Samstag, 22.12.2012

Sören Müller, COO Beate Uhse AG

Zukunftsmärkte
Beate Uhse

„Shades of Grey“ beflügelt Weihnachtsgeschäft

Für Sören Müller, COO des Unternehmens Beate Uhse, ist Weihnachten die Zeit guter Geschäfte. Mit Markt und Mittelstand spricht er über Weihnachten, die Bestseller 2012 und Herausforderungen für 2013.

MuM: Herr Müller, wie feiern Sie bei Beate Uhse Weihnachten?
Müller: Unsere Weihnachtsfeier haben wir in Flensburg gefeiert. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto „Winterwonderland“. Wir haben draußen vor unserem Firmensitz eine Holzhütte mit Glühweinstand aufgebaut, dazu Schwedenfeuer, Fackeln und weihnachtliche Musik. Es war sehr kalt an diesem Abend und es lag sogar Schnee – ein guter, ruhiger Abschluss des Jahres mit den Mitarbeitern.
Privat ist Weihnachten für mich die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Diese Zeit gehört meiner Familie. Darauf freue ich mich schon sehr. Wir feiern zusammen und verbringen viel Zeit miteinander. Weihnachten und die Zeit zwischen den Jahren ist aber auch immer der Moment, zurückzublicken, das Jahr Revue passieren zu lassen und alles noch einmal zu reflektieren.

MuM: Wie lief das Weihnachtsgeschäft?
Müller: Das vierte Quartal ist bei uns das stärkste. Demzufolge ist bei uns und in unseren Geschäften natürlich in den letzten Wochen des Jahres immer besonders viel los. Der Trend, Dessous oder Love Toys unter den Weihnachtsbaum zu legen, hält an – und er nimmt – auch beflügelt durch „50 Shades of Grey“ – in diesem Jahr noch weiter zu.

MuM: Und was haben Sie 2012 am besten verkauft?
Müller: Zu den erfolgreichsten Produkten 2012 gehörten Design-Love Toys wie zum Beispiel der We Vibe, der erste Pärchenvibrator. Insgesamt hält der Trend hin zu hochwertigen Toys, die häufig an Designartikel erinnern, an.

MuM: Welche Arbeitsschwerpunkte haben Sie in diesem Jahr besonders vorangetrieben?
Müller: Wir konnten dieses Jahr die für uns sehr wichtige Zielgruppe der Frauen weiter ausbauen. Bereits mehr als 50 Prozent unserer Kunden sind heute weiblich. Und letztlich gab es auch einen gravierenden Einschnitt beim Vertrieb. Während wir früher vor allem mit dem stationären Einzelhandel gearbeitet haben, steht jetzt der e-Commerce im Mittelpunkt und nicht mehr der traditionelle Katalog. Hier haben wir den Wechsel vollzogen und machen den Hauptteil unseres Geschäfts im Internet.

MuM: Welche Herausforderungen erwarten sie im kommenden Jahr?
Müller: Der große Wachstumsträger ist bei uns sicherlich das Online-Geschäft. Aber  wenn wir online weiter wachsen wollen, müssen wir auch mit Geschäften vor Ort vertreten sein. Unsere Läden sind unsere Aushängeschilder! Wir werden in Marketing investieren, um noch mehr Kunden auf unsere Internetseite und in den Onlineshop zu bekommen. Es wird wichtig sein, auf allen Vertriebskanälen vertreten zu sein.

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