Montag, 02.07.2012
Zukunftsmärkte
Wachstumsmärkte

Wachstumsland Brasilien

Brasilien gehört zu den aufstrebenden Wachstumsmärkten der Welt. Mit Investitionen vor Ort wollen auch deutsche Unternehmen davon profitieren. Für das laufende Jahr erwartet Brasilien ein Wirtschaftswachstum von rund 3,5 Prozent.

Schon heute gilt Brasilien als Wachstumsstandort. Über 1.200 Unternehmen sind bereits vor Ort ansässig und erwirtschaften dort rund 8 Prozent des brasilianischen Bruttoinlandsprodukts. Von den sportlichen Großereignisse, der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016 werden, zusätzliche Wachstumsimpulse ausgehen. Diese Veranstaltungen verlangen starke Investitionen in Stadien, Telekommunikation sowie die Sicherheit.
„Brasilien benötigt enorme Investitionen in die Infrastruktur. Bis 2014 sollen eine Billion Euro investiert werden. Deutsche Unternehmen haben auf diesem Gebiet viel zu bieten und können maßgeschneiderte Lösungen anbieten“, sagt Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI). Das gelte auch für die Bereiche der Energieversorgung und -verteilung, die Brasilien stärker diversifizieren will. In vielen Sparten der erneuerbaren Energien befinden sich deutsche Unternehmen weltweit an der Spitze.

Wachstum in Brasilien

Nach Berechnungen des IWF soll Brasilien bis 2016 von der heute siebtgrößten zur fünftgrößten Volkswirtschaft aufrücken – hinter den USA, China, Japan und Deutschland. Zurzeit ist das südamerikanische Land mit einem Bruttosozialprodukt von rund 2 Billionen US-Dollar die zweitgrößte Volkswirtschaft des amerikanischen Kontinents. Bereits 2010 ist die brasilianische Wirtschaft um 7,5 Prozent gewachsen und auch 2011 verbuchte das Land ein Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent. Das Wachstum wirkt sich positiv auf die deutschen Exporte nach Brasilien aus: Sie erreichten 2010 mit 10,4 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 42,5 Prozent  gegenüber 2009 entsprach. Mit einem Anteil von 6,7 Prozent an den brasilianischen Einfuhren ist Deutschland hinter den USA, China und Argentinien der viertwichtigste Lieferant und fünftwichtigster Abnehmer.


Quelle: BDI, Markt und Mittelstand

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