Freitag, 07.12.2012

Kompakt Produktion und Technologie

Gas korrodiert feuerfeste Werkstoffe+++Licht härtet Stahl+++Fuhrpark im Griff+++Rohstoffengpässe im Einkauf

Resorbierbare Halswirbelsäulen-Implantate Problem: Implantate bergen Komplikationsrisiken wie Infektion, Lockerung oder Behinderung der bildgebenden Diagnostik.

Lösung: Abhilfe schafft ein resorbierbares Implantat, das nach Erfüllung seiner Funktion vom Körper abgebaut wird. Geeignete Magnesiumlegierungen...

Licht härtet Stahl

Höhere Lebensdauer für Schmiedewerkzeuge Ein altes Problem wollen die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) beseitigen. Die Lebensdauer von Schmiedewerkzeugen wird durch ihre neu entwickelte Technologie verlängert. Das Problem Härte und Festigkeit wurde durch den Einsatz eines weniger harten Werkstoffes gelöst, der der Schlagbelastung besser standhält. "Die oberste Schicht des Materials schmelzen wir mit einem Laser und bringen ein Pulver in die Schmelze ein, über das wir die Eigenschaften des Stoffes chemisch verändern", sagt Kristian Arntz, Abteilungsleiter am IPT. Damit lässt sich in der äußeren Schicht eine große Härte erzielen. Die Partikel des Pulvers haben den gleichen Effekt wie Schleifpapier. Auf diese Weise verhindern sie, dass Material des Werkzeugs abgetragen wird. Weil Verschleiß nur an bestimmten Stellen des Werkzeugs auftritt, werden auch nur diese Oberflächenpartien gezielt verändert. Diese besonders belasteten Stellen werden durch Simulation berechnet.
Zusammen mit einem Industriepartner wurde eine Anlage entwickelt, mit der sich freigeformte Gesenke und Werkzeuge bearbeiten lassen. Zudem soll sich mit diesem Verfahren der Einsatz kostspieliger Rohstoffe wie Chrom, Molybdän und Vanadium verringern lassen.

FÜR DIE PRAXIS

Fuhrpark im Griff
Bei Nutzfahrzeugen ist die Wirtschaftlichkeit eines Modells entscheidend. Neben dem Typ sind aber auch Informationen über Trainings für Kraftstoffsparen und Routenoptimierung interessant. Zahlreiche Checklisten und Vorschläge hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in einem Leitfaden zusammengestellt. Zu finden ist der Ratgeber auf der Webseite des VCD unter der Adresse:

 

www.vcd.org/leitfaden_effizienter_fuhrpark.html

Wachstum durch Digitalisierung

 

Der Einsatz von digitalen Technologien wie Social Media, Mobilitätslösungen oder Analysetools bringt Unternehmen höhere Profitabilität und mehr Umsatzwachstum. In der Studie "The Digital Advantage: How digital leaders outperform their peers in every industry" von Capgemini ist erkennbar, dass der digitale Vorsprung bessere Kennzahlen bringt. Zu den digital reifen Unternehmen zählen nicht nur Firmen, die traditionell stark im Technologieeinsatz sind. Vielmehr sind es Unternehmen, die die Chancen der Digital Transformation erkannt haben. Das zahlt sich aus: Der Umsatz liegt um 9 Prozent höher, der Gewinn um 26 Prozent. Auch der Unternehmenswert steigt um 12 Prozent. Zur digitalen Spitzengruppe zählen 35 Prozent der Unternehmen im Bankensektor, 31 Prozent im Reise- und Gastronomiebereich, 33 Prozent der Versicherungen und ein Drittel der Telekommunikationsunternehmen. Im Maschinenbau sind es 12 Prozent.

Was Einkäufer 2013 erwartet

Schwierige Lage durch Rohstoffengpässe
Für die Beschaffung in deutschen Unternehmen gilt, frühzeitig Krisenszenarien zu simulieren sowie Einsparmöglichkeiten und Lieferantennetzwerke zu überprüfen. Dies empfiehlt Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), zur Vorbereitung auf eine schwierigere wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr. Eine wichtige Gegenstrategie sei die Internationalisierung. Viele Unternehmen setzten auf Absatzmärkte im Ausland. Beispielsweise sei der Zugang zu neuen Technologien und Innovationen eine Motivation, um etwa auf asiatischen Märkten präsent zu sein. Weil sie vor Ort Produktionsstätten besitzen, sourcen die Firmen auch lokal. "Einkäufer müssen sich Know-how in Auslandsmärkten aneignen", sagt Hildebrandt. Beim Thema Rohstoffmärkte sieht der Experte ebenfalls hohe Anforderungen auf Einkäufer zukommen. Wegen der extremen Preisschwankungen seien immer mehr Expertenwissen und Managerqualitäten gefragt. Für Einkaufsleiter seien Kompetenzen über Steuerung und Finanzierung der Supply Chain, Marktvolatilitäten sowie Länderpolitik und Risiken gefragt.

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