Freitag, 02.12.2011

Euro Aus und dann?

Eurokrise allüberall. Politiker denken zumindest nicht laut über das Euro-Aus nach, Konzerne allerdings schon. Auch der Mittelstand sollte das tun, sagt Markt und Mittelstand-Redakteur Joachim Kary.

 

Neue Verträge Einer der ersten Konzerne, der sich mit dem Team auseinandersetze war der Reiseveranstalter TUI. TUI forderte Hotelbesitzer in Griechenland auf, für den Fall eines Euro-Austritts des Landes neue Verträge zu unterschreiben. Der Vorschlag stieß allerdings nur auf wenig Gegenliebe.

 

Schäfchen im Trockenen Zulieferer und Autohersteller mit großen Barreserven verlagern ihr Kapital in sichere Währungen oder Investments. Bestes Beispiel ist Siemens. Bereits vor einem Jahr gründete das Unternehmen eine eigene Bank und deponiert über 500 Millionen Euro bei der EZB.

 

Spaltung Um das Risiko des Auslandsgeschäfts nicht in die Firmenzentrale nach Deutschland zu holen, gründen exportorientierte Betriebe unabhängige Tochter- und Landesgesellschaften. So kann der Gewinn aus der Zentrale nicht abfließen und mögliche Verluste einfacher abgeschrieben werden.

 

 

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass mittelständische Unternehmen keine Bank gründen können, wahrscheinlich haben sie auch nicht die wirtschaftliche Macht Kunden zu Unterschriften unter neue Verträge zu zwingen.

Der politische Rahmen ist für Mittelständler und Konzerne allerdings der Gleiche und aus diesem Grund müssen auch Mittelständler Lösungen finden. Der Weg in verschiedene Investments könnte einer davon sein, neue Kunden außerhalb Europas zu Gewinnen ein anderer. Und auch unabhängige wirtschaftliche Einheiten im Euroraum bringen Sicherheit. Ideen sind gefragt in einem solchen bisher unbekannten Umfeld