Freitag, 07.09.2018
Über die Grenze: Als Tourist ist der EU-Grenzverkehr sehr unkompliziert. Doch bei der Mitarbeiterentsendung sind zahlreiche länderspezifische Regeln zu beachten.

Foto: 5xinc/Thinkstock/Getty Images

Über die Grenze: Als Tourist ist der EU-Grenzverkehr sehr unkompliziert. Doch bei der Mitarbeiterentsendung sind zahlreiche länderspezifische Regeln zu beachten.

Zukunftsmärkte
Interaktive Karte

Wann Unternehmer ihre Mitarbeiter für EU-Entsendungen melden müssen

Laut EU-Entsenderichtlinie müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter bei den Behörden melden, wenn diese für eine Montage oder technische Dienstleistung in eines von 32 europäischen Ländern fahren. Welche Meldefristen gelten, regelt das jeweilige Landesrecht sehr unterschiedlich. Ein Überblick.

Um Lohn- und Sozialdumping zu begrenzen, hat die Europäische Union die Entsenderichtlinie erlassen. Demnach ist die „entgeltliche Dienstleistungserbringung“ meldepflichtig. Das heißt, dass ein Unternehmen einen Mitarbeiter für einen Arbeitseinsatz in einem EU-Nachbarland oder einem Staat im Verbund der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) bei den Arbeitsinspektionsbehörden vor Ort anmelden muss. „Die Richtlinie ist sehr schwamming formuliert“, erklärt Alexander Langhans, Geschäftsführer des Global-Mobility-Dienstleisters Visumpoint. „Daher haben die Mitgliedsstaaten sie sehr unterschiedlich in Landesrecht übersetzt.“ Bei 28 EU-Ländern und vier EFTA-Staaten ergibt das 32 unterschiedliche Regeln, wann und wie Arbeitnehmer für berufliche Einsätze gemeldet werden müssen.

Aktuelles aus dem Mittelstand: Folgen Sie uns auf Zum Linkedin Profil von Markt und Mittelstand und Zum Linkedin Profil von Markt und Mittelstand


Mittelständische Unternehmer sollten sich frühstmöglich mit den jeweiligen Regelungen auseinander setzen. Denn ein Verstoß gegen die Meldepflicht kann teuer werden. „In der Richtlinie hat die EU ihre Mitgliedsstaaten angewiesen, ‚wirksame und abschreckende Sanktionen’ für Verstöße einzuführen“, warnt Langhans. Vor allem Mittelständler treffen die hohen Geldbußen empfindlich.

Wir haben die wichtigsten Infos zu den landesspezifischen Vorschriften gesammelt.

Fahren Sie mit dem Mauszeiger über ein Land, um die spezifischen Regeln angezeigt zu bekommen.

Quelle: Visumpoint


Der Artikel gehört zu einem Thema aus der „Markt und Mittelstand“-Ausgabe September 2018, die am 7. September erscheint. Hier können Sie das Heft bestellen und „Markt und Mittelstand“ abonnieren.