(lic) Ambivalente Solvenz: Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen stieg im Januar zum siebten Mal in Folge. Allerdings hat sich der durchschnittliche Verzugszeitraum kaum verkürzt. Das deutet neben einer Erholung einerseits auch darauf hin, dass es finanziell stark angeschlagenen Unternehmen nach wie vor sehr schlecht geht.
Das ergab eine Studie des Informationsdienstleisters D&B: Der D&B-Zahlungsindex stieg von 79,92 Punkte im Dezember auf 80,24 im Januar und erreichte somit einen Höchststand seit Anfang 2008. „Der Zahlungsindex spiegelt die positive Stimmung in den Unternehmen wider und stützt auch die Prognose eines leichten Aufschwungs in Deutschland”, erläuterte D&B Geschäftsführer Thomas Dold. Seit dem Tiefpunkt des Zahlungsindex im Mai 2009 hätte sich die Lage deutlich verbessert: In absoluten Zahlen begleichen 90.000 Unternehmen mehr ihre Rechnungen pünktlich.
Der Indikator wird seit Anfang des Jahres 2009 auf Monatsbasis veröffentlicht und fiel von Januar bis Mai deutlich – seit Juni erholt er sich allerdings wieder. Die durchschnittliche Verzugszeit lag im Januar 2010 wie im Vormonat bei 9,39 Tagen und damit nur etwas niedriger als im Dezember. Dieser Wert hat sich seit Mai kaum verbessert und ist nach wie vor schlechter als vor der Krise.

Quellen: D&B, Markt und Mittelstand
Deutschland ist nicht mehr Exportweltmeister – China jetzt an der Spitze. Im vergangenen Jahr verkauften deutsche Unternehmen Waren im Wert von 803,2 Milliarden Euro ins Ausland. Gemessen am Vorjahr sind dies 18,4 Prozent weniger. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist dies der stärkste Rückgang seit Beginn der Erhebung im Jahr 1950.
Minderheitsbeteiligungen von Finanzinvestoren rücken laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers für den deustchen Mittelständler in greifbare Nähe.
Das Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe brach im Jahr 2009 um 17,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Das Inlandsgeschäft sank um 13,9 Prozent und der Auslandsumsatz um 20,5 Prozent.
Bangen um den Datenschutz: Der Bund der Steuerzahler (BdSt) begrüßt zwar Sinn und Zweck des Elektronischen Entgeltnachweises (ELENA) – den Bürokratieabbau. Allerdings bestehen Sorge um die Sicherheit sensibler Daten sowie grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedenken.
Krisenbewältigung heißt das Gebot der Stunde in der Bau-, Stahl- und Metallindustrie sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Einer Studie des Beratungsunternehmens A.T.Kearney zufolge soll die Krise durch Senkung der Beschaffungs- und Verwaltungskosten, durch die Optimierung des Nettoumlaufvermögens sowie die Anpassung von Produktionskapazitäten überwunden werden.
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