Donnerstag, 10.11.2016
Der Wahltag ist vorbei, dem deutschen Mittelstand gefällt dessen Ergebnis jedoch gar nicht.

Bildquelle: 3dfoto/Thinkstock/Getty Images

Der Wahltag ist vorbei, dem deutschen Mittelstand gefällt dessen Ergebnis jedoch gar nicht.

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Mittelstand: Trump ist schlecht fürs Geschäft

Der deutsche Mittelstand befürchtet Nachteile für den Standort USA unter dem neuen US-Präsidenten Trump. Das TTIP-Abkommen sei endgültig Geschichte, prognostizieren 420 Unternehmer in einer Blitzumfrage.
Der deutsche Mittelstand reagiert pessimistisch auf den Wahlsieg Donald Trumps. In einer Blitzumfrage unter Fach- und Führungskräften vorwiegend mittelständischer Unternehmen gaben 75 Prozent der Befragten an, sie seien angesichts des Ergebnisses der US-Präsidentenwahl „beunruhigt“ oder „sehr beunruhigt“.

Durchgeführt wurde die Studie von der Einkaufsberatung Kloepfel Consulting und der Lieferanten-Datenbank „Wer liefert was?“. 77 Prozent der 420 Befragten gaben außerdem an, Hillary Clinton wäre ihnen als Präsidentin lieber gewesen.

Vor allem für die Zukunft des Freihandelsabkommens TTIP sehen die befragten Mittelständler schwarz. Drei Viertel von ihnen gehen davon aus, dass es nun nicht zum Abschluss der transatlantischen Verträge kommen wird.

Auch generell befürchten die Befragten schlechtere Beziehungen zwischen der EU und den USA unter Trump. 77 Prozent gaben an, dass sich das Verhältnis der beiden Partner verschlechtern wird. Dass die weltwirtschaftliche Position der EU durch den Führungswechsel in den USA auch darüber hinaus leidet, glauben 60 Prozent der Befragten.

Immerhin: Direkte Auswirkungen auf ihr Geschäft mutmaßen nur wenige Mittelständler. Knapp 70 Prozent der Befragten gaben an, die wirtschaftliche Situation für ihr Unternehmen bleibe auch unter dem US-Präsidenten Trump „unverändert“.

Am 20. Januar wird Donald Trump als Präsident der USA vereidigt. Welche Folgen das für deutsche Mittelständler hat, beleuchten wir in einem Themenschwerpunkt.

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