(anm) Trotz der Abwrackprämie haben im Jahr 2009 deutlich mehr Kfz-Betriebe Zahlungsunfähigkeit angemeldet als im Jahr zuvor. Über alle Bereiche der Branche hinweg verzeichnete das Statistische Bundesamt (Destatis) einen Anstieg der Insolvenzen um 15,6 Prozent auf 1.272 Fälle. Besonders stark betroffen war der Fahrzeughandel. In diesem Segment mussten 687 Unternehmen ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt geben, was gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme der Fälle von 20,3 Prozent bedeutet. Besonders in Turbulenzen geraten ist der Handel mit Kraftwagen bis 3,5 Tonnen. Hier stieg die Zahl der Insolvenzen um 21,4 Prozent auf 652 Fälle. Im Nutzfahrzeughandel hingegen nahmen die Pleiten trotz des starken Verkaufsrückgangs nur um einen Fall auf 35 betroffene Betriebe zu (+ 2,9 Prozent). Den höchsten prozentualen Anstieg der Insolvenzen erlebte der Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör. Hier gerieten 151 Betriebe in Schwierigkeiten und damit 36 Prozent mehr als 2008.
Quelle: Destatis, Markt und Mittelstand
Der deutsche Export schrumpfte nach Angaben des *Statistischen Bundesamtes um 6,3 Prozent im Vergleich zum vergangenen Dezember. Das war der stärkste Einbruch seit Januar 2009. Damals lag der Rückgang bei 7,2 Prozent. Wie das Handelsblatt berichtet, hatten Analysten eigentlich mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet.
Jedes zweite Unternehmen in Deutschland hat in der Vergangenheit öffentliche Fördermittel genutzt. Dies zeigt eine Umfrage der Deutschen Bank unter 400 Unternehmen. Aus den aktuellen Konjunkturprogrammen der Bundesregierung haben 15 Prozent der Firmen Gelder beantragt oder bereits erhalten. Über die Hälfte sind Mittelständler.
Ein mit 72 Millionen Euro ausgestattetes neues Programm soll den Bedarf künftiger Produktionsforschung abdecken. Dieses“förderpolitische Signal” hat Georg Schütte, Staatssekretär beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Karlsruhe auf dem Kongress “10. Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung” bekannt gegeben. Unterstützt werden die von der Bundesregierung im Rahmen der Hightech-Strategie ausgemachten Themen wie Gesundheit/Ernährung, Energie/Klimaschutz, Sicherheit, Mobilität und Kommunikation.
Rund 10,7 Milliarden Euro ab Staathilfen sind bisher aus dem Deutschlandfonds geflossen. Dies geht aus einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Unternehmen, die in der Wirtschaftskrise ums Überleben kämpfen, bekamen 6,38 Milliarden Euro als Kredite über die Staatsbank KfW. Zusätzlich wurden 4,29 Milliarden Euro Bürgschaften vergeben.
32.687 Unternehmen mussten in Deutschland 2009 Insolvenz anmelden. Damit lagen die Unternehmensinsolvenzen erstmals seit 2003 wieder höher als im Vorjahr (+ 11,6%). Damals erreichte die Anzahl an Unternehmensinsolvenzen mit 39 320 Fällen einen Höchststand.
Deutscher Bürgerpreis für Mittelständler: In der Kategorie „Engagierte Unternehmer“ werden Inhaber von
(Familien-)Unternehmen gesucht, die sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft starkmachen.