Montag, 03.06.2019
Alles unter einem Dach: Die neue Produktions- und Lagerhalle von bb-net media.

Foto: bb-net media

Alles unter einem Dach: Die neue Produktions- und Lagerhalle von bb-net media.

Technologie
Moderne Arbeitsplatzgestaltung

Wie eine neue Gewerbeimmobilie zu mehr Produktivität führen soll

Mit dem Bau seiner neuen Gewerbeimmobilie passt der Mittelständler BB-Net Media auch die Gestaltung der Arbeitsplätze an. Neben ergonomischen Aspekten berücksichtigt das Unternehmen auch, dass der Aufbau auf die Arbeitsabläufe abgestimmt ist.

Die Zeit war reif. Nach der Entscheidung für den Bau einer neuen Gewerbeimmobilie stand auch fest, dass es übersichtlichere Prozesse an den Arbeitsplätzen geben soll. Das war das Ziel von Michael Bleicher, Geschäftsführer der BB-Net Media, einem auf die Aufbereitung von gebrauchter IT spezialisierten Unternehmen. Für die 65 Mitarbeiter sollte ein Arbeitsplatzsystem geschaffen werden, das neben ergonomischen Aspekten auch einen an die Auftragslage anpassbaren und wirtschaftlichen Workflow gewährleistet. 

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Seit mehr als zwei Jahrzehnten bereitet das Unternehmen Leasingrückläufer auf und bringt dabei technische Geräte wieder auf den neuesten Stand. Der Mittelständler reinigt, prüft und generalüberholt Notebooks, PC-Systeme, TFT-Displays, Smartphones und Tablets, damit diese erneut verwendet werden können. Pro Jahr verarbeiten die Mitarbeiter in ihrer Gewerbeimmobilie in Schweinfurt bis zu 100.000 Geräte. 

„Wir hatten eine sehr konkrete Vorstellung davon, was wir bei der Arbeitsplatzgestaltung wollten“, erinnert sich Bleicher. „Unser Wunsch war es, mit dem Bau einer neuen großen Halle endlich auch eine Lösung zu installieren, die deutlich professioneller und multifunktional ist“, erklärt er. Für die 3.000 Quadratmeter große Fertigungs- und Lagerfläche in der Gewerbeimmobilie gab es ein Ziel: ein durchdachtes und einheitliches Arbeitsplatzsystem, das den gesamten Fertigungsprozess abbildet. 

Alles unter einem Dach

Was ihm bei einem Anbieter positiv auffiel: Dort könnte sich der Kunde auf der Webseite des Unternehmens sämtliche Objekte selbst zusammenstellen und sie per 3D-Zeichnungen betrachten und überprüfen. Stimmen die Montagelängen? Welches Zubehör braucht es? Der Service des Anbieters prüfte die Bestellung und legte einen Vorschlag für die Gewerbeimmobilie vor. „Nach 48 Stunden hatten wir das Erstangebot auf dem Tisch“, sagt Bleicher. 

Vieles galt es umzubauen: Vor der Veränderung waren die Arbeitsabläufe bei Fertigung, Lager und Verwaltung auf mehrere Hallen am Standort verteilt. Die Ausstattung bestand aus Einzellösungen und gebrauchten Anlagen, was sich als wenig funktional herausstellte. Manche Arbeitsplätze waren in Eigenregie selbst entworfen und gebaut worden und eigneten sich nur für einen einzelnen Arbeitsschritt. 

Die neue Lösung für die Gewerbeimmobilie bringt alles unter ein Dach. Nun werden Monat für Monat mehr als 5.000 Geräte aufbereitet. Dazu sind industrialisierte Prozesse notwendig, die denen eines Hardwareherstellers nahe kommen. Außerdem ist eine gute Raumausnutzung wichtig, denn nur so können in kurzen Laufzeiten große Stückzahlen bewältigt werden. Die neue Fertigung umfasst Bearbeitungsplätze wie Installationsbänke, Umlauf-Paternostersysteme, Arbeitsplätze für die technische und optische Aufbereitung, halbautomatische Verpackungsstraßen für die Logistik, einen Sicherheitsbereich für die Projektbearbeitung und Datenlöschung. Hinzu kommen verschiedene Stellplätze. 

Einheitliche Optik

Eine weitere Anforderung an die Immobile war, dass die Gestaltung der Arbeitsplätze zur Corporate Identity des Unternehmens passen sollte. „Uns war sehr daran gelegen, die Farbzusammenstellung genau nach unseren Ideen umzusetzen“, betont Bleicher. Die gesamte Architektur ist in einem dunklen Anthrazit in Kombination mit einem Silberton und einem Lichtgrau gehalten. Ob Fertigungshalle, Hochregale oder Einbauten - das einheitliche Design zeigt sich im kompletten Gebäude.

Das bisher vorhandene Mobiliar wurde daher komplett ausgemustert, damit es keine Unterschiede mehr bei den Formaten gibt und alles einheitlich ins Bild passt. Insgesamt wurden rund 100 Meter Arbeitsplatzsysteme eingerichtet, dazu passend auch Arbeitstische für die mobile Montage vor Ort und Wagen, um die Ware im Haus zu verteilen.

Wegen des modularen Systems wurden verschiedene Bauteile zusammengestellt und so für jeden Arbeitsplatz die beste Einrichtung erreicht. „Manches haben wir zweckentfremdet und dadurch genau für unsere Bedürfnisse angepasst“, sagt Bleicher.