Montag, 10.01.2011

Unternehmen haben Nachholbedarf beim Beteiligungsmanagement

Das Beteiligungsmanagement deutscher Unternehmen weist vielfältige Mängel auf. Zu diesem Ergebnis kommt die Kienbaum-Studie Wertorientiertes Beteiligungsmanagement. Nur in wenigen deutschen Unternehmen gibt es ein stringentes Beteiligungsmanagement, das auf eine wertorientierte Beteiligung abzielt. Die Folge sind häufig eine falsche Ressourcenallokation, unzureichende Transparenz über die Beteiligung, fehlende Steuerbarkeit und damit letztendlich ein unkalkulierbares Risiko.

Das Beteiligungsmanagement deutscher Unternehmen weist vielfältige Mängel auf. Zu diesem Ergebnis kommt die Kienbaum-Studie Wertorientiertes Beteiligungsmanagement. Nur in wenigen deutschen Unternehmen gibt es ein stringentes Beteiligungsmanagement, das auf eine wertorientierte Beteiligung abzielt. Die Folge sind häufig eine falsche Ressourcenallokation, unzureichende Transparenz über die Beteiligung, fehlende Steuerbarkeit und damit letztendlich ein unkalkulierbares Risiko.


Ziele aus dem Blick verlieren

Der Studie zufolge können ohne ein Beteiligungsmanagement die definierten Ziele für das Eingehen von Beteiligungen aus dem Blick verloren gehen. Ziele von Beteiligungen sind unter anderem das Erwirtschaften einer kapitalmarkt- und risikoadäquaten Rendite oder die strategische Unterstützung des eigenen Geschäftsmodells.

Häufige Fehler zeigen sich in verschiedenen Bereichen. Abteilungen, die für die Beteiligungen verantwortlich sind, sind in der Regel mit zu wenigen Mitarbeitern ausgestattet. Ein weiterer Fehler: Trotz der hohen Bedeutung ist ein ganzheitlicher Betreuungsprozess nicht durchgängig implementiert. In erster Linie liegt der Schwerpunkt bei dem Management auf den strategischen Beteiligungen. „Die Defizite im Organisationsaufbau und den Prozessen sind vielfältig und eklatant. In ihrer derzeitigen Verfassung werden viele Potentiale in den Beteiligungsportfolios verschwendet“, erklärt Tomas Rederer von Kienbaum. Auch im Krisenmanagement und bei den Steuerungssystemen gibt es Nachholbedarf: Der Betreuungsansatz ist in der Regel zu passiv ausgerichtet, bewertet die Studie.

Quellen: Kienbaum, Markt und Mittelstand

 

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