Mittwoch, 24.03.2021

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Gasleitungen: Der Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 geht weiter.

Technologie
Gaspipeline

Große Mehrheit der Führungskräfte für Weiterbau von Nord Stream 2

Trotz Kritik aus den USA befürworten deutsche Entscheider den Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Rahmen des LAE-Entscheiderpanels.

Ungeachtet des wachsenden Drucks der neuen US-Regierung unter Präsident Joe Biden gegen den Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 ist eine Mehrheit der deutschen Entscheider weiter für den Bau. In einer repräsentativen Umfrage des Magazins Markt und Mittelstand im Rahmen des LAE-Entscheiderpanels sprachen sich 64 Prozent der Führungskräfte dafür aus, die Pipeline weiter zu bauen. Nur 16 Prozent waren dagegen. Insgesamt beteiligten sich knapp 1000 repräsentativ ausgewählte Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung an der Umfrage.

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US-Außenminister Anthony Blinken hatte am Dienstag den deutschen Außenminister Heiko Maas (SPD) vor der Vollendung der Pipeline, die Gas aus Russland nach Rügen transportieren soll, gewarnt. Die USA drohen bereits heute deutschen Unternehmen, die sich am Bau des Neun-Milliarden-Euro-Projektes beteiligen, mit Sanktionen. Dennoch gibt es in Deutschland weiter breiten politischen Rückhalt für die Pipeline. "Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie allen Drohungen gegen Unternehmen und Bürger unseres Landes entschieden entgegentritt", sagte der mecklenburg-vorpommerische Energieminister Christian Pegel (SPD) Markt und Mittelstand. In seinem Land trifft die Pipeline auf deutschen Grund. "Es ist inakzeptabel, dass eine mit Deutschland befreundete Nation versucht, ihren eigenen ökonomischen Interessen mit Sanktionsdrohungen gegen ein europäisches Gemeinschaftsprojekt durchzusetzen." Der ehemalige EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) rät Unternehmen, nicht sofort vor US-Drohungen einzuknicken. Diese seien zwar ernst zu nehmen, aber: "Ich würde Mittelständlern raten, mit der jetzigen, seriösen US-Regierung über die Botschaft in Berlin im Gespräch die Akzeptanz zu suchen", sagte er Markt und Mittelstand.

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