Dienstag, 06.09.2011
Zukunftsmärkte

Türkei bei Unternehmern beliebter denn je

Investoren aus dem deutschen Sprachraum schätzen die Türkei – vor allem als Absatzmarkt. Für den Markteintritt bevorzugen sie es, eine eigene lokale Niederlassung zu gründen, ergab das aktuelle Türkei-Barometer der Managementberatung Horváth & Partners.

Investoren aus dem deutschen Sprachraum schätzen die Türkei – vor allem als Absatzmarkt. Für den Markteintritt bevorzugen sie es, eine eigene lokale Niederlassung zu gründen, ergab das aktuelle Türkei-Barometer der Managementberatung Horváth & Partners.

52 Unternehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in der Türkei tätig sind, befragte die Beratungsgesellschaft. Rund ein Drittel der Befragten hat seit über zehn Jahren Erfahrungen mit der Türkei gesammelt.

Direktinvestitionen dürften auch zukünftig zunehmen

Mehr als die Hälfte der befragten Manager heute sogar noch mehr in die Türkei investieren als tatsächlich investiert wurde. Gerhard Gottlieb, Autor der Studie, kommentierte: „Die Direktinvestitionen in der Türkei sind zuletzt stark gestiegen. Aufgrund der guten Wirtschaftsprognosen ist zu erwarten, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.“ Damit, dass die Türkei der EU beitreten könnte, hat die positive Stimmung allerdings nichts zu tun: Nur zwei Prozent gaben an, dass sie innerhalb der nächsten zehn Jahren mit einem EU-Beitritt der Türkei rechnen.

Als Absatzmarkt ist die Türkei äußerst attraktiv. Derzeit ist sie der sechstgrößte Exportmarkt der EU. Für den Konsumgütermarkt ist das Land, in dem 78 Millionen Menschen leben, sehr interessant. Großes Potential sehen die Befragten aber auch in den Branchen Energie, Versorgung und Telekommunikation. Als Produktionsstandort schätzen die Studienteilnehmer die Türkei weniger stark ein.

Marktwachstum um die 6 Prozent erwartet

5 bis 6 Prozent dürfte der Markt in den nächsten drei Jahren wachsen, schätzen die meisten Befragten. Jeder dritte Manager rechnet sogar mit mehr als sechs Prozent Zuwachs. Dabei dürfte allerdings auch der Wettbewerb stärker werden, was sich negativ auf die zu erwartenden Margen auswirken dürfte.

53 Prozent der Befragten haben sich zum Markteintritt für die Gründung einer lokalen Niederlassung entschieden. Nur zwei von zehn Managern haben sich für einen Kooperationspartner zum Markteintritt gesucht. „So ist es leichter, das gewünschte Geschäftsmodell in der Praxis umzusetzen“, erklärt Co-Autor Markus Imgrund. Manager fürchten, dass es beispielsweise bei einem Joint Venture wegen Unterschieden in der Geschäftskultur zu Schwierigkeiten kommen könnte.

Quellen: Horváth & Partners, Markt und Mittelstand, Bildquelle: sxc.hu

 

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