Freitag, 31.01.2020
Viel stochern im Nebel: Welche Auswirkungen der Brexit haben wird, ist noch unklar.

Illustration: Jane_Kelly/ iStock/ Getty Images

Viel stochern im Nebel: Welche Auswirkungen der Brexit haben wird, ist noch unklar.

Zukunftsmärkte
Zahlen zum Brexit

So wichtig sind die Handelsbeziehungen zwischen UK und EU

Seit 1973 haben sie es in der EU ausgehalten. Nun sind sie weg: die Briten. Damit verlässt eine Nation von beachtlicher Wirtschaftskraft und mit vielen Handelsbeziehungen zur EU den europäischen Staatenbund. Die wichtigsten Zahlen im Überblick.

106.155 britische Staatsbürger

leben in Deutschland. 155.780 Deutsche halten sich derzeit dauerhaft in Großbritannien auf.

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85,5 Milliarden

Euro betrug der Warenexport 2017 von Deutschland nach Großbritannien. Die Importe von Waren von Großbritannien nach Deutschland hatten einen Wert von 41,5 Milliarden Euro.



57 Milliarden

kämen bei einem No-Deal-Brexit auf die Briten zu. Die Europäer müssten ohne Großbritannien mit Einkommensverlusten von 40 Milliarden Euro pro Jahr rechnen. Allein Deutschland würde 9,5 Milliarden Euro jährliches Einkommen verlieren.


26,30 Euro

pro Stunde betrugen die durchschnittlichen Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe 2018 in Großbritannien. In Deutschland lagen sie bei 40 Euro.



3.500 Banker

sollen Londoner Auslandsbanken wegen des Brexits bis Ende 2021 zusätzlich in Frankfurt einstellen.


2,5 Prozent

betrug die jährliche Inflationsrate in Großbritannien 2018. In der EU waren es 1,9 Prozent. Zwei Jahre zuvor belief sich die Inflationsrate auf 0,7 Prozent in Großbritannien und auf 0,2 Prozent im europäischen Durchschnitt. 


1. Juli 2020

ist der Stichtag, bis zu dem die britische Regierung einen Antrag an die EU stellen müsste, um die Übergangsphase bis zum Ende der Jahre 2021 oder 2022 zu verlängern. Experten halten diese Frist für sinnvoll, um die Bedingungen eines geordneten Ausstiegs zu verhandeln. Ohne einen Verlängerungsantrag im Juli ist der Brexit zum 31. Dezember 2020 endgültig. 


14 Prozent

der Unternehmen in Deutschland, die personenbezogene Daten über externe Dienstleister verarbeiten lassen, beschäftigen Dienstleister in Großbritannien. Großbritannien wird am 31. Januar 2020 datenschutzrechtlich zum Drittland. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen, müssen die betroffenen deutschen Unternehmen ihre Geschäftsprozesse mit Standardvertragsklauseln anpassen. 


31 Prozent

aller Spirituosen, die von Deutschland importiert werden, kamen 2018 aus Großbritannien. Damit entfällt auf die Insulaner der größte Anteil. Auf Platz 2 liegt Italien (18,4 Prozent) und auf Platz 3 Frankreich mit 14 Prozent.


8 von 10 Fahrzeugen,

die in Großbritannien gefertigt werden, gehen in den Export in die EU. Pro Jahr sind das 700.000 Autos. Die Fahrzeuge sowie Autoteile wie Motoren, Bremsen und Karosserieteile entsprechen einem Wert von 21 Milliarden Euro.