Montag, 06.08.2012
Zukunftsmärkte
Kunden

Markenstrategien der Hersteller

Beim Umgang mit den Kunden zeigen sich große Unterschiede zwischen Ein-Marken- und Mehr-Marken-Unternehmen. Vor allem die Multi-Brand-Firmen haben Nachholbedarf.

Eine positive Reputation der Dachmarke ist für 75 Prozent der Führungskräfte in Multi-Brand-Unternehmen ebenso wichtig ist wie die einzelnen Produktmarken des Unternehmens.

Das ist der Studie von Weber Shandwick und KRC Research „The Company behind the Brand: In Reputation We Trust“ zu entnehmen. Das Thema ist Unternehmensreputation unter dem Titel "Multi-Brand Spotlight“. Betrachtet werden die Unterschiede zwischen Mehr-Marken- und Ein-Marken-Unternehmen.

Mehr Wissen über Firmen

Besonders wichtig ist die Rolle der Kunden für Führungskräfte in Single-Brand-Unternehmen. Sie wissen, dass Verbraucher besonders stark auf Labels achten (84 Prozent) und außerdem Recherchen zur Organisation hinter der Marke anstellen (85 Prozent). Dagegen ist dieses Wissen zu diesen Fragen in Multi-Marken-Unternehmen mit 74 beziehungsweise 69 Prozent deutlich geringer.

Zudem geht es darum, welche Bedeutung eine transparente Kommunikation
für Markenhersteller und Käufer besitzt.Für Hersteller kann eine Fehleinschätzung der Motivation oder Kaufbereitschaft von Verbrauchern kann zu einem Problem werden. „Solange es keine strategische Notwendigkeit gibt, die Sichtbarkeit der Dachmarke zu minimieren, sollte jede Produktwerbung, jedes Label oder zusätzliche Kundeninformation die Unternehmensmarke eindeutig kommunizieren“, rät Micho Spring, Global Corporate Chair bei Weber Shandwick.

Kunden kommunizieren untereinander

Wenn Verbraucher bei der Informationssuche sich selbst überlassen sind, stellen sie eigene Nachforschungen an. „Und sie werden der Welt jede Unstimmigkeit verkünden, die sie dabei finden“, warnt Spring.

Wenn Konsumenten über eine Firma reden, stehen die Produkte im Vordergrund. Sieben von zehn Verbrauchern geben an, dass sie oft oder regelmäßig verkünden, wie sie sich nach dem Kauf eines Produktes fühlen. Weitere wichtige Themen sind Kundenservice, der Umgang mit Mitarbeitern, Fehlverhalten oder Skandale der Firma und die Meinung über das Unternehmen. Alle Befragten betonen, dass sie die Reputation ihrer Firma genauso stark wie den Ruf einzelner Produkte fördern. Bei der Kommunikation um den Umgang mit Mitarbeitern, bleiben Multi-Brand-Unternehmen (52 Prozent) deutlich hinter Single-Brand-Unternehmen (73 Prozent) zurück.

Mitarbeiter motivieren

Da ist Nachholbedarf festzustellen,denn Verbraucher interessiert wie Mitarbeiter behandelt werden. „Unternehmen, die stolz auf ihre Mitarbeiterzufriedenheit sind, sollten nicht zögern entsprechende Auszeichnungen zu kommunizieren und ihre Preise oder Platzierungen auf einer Art 'Best of'-Liste zu veröffentlichen. Diese Qualifikationen können helfen die Reputation eines Unternehmens zu verbessern und das Kaufverhalten positiv zu beeinflussen“, sagt Gaines-Ross.

Quelle: Weber Shandwick, Markt und Mittelstand