als Allheilmittel gesehen wird", sagt Olivier Reppert, CEO von Share Now. Der Mix der Mobilität und das Wie seien entscheidend. Audi-Chef Duesmann ergänzt, dass viele Kunden weiter ein eigenes Auto haben wollen, "Carsharing aber in der Zukunft eine größere Rolle spielen wird". Michael Wurmser, Gründer von Norge Mining, fordert von den Autobauern, dass diese auch vertikal denken. So müsse man vor allem bei der Batterieproduktion den Co2-Fußabdruck im Blick haben und auch die Rohstoffe produktionsnah beziehen. "Eine Batterie, die man in einem Auto hat, das grün ist, ist schon etwas problembeladen", sagt Wurmser. "Aber es gibt keine Alternative im Moment." Wenn man die Umwelt schützen möchte, müsse man dort ansetzen, wo der Rohstoff aus dem Boden kommt, oder für Alternativen sorgen. Reitz fragt, ob diese Diskussion der Problem-Batterien überhaupt oben ankommt bei der Auto-Industrie? Duesmann betont, dass das Rohstoffproblem durchaus präsent sei und berabeitet werde. Duesmann sieht Hybrid-Autos als gute Brückentechnologie, die aber bald ausläuft.

10.26 Uhr: Moderator Ulrich Reitz von ntv fragt, ob die Auto-Experten des "Mobilitätspanels" auch die Risiken der Elektromobilität im Blick haben, da sie alle diese Mobilität im Geschäftsprogramm stehen haben. "Wir haben das Risiko der Parallelitär, sagt Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender von BP Europa. So gebe es einmal die fossile Bestandsflotte und dann einmal die neue elektrische Flotte. Die Folge: "Die Tankstelle wird auch Zukunft haben."

10.22 Uhr: "Dieser Krieg verändert die Welt nachhaltig. Egal, wann er endet", sagt Duesmann. Deshalb müssen wir uns schon jetzt auf unterschiedliche Zukunftsszenarien vorbereiten und den Klimawandel nicht vergessen. Automobilhersteller seien ein wichtiger Teil dieses Prozesses.

10.19 Uhr: "Alle Technologien haben ihre Berechtigung, aber nicht in jedem Sektor", betont Duesmann. Die Deutschen müssen für Technologieklarheit sorgen, gemeinsam mit der Politik. Ab 2026 bringt Audi zum Beispiel nur noch rein elektrische Autos auf den Markt. "Neben Technologieklarheit brauchen wir aber auch eine Zielklarheit." Dazu zählt unter anderem der Ausbau der Schnelladepunkte.

10.14 Uhr: Markus Duesmann, Vorstandsvorsitzender von Audi, blickt auf nachhaltige Mobilität. "Wir sind wie Junkies abhängig von Öl, Kohle und Gas", sagt Duesmann. Die Senkung der Kraftstoffpreise helfe aber nicht unserem eigentlichen Ziel, den fossilen Energien zu entsagen. Er findet den Begriff "Dekarbonisierung" übrigens missverständlich und nutzt daher den Begriff der "Defossibilisierung". "Wir haben jetzt die Möglichkeit, Weltmarktführer für E-Mobilität und neue Technologien zu werden", sagt er. Die europäische Politik braucht ein fixes Enddatum, nämlich 2040, um auf fossile Energien zu verzichten. In Europa brauchen wir laut Duesmann rund 30 Prozent der Energie im Verkehrssektor, was ein unglaubliches Potenzial darstelle.

09.56 Uhr: Johann-Dietrich Wörner, Präsident von acatech, fragt in seinem Vortrag "Die Zukunft liegt im Weltraum?. Von öffentlicher hin zu kommerzieller Raumfahrt gibt es viele Themen, die sich in Richtung Kommerzialisierung bewegen. "Die Kommerzialisierung des Weltalls ist sehr gut", sagt Wörner. Die Raumfahrt kann die Motivationskette beeinflussen, Raumfahrt fasziniert. Deshalb glaubt er: "Eine Zukunft liegt im Weltraum!"

09.46 Uhr: Zukunftsforscher Prof. Dr. Ulrich Reinhardt übernimmt in einem Impulsvortrag die Rolle des Mutmachers: „Nicht in der Vergangenheit war alles besser, in der Zukunft wird alles besser“, sagt er und belegt die These mit Zahlen. Er vergleicht das Jahr 1990 mit 2021. Die extreme Armut sei reduziert worden, die Kindersterblichkeit auch. Kriegerische Konflikte hätten von 63 auf 29 abgenommen. Der Nettoverdienst in Deutschland habe sich fast verdoppelt. Die Arbeitslosgkeit halbiert. „Warum schauen wir trotzdem so negativ auf die Welt?“, fragt er? Weil wir immer das Smartphone dabei hätten, meint Reinhardt. „Wir haben Panik vor Langeweile.“ Und „Bad News are Good News“. Wenn etwas schlecht laufe, würden über Medien schlicht mehr Leute erreicht. „Es wird eher über die Insolvenz als über die innovative Erfindung berichtet.“

09.37 Uhr: Globalisierung müssten wir neu denken, sagt Klingbeil. „Pandemie und Krieg zeigen, dass uns Globalisierung auch verletzlich macht. Wir stehen an manchen Stellen auf wackligen Pfeilern.“ Frieden sei zudem nicht selbstverständlich. „Wir müssen aktiv für ihn arbeiten.“ Jetzt sei der Krieg zurück an den Küchentischen in Deutschland. „Wir müssen Frieden- und Sicherheitspolitik im Land neu aufstellen. Zu lange haben wir auf internationales Recht, dass das alles respektiert wird, vertraut. Wir haben Investitionen in unsere eigene Sicherheit vernachlässigt.“ Deutschland müsse jederzeit in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen.

09.34 Uhr: Klingbeil fordert ein Ende der Abhängigkeit von China. „Das muss beendet werden“. Wandel durch Handel, dieses Konzept sei gescheitert. „Wir müssen das transatlantische Bündnis stärken.“ Putin habe mit seinem Angriffskrieg das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte. Er haben den Westen revitalisiert. „Unsere Verantwortung ist es daraus jetzt etwas zu machen.“ Der Westen sei wiedererstarkt. Jetzt, so Klingbeil, sei die Chance „aus dem transatlantischen Bündnis wieder mehr zu machen.“ 

09.28 Uhr: „Mir sind politische Debatten in diesen Zeiten häufig zu moralisch“, sagt der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil. Emotionalität sei kein guter Ratgeber für politische Entscheidungen. „Ich warne davor, es sich zu einfach machen, bei komplexen Entscheidungen.“ Er höre Sätze wie, man müsse Russland nur aus Swift rauswerfen, nur den Gashahn zudrehen, und jetzt müsse nur der Leopard 2 durch die Ukraine rollen, dann werde alles besser. Er verstehe solche Forderungen, aber er erwarte von Entscheidungsträgern, dass sie auch den zweiten Schritt bedenken. In seinem Wahlkreis fragten ihn die Leute: „Lieber Lars, können wir es verhindern in den 3. Weltkrieg hineinzurutschen?“ Deutschland dürfe nicht in ein Abenteuer gehen.  „Wir haben auch eine Verantwortung für Deutschland, wir müssen verhindern, dass wir Kriegspartei werden.“

09.15 Uhr: Verleger Wolfram Weimer eröffnet Tag Zwei. Und blickt kurz zurück auf den Gipfel des vergangenen Jahrwa, als wenige Monate vor der Bundestagswahl noch niemand einen Wahlsieg der SPD auf dem Schirm hatte, außer Lars Klingbeil selbstverständlich. Er sollte Recht behalten. „Das Comeback der SPD ist die größte Auferstehungsgeschichte seit Lazarus“, sagt Weimer – und begrüßt damit den SPD-Chef, der die Bühne betritt.

Freitag: 08.48 Uhr: Noch ist Zeit für einen Morgenkaffee am See. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen aber schon auf Hochtouren. Gleich startet der zweite Tag des Gipfels mit Verleger Wolfram Weimer und dem SPD-Bundesvorsitzenden Lars Klingbeil. Weitere Höhepunkte des Tages sind unter anderem die Verleihung des Freiheitspreises der Medien an Wolodymyr Selenskyj, Swetlana Tichanowskaja und Marina Owsjannikowa sowie der Auftirtt von CDU-Chef Friedrich Merz am Nachmittag.

 

 

Tag zwei, Freitag

 

18.49 Uhr: Als letzter Programmpunkt des ersten Gipfeltages wird der ZfK-NachhaltigkeitsAward verliehen. Die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) würdigt mit einem "Preis der Redaktion" sowie "Leserpreisen" in mehreren Kategorien besonders nachhaltige kommunale Initiativen.

 

18.36 Uhr: Beim Speaker Slam "Krisenkontinent Europa? Wie kommt Europa wieder zu Sicherheit und alter Stärke?" berichtet Horst Teltschik, Architekt der Deutschen Einheit, dass er beim ersten Ludwig-Erhard-Gipfel die Laudatio auf Michail Gorbatschow gehalten habe, der damals den "Freiheitspreis der Medien" erhalten hatte. Damals sei er voller Hoffnung gewesen. Heute ist die Euphorie angesichts des Krieges gewichen und Teltschik resümiert: "Europa hat viele Chancen nicht genutzt." Er wehrte sich dagegen, Russland generell zu verteufeln. Die Europäer und Amerikaner "haben viel dazu beigetragen", dass die Situation mit Russland so ist, wie sie jetzt ist.

 

18.19 Uhr: Wie machen wir Demokratie stärker, fragt Gottlieb. „Wir haben daran gedacht, dass sich unser Lebensmodell ausbreitet, das war ein falscher Gedanke, es ist nicht gottgegeben, dass das, was nach 1945 aufgebaut wurde, so ist, wie es ist“, antwortet Schallenberg. Wir müssen realistischer und pragmatischer sein. Aber: „Wir müssen uns auch helfen. Hier ist der Westen, hier sind unsere Werte, und die verteidigen wir – das muss unsere Einstellung sein.“

 

18.13 Uhr: Im Gespräch mit Sigmund Gottlieb wählt Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg drastische Worte mit Blick auf das Kriegsgeschehen in der Ukraine. „Es muss uns allen klar sein, dass es noch schlimmer wird, bevor es besser wird. Wir haben eine völlige Wucht des russischen Angriffs auf den Osten der Ukraine“, mahnt er. Er befürchte weiter schreckliche Bilder und zunehmende Brutalität. Zur Situation, in der sich sein Land und Europa gerade befindet sagt er: „Wir erleben gerade eine Schocktherapie, es ist wie ein Erdbeben und noch bebt die Erde. Die Welt wird nicht mehr dieselbe sein. Es sind tektonische Plattenbewegungen, die wir hier beobachten können.“ Was er allerdings auch erlebe, sei eine neue „transatlantische Einigkeit“, ein „geostrategisches Aufwachen“. Er hoffe, dies sei nicht nur eine Momentaufnahme.

 

17.52 Uhr: Einen Blick von außen wagt Sabine Monauni, Wirtschafts- und Umweltministerin des Fürstentums Liechtenstein, in ihrer Impulsrede. Der Kleinstaat "nutzt seine Kleinheit" laut Monauni, um Brücken zu bauen. Zudem seien angesichts der globalen Herausforderungen alle europäischen Länder kleine Länder, was man sich in Krisenzeiten bewusst machen müsse. Liechtenstein sei einer der größten Verfechter der internationalen Ordnung, wo nicht das Recht des Stärkeren gelte. Auch die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland sind sehr ausgeprägt. Sie forderte, sich von "zwielichtigen Ländern" wie Russland unabhängig zu machen, auch wenn dies seinen Preis hat. "Ein Gas-Embargo macht aber nur Sinn, wenn wir das langfristig auch durchstehen." Liechtenstein trage die verhängten Sanktionen gegen Russland aber voll mit. Auch dem Klimawandel gelte es entschieden entgegenzutreten - und zwar schnell.

 

17.32 Uhr: Die Managerin Janina Kugel prangert die Doppelmoral vieler Menschen und Unternehmen hierzulande an, wenn es darum die Soziale Marktwirtschaft verteidigen zu wollen. "Es wird gerne moralisch über Demokratie gesprochen. Gehandelt und gewirtschaftet wird trotzdem weiter wie bisher. Die Transparenz und Ehrlichkeit haben wir nicht nachhaltig."

 

17.10 Uhr: Wohin entwickelt sich die digital-ökologische soziale Marktwirtschaft, fragt das nächste Panel auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel. Auf der Bühne: Autorin und Multi-Aufsichtsrätin Janina Kugel, Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender, DATEV eG, Dr. Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender, Versicherungskammer Bayern und Christoph Winterhalter, Vorstandvorsitzender, DIN e.V.

 

16.59 Uhr: Philipp Lahm und Célia Šašic sind zu Gast auf der Bühne. Beide vermarkten die UEFA EURO 2024 in Deutschland. Lahm als Turnierdirektor, Šašic als Botschafterin. Lahm kündigt wenig überraschend „eine hochkarätige Euromeisterschaft“ an. Es geht darüber hinaus um die politische Seite und Verantwortung des Sports. „Es geht natürlich auch darum deutlich zu machen, das Demokratie nicht unbedingt die schlechteste Lebensform ist“, sagt Šašic. Beide brechen eine Lanze für den Amateursport. „Eigentlich ist es Sozialarbeit, die da geleistet wird“, sagt Lahm. Amateursport sei eine wichtige Arbeit für die Gesellschaft.

 

16.31 Uhr: „Wann wird der Quantencomputer, das erste Mal, das was sie an IT kennen, völlig überflügeln?“, fragt Florian Berger, Global Vice President IBM. „Wir tun uns schwer mit Vorstellungen, wie wir mit exponentieller Entwicklung umgehen. Wenn der Mensch 16 Kilometer geradeaus fährt, denkt er, es geht weiter geradeaus. Wir merken dabei nicht, wie uns unsere eigene Marktwirtschaft unter dem Hintern weggleitet.“

 

16.25 Uhr: Der bayerische Staatssekretär Roland Weigert hält die EU-Taxonomie zur Nachhaltigkeit für Planwirtschaft. „Das ist Teufelszeug“, sagte er. Dies würde beispielsweise zur kompletten Austrocknung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Deutschland führen, warnte er.
Die EU-Taxonomie definiert, welche Wirtschaftstätigkeiten als ökologisch nachhaltig angesehen werden. „Dieser Ansatz der Taxonomie birgt wirklich sehr hohe Risiken“, stimmte ihm ifo-Präsident Fuest zu. Es sei ein völlig statischer Ansatz. „Wir haben es hier mit binärer Klassifizierung zu tun, es geht um nachhaltig oder nicht nachhaltig.“ Diese Taxonomie sei eine Einladung zur Lobbyarbeit, sagte er. „Das Zertifizieren von Bürokratie ist ein Geschäftsmodell.“

 

15.56 Uhr: ifo-Präsident Clemens Fuest fordert: „Wir brauchen kreative Zerstörung.“ Innovation bedeute Veränderung, bedeute Zerstörung von Unternehmen. Aber das gehöre dazu. „Wir tun uns schwer, sind ein Land mit hohem Wohlstandsniveau und hohem Bedürfnis nach Sicherheit, das passt nicht so recht zu Innovation“, erklärte Fuest. Aber: „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Rahmenbedingungen für kreative Zerstörung schaffen, wir müssen diesen Prozess ermöglichen, wir müssen uns damit auseinandersetzen, dass Innovation auch schmerzhaft sein kann.“ Dazu brauche es dann aber auch mal mehr Investoren, die in mehr als in einen Blue Chip oder die Staatsanleihe investieren.

 

15.42 Uhr: Aiwanger vertritt zum Ukraine-Krieg eine klare Position: Ukraine unterstützen ja, aber nicht die Energie blockieren. "Diese Einbußen könnten wir nicht auffangen. Wir würden wirtschaftlich an die Wand gefahren, dass es sich gewaschen hat", sagt Aiwanger. Trotzdem forderte der, Minister sich energieunabhängig zu machen. "Mit Wasserstoff werden wir die ökologische und wirtschaftliche Transformation hinbekommen." Er möchte aber auch noch eine andere Botschaft loswerden: "Es ist für Deutschland nicht der richtige Weeg, wenn wir jetzt den Eisernen Vorhang runterlassen." Man brauche Russland als Handelspartner, natürlich nicht mit einem Putin-Regime, aber es werde eine Zeit nach Putin geben. Dazu brauche es auch eine europäische Friedensordnung.

 

15.36 Uhr: Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger hält eine Impulsrede zum Thema "Innovationen anschieben - Transformation anpacken - Wohlstand absichern". "Wir müssen den Menschen wieder Licht am Ende des Tunnels bieten, damit sie anpacken", sagt der Politiker der Freien Wähler. Er sieht die drei Begriffe Innovation, Transformation und Wohlstand eng miteinander verbunden.

 

15.14 Uhr: Moderator Specht möchte von Bundesgesundheitsminister Lauterbach wissen, wie man das Dilemma löst: Auf der einen Seite mehr Wertschätzung für die Gesundheit und auf der anderen Seite die damit verbundenen Mehrkosten. "Es ist immer eine Kosten-Nutzen-Abwägung und keine leichte Diskussion", betont Lauterbach. Deutschland müsse laut Michael Sen, CEO von Fresenius Kabi, Schlüsselthemen identifizieren, um eine Wertschöpfung zu erzeugen: Biosimilars, Zelltherapie und eine KI getriebene Versorgung wären hier mögliche Ansätz für eine Versorgungssicherheit. Maas betont, dass Forschung immer  Geld kostet. Um diese Forschung zu finanzieren, brauche man auch gerechte Preise für Arzneimittel. Jochen Schmitz, CFO von Siemens Healthineers, warnte indessen davor, nur auf die Kosten zu schielen. Das sei zwar einfacher, aber nicht zielführend für den One-health-Ansatz.

 

14.43 Uhr: Zum Schluss seines Vortrags richtete Maas noch einen Appell in Sachen Natur- und Artenschutz an das Publikum: „Von 22 Antibiotika sind 18 Naturstoffe, die also tatsächlich aus der Natur kommen, mit jeder Art, die stirbt, schwindet auch die Chance für den Menschen Medikamente zu entwickeln“, mahnte er. 

 

14.36 Uhr: Für die Pharmaindustrie wünscht sich Maas neue Investitionsanreize. „Stellen Sie sich vor, wir wollen als Pharmafirma ein neues Antibiotika entwickeln, das ein bis zwei Milliarden Euro kostet, dann aber möglichst selten eingesetzt werden soll, das macht betriebswirtschaftlich keinen Sinn.“ Er spielte damit auf die kaum mehr vorhandene Antibiotika-Forschung in Deutschland an. Auch brauche es mehr Public-Private-Partnerships, Zusammenarbeit zwischen Universitäten und kleinen Biotech-Unternehmen. Die Entwicklung des Coronaimpfstoffs in Mainz und eines der wohl besten Coronamedikamente in Freiburg zeige, dass Deutschland sich nicht verstecken brauche.

 

14.23 Uhr: Was haben wir aus der Corona-Pandemie gelernt? Dass wir offen für Technologie sein müssen, fordert Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Sanofi Aventis Deutschland. „Wir sind in Deutschland ein Land, das Technologien verurteilt“, sagte Maas im Rahmen seines Vortrags auf dem Gipfel. Das klassische Beispiel sei Gentechnik. „Es hätte keinen einzigen Impfstoff heute gegeben ohne Gentechnik.“ Technologie zu verurteilen sei das schlimmste, was man machen könne. „Warum verurteilen wir Technologien, bevor wir überhaupt erst erkennen welche Chancen sie bietet?“

 

14.13 Uhr: In manchen Punkten sei Deutschland in der Pandemie gut aufgestellt gewesen, in manchen nicht. Erfolgreich war die Impfstoffentwicklung. Nicht die Erwartungen erfüllt habe laut Lauterbach die klinische Forschung, die in Deutschland nicht das Niveau der Grundlagenforschung und der pharmazeutischen Entwicklung hatte.

 

13.55 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird jetzt live zum Ludwig-Erhard-Gipfel zugeschaltet. Im letzten Jahr machte Lauterbach beim Gipfel den Deutschen Mut und versprach damals "einen Sommer der Befreiung". Ob er in diesem Jahr ähnlich positive Nachrichtenfür die Gipfel-Gäste hat, möchte Verlegerin Christiane Goetz wissen. Die hatte der Minister: "Der Peak der Omikron-Welle ist überwunden", sagt Lauterbach. Die Hospitalisierungsrate sei rückläufig, es gebe aber mit rund 300 noch viele Todesfälle am Tag, von denen viele ohne Covid-19 nicht gestorben wären. Deutschland sei aber im Vergleich zu vielen anderen Ländern bezogen auf die Sterbefälle besser durch die Pandemie gekommen. In vielen Ländern sei die Sterblichkeit durch Corona unterschätzt worden. In Deutschland allein sind rund 200.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Für den Herbst rechnet Lauterbach mit neuen Infektiondwellen. Auffällig sei, dass die Wellen in immer kürzeren Abständen kommen. Er weiß, dass er unangenehme Wahrheiten ausspreche. "Aber dafür werde ich bezahlt", sagt der Politiker. Vor allem die Über 60-Jährigen und Ungeimpften seien im Herbst gefährdet.

 

12.52 Uhr: Und was ist vor dem Hintergrund von Krieg und Nachhaltigkeit mit den Kryptowährungen? "Der Bitcoin kann kein Zahlungsmittel für alle sein. Er ist ein Investitionsobjekt", ist Niehage von FlatexDegiro überzeugt. Dafür wäre der Bitcoin alleine gar nicht tauglich. Zudem werde der Bitcoin auch mitunter noch im Darknet verwendet und sei damit zu kriminell vorbelastet. Im Zuge der Nachhaltigkeitsdebatte verstand Nicole Handschuher, Geschäftsführerin von LHI Leasing, nicht, warum bei der Nachhaltigkeitsfrage immer an den Bitcoin gedacht werde. Sie vermisste Immobilien und nachhaltige Energien als Investment in der Diskussion. Nachhaltiges Investieren bedeutet für Niehage ein Streuen in allen Anlageklassen.

 

12.41 Uhr: Für Marc Friedrich hat die "Just-in time-Wirtschaft" Brüche bekommen. Russland war für ihn "hoffentlich ein mahnendes Beispiel", auch im Hinblick auf China, dass man sich nicht zu sehr in Abhängigkeiten begibt. Man muss darauf achten, wenn man man mit einer Diktatur zusammenarbeitet. "Die Zeiten sind vorbei, dass man mit allen Geschäfte macht und sich damit durchlaviert", betont der Finanzexperte. Afrika und die arabische Welt, die sich nicht an den aktuellen Sanktionen gegen Russland beteiligen, profitieren nun. Doch wie soll der Anleger nun auf die Ukraine-Krise reagieren? Er würde "genau das Gegenteil von dem machen, was die Notenbanken machen". "Wir erleben das Ende unseres Geldsystems." Darüber lasse sich natürlich vortrefflich streiten.

 

12.32 Uhr: "Welche Rolle spielt Bargeld vor diesem Hintergrund noch?", möchte Moderatorin Körner wissen. Im praktischen Leben wird laut Niehage auf Bargeld nicht zu verzichten sein. Dass die Politik es reglementieren möchte, im Sinne der Krimininalitätsbekämpfung, dafür habe man Verständnis. Es wäre aber falsch im Hinblick auf die Bürger, wenn es kein Bargeld mehr gibt.

 

12.24 Uhr: Auch wenn die aktuellen Krisen wie Corona und der Ukraine-Krieg die Menschen erschüttern: "Sie fördern die Volatilität", sagt Frank Niehage, CEO von FlatexDegiro. Viele Menschen seien benachteiligt durch Krisen, es gebe aber auch viele, die letztlich bei ihren Investments davon profitieren. Ein Betreiber der Finanzplattform habe es letztlich dem Kunden selbst zu überlassen, ob er Rüstungs- und Gamestopp-Aktien kaufe.

 

12.17 Uhr: Die Zukunft des Finanzmarkts liegt für Georg Kell, Chairman der Arabesque Group, bei Digitalisierung und Dekarbonisierung. Gerade diese beiden Trends sieht Moderatorin Körner allerdings durch die aktuellen Krisen in Gefahr.

 

12.13 Uhr: "Mit welchen Szenarien agieren Sie derzeit?", fragt Körner. Carsten Klude, Chef-Volkswirt von M.M. Warburg sieht dabei als größtes Problem, dass der Begriff "Nachhaltigkeit" selbst gar nicht nachhaltig ist. Es verändere sich laufend, was eigentlich nachhaltig ist, ebenso wie die Rahmenbedingungen von Nachhaltigkeit. Die nachhaltigen Investments haben sich die letzten drei Jahre bislang besser entwickelt als die nicht-nachhaltigen. Seit Beginn des Jahres sei jedoch anders. Jeder müsse daher zunächst sein eigenes Wertgerüst hinterfragen.

 

12.02 Uhr: Laut Robert Urtheil, Managing Director bei AlixPartners, haben die Banken aus den vielen Krisen der vergangenen Jahre gelernt und müssen nun liefern. Dies gelte auch für das Stichwort Nachhaltigkeit. So müsse man zum Beispiel aufhören Tankerflotten zu finanzieren.

 

11.57 Uhr: Der Finanzgipfel beginnt. Auf diesem Panel sprechen Experten der Finanzbranche über die diversen Krisen am Finanzmarkt. Neben der Diskussion, die Isabelle Körner von ntv moderiert, bezieht Finanzbuchautor Marc Friedrich über eine Intervention Stellung.

 

11.43 Uhr: Nun spricht Marion Höllinger, Vorstand Privatkunden der HypoVereinbank" zum Thema: "Kein Banking ohne ESG - Nachhaltigkeit als ein zentrales Leitmotiv". Frieden und Nachhaltihkeit seien keine "Nice-to-have-Themen" mehr, sondern eng mit der Demokratie und unseren Werten verbunden. Klimakrise, Ukraine-Krise, Corona-Krise: "So viel Krise wie jetzt war noch nie", sagt Höllinger. Nachhaltigkeit sei bereits voll in das Beratungs- und Produktangebot der Bank integriert. Zudem verringert die HypoVereinsbank auch selbst unter anderem ihre Treibhausgasemissionen.

 

11.23 Uhr: Es läuft "Weimers Klartext" mit Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen (FDP). Das Interview mit Lindner wurde im Vorfeld des Gipfels aufgezeichnet, da der Politiker ursprünglich an einem Termin teilgenommen hätte, nun aber an Corona erkrankt ist.

 

10.59 Uhr: Im Hinblick auf Deutschlands Abhängigkeit von russischem Gas warnt BDI-Präsident Russwurm: „Wir sollten alle Energie darauf verwenden möglichst schnell aus dieser Abhängigkeit herauszukommen.“ Es gebe zwei Enden einer Pipeline, sagte er. Damit sei ein abgedrehter Gashahn auch nach wie vor ein Druckmittel Russlands. Vergessen dürfte man auch nicht, dass ein Pipeline ein durchaus „vulnerabeles Konstrukt“ sei. „Stellen Sie sich einmal einen verzweifelten ukrainischen Familienvater vor. Mit 100 Gramm C4 an der richtigen Stelle kann man einiges anrichten.“

 

10.51 Uhr: Verzögert sich die angekündigte Erholung der deutschen Wirtschaft weiter? „In dem Moment, wo in China die Nachfrage einbricht, werden wir Probleme haben unsere Produkte dort zu verkaufen“, warnt Wirtschaftsprofessorin Schnitzer. Hinzu kämen die Produktionsschwierigkeiten aufgrund der Lockdowns dort. „Wir werden hier einen negativen Einfluss auf unser Wachstum haben.“ Außerdem sagte sie: „Die Erwartungen, dass die Pandemie bei uns vorbei ist, ist zu optimistisch. Es ist nicht auszuschließen, dass es ab Herbst wieder Einschränkungen gibt.“ Die Folge: Es könnte noch dauern, bis die deutsche Wirtschaft wieder auf Vorkrisenniveau läuft. Bereits 2021 wäre Vorkrisenniveau erreicht gewesen ohne Lieferkettenprobleme, so Schnitzer. Nun verzögere sich die Erholung weiter, auch ohne Rohstoffembargo gegenüber Russland, welches noch im Raum stehe.

 

10.40 Uhr: BDI-Präsident Siegfried Russwurm warnt Deutschland eindringlich vor „Ausschließeritis“. „Wenn wir uns vornehmen würden, nur mit liberalen Demokratien Handel zu betreiben, könnte das für die Exportnation Deutschland eng werden. Wir müssen uns die Frage stellen, wo sind unsere roten Linien. Man müsse mit den Realitäten der Welt umgehen. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt, funktioniere nicht. Man wisse nicht, wie die Zukunft aussehe. „Das China vor Xi Jinping war ein anderes China, als das China, das wir jetzt sehen“, sagte er. Das könne sich auch wieder ändern, man dürfe China nicht abschreiben. Und wer wisse schon, was mit Russland in einigen Jahren sei? „Wenn wir nun beginnen Russland, Russlands Vasallenstaaten, China, den mittleren Osten, dann Brasilien, weil Bolsonaro den Regenwald zerstört, nacheinander auszuschließen, dann wird es für die Exportnation Deutschland sehr einsam werden.“

 

10.23 Uhr: Droht der Globalisierung infolge der Pandemie und des Krieges in Europa eine Vollbremsung? Nein, aber man werde eine andere Globalisierung sehen, glaubt die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. "Es wird nach wie vor Globalisierung geben. Aber wir müssen resilienter werden. Der schnelle Euro, wie früher, ist nicht mehr möglich." 

 

10.18 Uhr: Bayer-CEO Werner Baumann warnt vor dem Hintergrund des Kriegs in Ukraine vor einer "signifikanten Hungerkrise". In Deutschland habe man gewissermaßen ein Luxusproblem, hier werde es nur teurer für die Menschen. Anderswo werde sich die Zahl der Menschen, die an Hunger leiden, deutlich vergrößern. Die ohnehin angespannte Situation werde sich verschärfen. Die Ukraine und Russland stehen zusammen für etwa ein Viertel der globalen Weizenexporte.

 

10.10 Uhr: Das erste Gipfel-Panel beginnt. Und ist gleich hochkarätig besetzt. Unter anderem diskutieren Werner Baumann, Vorstandvorsitzender von Bayer, Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie und die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer die „Neuvermessung der Weltwirtschaft“.

 

10.02 Uhr: Gauck kann Bundeskanzler Olaf Scholz und seine Haltung "nicht so gut verstehen". Obwohl er ihm als ebenfalls Norddeutschen prinzipiell nahesteht. "Deutschlands Haltung ist keine zukunftsorientierte politische Haltung." Die Angst vor dem Wirtschaftseinbruch sei größer als die Angst vor einem Despoten. "Welches Deutschland wollen wir sein?, fragt Gauck. Wenn wir die Wirtschaft schützen, zahlen wir mittelfristig teurer dafür als sich gegen Putin zu verteidigen. Deutschland fühle sich in einer unglaublichen Sicherheit. "Lasten zu tragen, haben wir nicht eingeübt." Die Demokratie brauche daher Elemente der inneren Ertüchtigung. "Wir sind an einer Zeitenwende". Gauck sagt voller Hoffnung: "Wir vermögen Größeres zu schultern, als das was uns vor Augen steht."

 

09.53 Uhr: Der neodespotische Anspruch Putins stößt laut Gauck auf einen geschwächten Westen. Hinzu kommen Gesellschaftsmodelle, die dem Despotismus zugeneigt sind. Die Deutschen müssen wenigstens das Menschenmögliche tun und eine innere Glaubwürdigkeit finden. Eine Nation, die nicht an sich glaubt, sei ein leichtes Opfer einer Nation, die nach Machterweiterung strebt.

 

09.50 Uhr: Wolfram Weimer kündigt "einen Klartext-Redner" und "den besten Bundespräsidenten der letzten 30 Jahre" an: Joachim Gauck. Der Bundespräsident a.D. hat bewusst eine blau-gelbe Krawatte gewählt.

 

09.46 Uhr: Angesprochen auf seine jüngste eigene Corona-Erkrankung und die Corona-Pandemie sagt Söder: "Am Ende haben wir es alle gar nicht so schlecht gemacht." Corona habe zudem etwas seinen Schrecken verloren. Es bleibe aber abzuwarten, wie sich die Situation im Herbst darstellt. Er ist aber zuversichtlich, dass es ein zweites Ereignis geben wird, auf das man sich in diesem Jahr freuen könne: "Meiner Überzeugung nach kann das Oktoberfest stattfinden."

 

09.46 Uhr: Angesprochen auf seine jüngste eigene Corona-Erkrankung und die Corona-Pandemie sagt Söder: "Am Ende haben wir es alle gar nicht so schlecht gemacht." Corona habe zudem etwas seinen Schrecken verloren. Es bleibe aber abzuwarten, wie sich die Situation im Herbst darstellt. Er ist aber zuversichtlich, dass es ein zweites Ereignis geben wird, auf das man sich in diesem Jahr freuen könne: "Meiner Überzeugung nach kann das Oktoberfest stattfinden."

 

09.42 Uhr: Söder betont, dass sich Deutschland so weit wir möglich bei der Energieversorgung selbstständig machen muss. Und er spricht sich für die Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke aus: "Es fällt keinem ein Zacken aus der Krone, wenn wir ein oder zwei Jahre verlängern."

 

09.36 Uhr: Söder antwortet auf die Frage, wie man auf die politische Situation, den Krieg in der Ukraine, reagiert: Zunächst geht es darum Stabilität zu vermitteln. Der erste Ansatz sei humanitäre Hilfe, Hilfe vor Ort und Hilfe hier. Die zweite Hilfe ist mit Waffen. Hier gebe die Bundesregierung "ein unentschlossenes Bild" ab. Ein Konzept und eine Linie wären wichtig. "Ja, es müssen Waffen geliefert werden, und es braucht endlich eine klare Linie", betont Söder. Und es brauche eine international abgestimmte Linie. Weimer thematisiert daraufhin die aktuelle Kritik an der Regierung. Söder: "In so schweren Zeiten ist es nicht die Aufgabe, jeden Tag hereinzusticheln. Aber die Ampel macht es uns auch nicht einfach."

 

09.34 Uhr: Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder macht den Auftakt mit dem Gipfel-Gespräch mit Wolfram Weimer, Verleger der WEIMER MEDIA GROUP.

 

09.18 Uhr: Christiane Goetz-Weimer, Verlegerin der WEIMER MEDIA GROUP eröffnet mit einer Rede den Ludwig-Erhard-Gipfel.

 

09.00 Uhr: Der Ludwig-Erhard-Gipfel beginnt in wenigen Minuten.

 

08.54 Uhr: Die Säulenhalle Soziale Marktwirtschaft ist bereits sehr gut gefüllt. Hier finden während des Gipfels die Expo und das Catering statt.

 

08.03 Uhr: Die ersten Gipfelgäste treffen auf Gut Kaltenbrunn zum Get-together ein, wo in diesem Jahr der Ludwig-Erhard-Gipfel stattfindet. An zwei Tagen treffen sich am Tegernsee die Top-Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien.

 

Tag eins, Donnerstag

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