Freitag, 13.07.2012
Zukunftsmärkte
Strassenmaut

Unternehmen für Straßenmaut

Die Mehrheit der Unternehmen spricht sich für Straßenneubauprojekte aus. Dafür sind sie auch bereit Straßenmaut zu zahlen – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Knapp drei Viertel der Unternehmen in der Region Stuttgart würden einer Straßenmaut zustimmen, wenn sie für den Straßenbau zweckgebunden wäre. Rund 70 Prozent der Unternehmen ist an einem Straßenausbau- und Neubauprojekt interessiert, wie eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart ergeben hat, und stellt sich damit gegen die Sparmaßnahmen der Landesregierung und die Entscheidung keine Straßenneubauprojekte zu unterstützen.

Straßenmaut ja, City-Maut nein

Die Wirtschaft spricht sich damit deutlich gegen die politische Vorgabe der Landesregierung aus. „Der Meinung der Unternehmen sollte sich die Landesregierung anschließen und sich beim Bund dafür einsetzen, eine Maut für alle einzuführen", wirbt Herbert Müller, Präsident der IHK Region Stuttgart. Die Unternehmen fordern die Mittel nach Bedarf einzusetzen und nicht auf Regionen zu verteilen. Eine City-Maut hingegen lehnten 53 Prozent der Befragten ab. Die Befürworter gaben an, die City-Maut zahlen zu wollen, wenn sie direkt in die Investition der Verkehrsinfrastruktur fließen würde.

Vor allem die Landesstraßen in der Region Stuttgart bedürfen dringend einer Sanierung, 70 Prozent der Unternehmen vergeben für die Landesstraßen in der Region die Noten Ungenügend oder Mangelhaft. Mehrheitlich vergeben sie für die Bundesstraßen die Noten Befriedigend und Ausreichend, die Autobahnen werden von einem Drittel mit Gut und Sehr gut, von 40 Prozent mit Befriedigend bewertet.

Neue Projekte voraussichtlich erst 2014

Auf die gegebenen Äußerungen IHK regierte die Landesregierung verärgert. Es würden bereits Neubaumaßnahmen in Baden Württemberg in Höhe von 900 Millionen Euro bei Bundesfernstraßen und ein in Ausmaß von 180 Millionen Euro bei Landstraßen anstehen. Laut dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, sollten zuerst die laufenden Projekte abgeschlossen werden, bevor neue beginnen. Erst 2014 und 2015 sei mit Neubaumaßnahmen zu rechnen.

Quellen: Verkehrsrundschau, Markt und Mittelstand

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