Freitag, 16.03.2012
Zukunftsmärkte
Kampf gegen Produkt- und Warenpiraterie

Mehr Fälschungen beschlagnahmt

Mehr als 23.000 mal zogen Zollbeamte gefälsche Waren ein. Insbesondere Medikamente wurden gefälscht.

Die deutschen Zollbehörden haben 2011 insgesamt 23.635 Grenzbeschlagnahmungen gefälschter Waren durchgeführt. Damit hat sich die Anzahl der Zugriffe seit 2009 mehr als verdoppelt. Besonders stark stieg die Anzahl gefälschter Medikamente auf einen Wert in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Dies ist ein Anstieg von über 350 Prozent gegenüber 2010, wie der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie mitteilte.
Der Aktionskreis warnte vor den Folgen gefälschter Produkte: „Mangelhafte Verarbeitung und der Einsatz minderwertiger Materialien lassen gefälschte Produkte schnell zur Gefahr für Gesundheit und Sicherheit der Käufer werden“, erklärte Aktionskreis-Vorsitzende Rüdiger Stihl. Der Onlinevertrieb ermögliche eine risikoarme Alternative zu herkömmlichen Absatzwegen, da er mit einem direkten Kontakt zum Kunden verbunden ist. Für den Kunden sei es schwierig nachzuvollziehen, ob es sich bei den Produkten um Originale oder Kopien handele.

Aufklärung von Verbrauchern mangelhaft
„Ein Verbraucherschutz, der die Kunden über die Gefahren von Produkt- und Markenpiraterie aufklärt, ist dringend erforderlich“, betont Stihl. Mängel an den vermeintlich günstigen Produkten würden die gekaufte Ware entwerten. Teilweise würden komplette Internetauftritte der Hersteller gefälscht, die nur schwer vom Original zu unterscheiden seien.

Quellen: Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie

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