Montag, 20.08.2012
Zukunftsmärkte
Gefälschte Aufträge

Scheinfirmen betrügen Mittelständler

Immer mehr Mittelständler fallen auf fingierte Geschäftsangebote aus China herein. Am Ende bleibt außer Kosten für Notar, Flug und teure Geschenke nicht viel für den Mittelstand übrig.

Manche Angebote sind einfach zu gut um wahr zu sein. Das gilt auch im Umgang mit mysteriösen Auftraggebern aus China. Kriminelle Scheinfirmen haben dort eine neue Betrugsmasche entwickelt, die vor allem für mittelständische Unternehmen teuer werden kann. Die Betrüger winken mit lukrativen Aufträgen und drängen auf einen schnellen Vertragsschluss in China. Vor Ort sollen die Opfer dann auf einmal teure Geschenke und horrende Notargebühren übernehmen. Und aus dem angestrebten Geschäft wird natürlich nichts.

Vorsicht geboten

Die deutsche Außenhandelskammer in Shanghai warnt seit Jahren vor diesen Tricks und kürzlich hat sich auch die österreichische Wirtschaftskammer in Peking angeschlossen. Wenn eine chinesische Firma urplötzlich mit einem hohen Auftragsvolumen winkt und die Kontaktanfrage auch noch über eine kostenlose E-Mail-Adresse erfolgt, ist Vorsicht geboten. Auch die übrigen Kontaktinformationen sind in der Regel lückenhaft, als Telefonkontakt wird häufig nur eine chinesische Handynummer angegeben. Auch wenn der potentielle chinesische Vertragspartner auf einen besonders schnellen Vertragsschluss drängt, und plötzlich Geldgeschenke für regionale Beamte oder ominöse Gebühren verlangt, sollten die Alarmglocken schrillen. Da die kriminellen Machenschaften häufig von korrupten Beamte gedeckt werden, und die Firmen im Zweifelsfall schnell wieder verschwinden, können Betrugsopfer sich kaum wehren.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, Markt und Mittelstand

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