Freitag, 04.05.2012
Zukunftsmärkte
Einkäufer sollten kostenlose EM-Tickets von Geschäftspartnern ablehnen

Tickets, nein danke!

Wer von Geschäftspartnern kostenlose Karten für EM oder Olympia annimmt, macht sich der Vorteilnahme schuldig. Unternehmen sollten klare Direktiven treffen.

Nein sagen fällt nicht immer leicht. Schon gar nicht, wenn es um kostenloste Tickets für die im Sommer stattfindenden Großevents Fußball-Europameisterschaft oder Olympische Spiele geht. Doch Einkäufer müssen stark sein, wenn ihnen Lieferanten und andere Geschäftspartner entsprechende Gefälligkeiten anbieten.

Direktiven gegen Vorteilsnahme

„Kostenlos überlassene Karten für beide Sportevents sind als Vorteilsnahme zu bewerten“, sagt Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Einkäufer hätten eine unabhängige Position zu wahren und das auch deutlich zu machen. Hildebrandt rät Unternehmen deshalb zu klaren Direktiven, um schädigenden Diskussionen um Vorteilsnahme und Korruption entschieden entgegen zu wirken. Auch für Firmen, die Karten-Pakete zum Zweck der kostenlosen Weitergabe an Geschäftspartner erworben haben, hat der BME eine Empfehlung: Diese sollten etwas für ihr Image tun und die Tickets dem neutralen Markt zur Verfügung stellen.

Quellen: BME, Markt und Mittelstand

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