Montag, 02.05.2011
Zukunftsmärkte
Export

Standortvorteile in Deutschland stützen Auslandsgeschäft

Knapp 85 Prozent der deutschen Familienunternehmen bewerten den Wirtschaftsstandort Deutschland positiv. Von dieser Stärke profitieren die Betriebe auch bei ihren zahlreichen Auslandsaktivitäten.

Fast jeder vierte Unternehmer beurteilt die Attraktivität Deutschlands sogar als deutlich höher im Vergleich zum Ausland. Von dieser Stärke profitieren die Betriebe auch bei ihren zahlreichen Auslandsaktivitäten – neun von zehn Familienunternehmen vertreiben Produkte und Dienstleistungen auf internationalen Märkten. Für die Zukunft erwarten die Firmen eine weitere Steigerung der Exporte und setzen dabei vor allem auf die Wachstumsmärkte China und Indien. Das sind die Kernergebnisse einer aktuellen Umfrage, die das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) im Auftrag der Deutschen Bank und des Bundesverbands der Deutschen Industrie unter 404 Familienunternehmen durchgeführt hat.

„Die Devise der Familienunternehmen lautet ‚Go East‘“, bestätigt Prof. Frank Wallau vom IfM. Auf der Wunschliste der Unternehmen, die bereits international aktiv sind und weitere Auslandsmärkte erschließen möchten, stehen Indien (19,5 Prozent) und China (16,5 Prozent) ganz oben. Ist bislang noch Frankreich wichtigster Handelspartner der Unternehmen, so wird nach Einschätzung der Befragten China in Zukunft zum wichtigsten Exportland, vor Frankreich, den USA und Russland. Indien folgt schon auf Position fünf.

Als Hemmnisse für ein Engagement in China oder Indien werden die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen genannt (22,6 Prozent) sowie Handelsbeschränkungen bzw. Zölle (21,1 Prozent) und die Auswahl verlässlicher Partner (20,3 Prozent). Viele Familienunternehmen fürchten zudem, dass sich die Eurokrise negativ auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken wird. Insgesamt bewerten die Befragten die wirtschaftlichen Aussichten für 2011 aber positiv. Zwei Drittel planen die Investitionsbudgets zu erhöhen und neue Mitarbeiter einzustellen.

 

Quelle: Deutsche Bank, Markt und Mittelstand

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