Donnerstag, 13.09.2012
Zukunftsmärkte
E-Commerce

Online-Händler unterschätzen Kosten

E-Commerce gilt vielen Einzelhändlern als Allheilmittel gegen die Konsumflaute. Doch immer mehr Händler unterschätzen die Kosten, die mit der Einführung eines Online-Shops verbunden sind.

Online-Shops gelten bei vielen Einzelhändlern als kostengünstige und zukunftssichere Alternative zum klassischen Ladengeschäft. Doch immerhin jeder vierte Online-Händler unterschätzt die Kosten, die mit der Einführung eines E-Commerce-Shops verbunden sind. Dies zeigt eine aktuelle Studie des ECC Handel in Zusammenarbeit mit Xsite. So sind beispielsweise selbst kostenfreie Open-Source-Lösungen oft teurer als angenommen. Hinzu kommen laufende Kosten während des Betriebs.

Bei der Anschaffung eines Shopsystems legen die Händler demnach vor allem Wert auf die angebotenen Funktionalitäten und die Möglichkeit, den Shop erweitern und flexibel gestalten zu können. Der Preis spielt hingegen eine untergeordnete Rolle. Ebenfalls problematisch: Obwohl mehr als ein Drittel der Händler ihr Shopsystem bereits einmal gewechselt haben, achten lediglich 17,3 Prozent bei der Anschaffung auf eine Import-/Export-Funktion für die Übertragung von Kunden- und Bestelldaten.

Versteckte Kosten bei E-Commerce

Insbesondere die wegen ihrer angeblichen Preisvorteile häufig gewählten Open-Source-Lösungen erweisen sich im Nachhinein oft als schwierig. Insgesamt lagen die Ausgaben für die Implementierung ihres Shop-Systems bei jedem Vierten über den Erwartungen. Wichtige Gründe sind dabei neben der komplexen Systemintegration auch fehlendes Know-how und zusätzlicher Personalaufwand.

Wichtige Kostentreiber, die zu den anfänglichen Anschaffungskosten hinzukommen, sind vor allem spätere Marketingausgaben. 44,4 Prozent der Befragten nannten sie als größten Faktor unter den laufenden Kosten. Es folgen Ausgaben für Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Redaktion und Content-Pflege (78,4 Prozent), laufende Kosten für das Shopsystem (70,3 Prozent) sowie Kosten, die während der Kaufabwicklung entstehen (62,3 Prozent).

Quelle: Xsite, Markt und Mittelstand

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