Mittwoch, 08.05.2019
Finanzierung
Quo vadis, Mittelstandsfinanzierung?

Wie sich Unternehmen für die Zukunft solide aufstellen können

Digitalisierung, Entdeckung des Kapitalmarktes und niedrige Zinsen: Die Mittelstandsfinanzierung hat sich in den vergangenen Jahren massiv geändert – und wird sich weiter ändern. Neun Expertenmeinungen.

Fintechs, Kreditfonds und Plattformen: Die Finanzierung von Mittelständler könnte vor einer Revolution stehen, die den Marktanteil der Banken stark beschränkt. Für ein abschließendes Urteil ist es zu früh. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Finanzierungsmoden, die trotz hoher Erwartungen doch nicht zum langfristigen Trend wurden.

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Ab Anfang/Mitte der 2000er Jahre machten etwa Verbriefungen von sich reden, die es zuvor in der Art noch nicht passgenau für Mittelständler gab. Verbriefungen spielten etwa bei sogenannten Standard-Mezzanine eine Rolle. Unter Namen wie „Preps“, „Equinotes“ oder „Heat“ verbrieften deutsche Banken in den Jahren 2004 bis 2007 mehrere Milliarden an nachrangigen Darlehen. Investoren zeichneten die recht komplexen Verbriefungsprodukte. Doch hier zeigte sich: Zu viele der Darlehensnehmer mussten Insolvenz anmelden.

Nicht jedes Novum am Finanzierungsmarkt hat es deshalb in den festen Kanon geschafft. Doch es gibt durchaus Instrumente, die sich in den vergangenen Jahren etabliert haben. Dazu zählt der Schuldschein, der sich seit der Finanzkrise im Werkzeugkasten der Mittelständler (und der Investoren) etabliert hat und für viele der erste Einstieg in den erweiterten Kapitalmarkt ist. Zudem hat sich Factoring mittlerweile im Mittelstand durchgesetzt. Früher oft verpönt, hat der Forderungsverkauf via Factoring in Deutschland Mitte der 2000er Jahre einen Siegeszug angetreten. Inzwischen finanzieren über 44.000 Mittelständler ihre Forderungen via Factoring. Auch das Thema Private Equity wird immer wichtiger für Mittelständler.

Welche Trends es sonst in den vergangenen 25 Jahren gab und wie es mit der Unternehmensfinanzierung weitergehen könnte, haben wir Experten aus der Finanzbranche gefragt.

Detlev Kalischer, Leiter Geschäftsbereich Mitttelstandsbank & Private Kunden bei der KfW  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren? Das war die Revolution im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie, die es ermöglichte, individuelle Risikoprämien für Kredite zu berechnen. Durch die Einführung von Basel II wurde diese Entwicklung nach der Jahrtausendwende noch beschleunigt. Im Ergebnis hat dies zu einer neuen „Ratingkultur“ geführt, bei der kleine und mittlere Unternehmen deutlich mehr Informationen bereitstellen müssen. Insbesondere das kleinteilige Kreditgeschäft ist in dieser Umstellungsphase zunächst stark unter Druck geraten. Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft? Eine fundamentale Bedrohung in der Unternehmensfinanzierung zeichnet sich derzeit nicht ab. Mittelfristig ist es aber notwendig, die Finanzierungsmöglichkeiten für immaterielle Investitionen wie Innovationen oder Digitalisierungsmaßnahmen zu verbessern. Solche Vorhaben sind schwierig zu bewerten und mit Unsicherheiten behaftet, werden aber in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt? Die Erfahrungen nach der Jahrtausendwende und aus der Finanzkrise haben die mittelständischen Unternehmen veranlasst, ihre finanziellen Polster auszubauen. Dies zeigt sich insbesondere daran, dass die Mittelständler ihre Eigenkapitalquoten seit 2002 um mehr als zwei Drittel gesteigert haben. Sie sind damit besser aufgestellt als je zuvor.<h3>Detlev Kalischer, Leiter Geschäftsbereich Mitttelstandsbank & Private Kunden bei der KfW</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?</b><br>
Das war die Revolution im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie, die es ermöglichte, individuelle Risikoprämien für Kredite zu berechnen. Durch die Einführung von Basel II wurde diese Entwicklung nach der Jahrtausendwende noch beschleunigt. Im Ergebnis hat dies zu einer neuen „Ratingkultur“ geführt, bei der kleine und mittlere Unternehmen deutlich mehr Informationen bereitstellen müssen. Insbesondere das kleinteilige Kreditgeschäft ist in dieser Umstellungsphase zunächst stark unter Druck geraten.<br>
<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>
Eine fundamentale Bedrohung in der Unternehmensfinanzierung zeichnet sich derzeit nicht ab. Mittelfristig ist es aber notwendig, die Finanzierungsmöglichkeiten für immaterielle Investitionen wie Innovationen oder Digitalisierungsmaßnahmen zu verbessern. Solche Vorhaben sind schwierig zu bewerten und mit Unsicherheiten behaftet, werden aber in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen.<br>
<b>Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>
Die Erfahrungen nach der Jahrtausendwende und aus der Finanzkrise haben die mittelständischen Unternehmen veranlasst, ihre finanziellen Polster auszubauen. Dies zeigt sich insbesondere daran, dass die Mittelständler ihre Eigenkapitalquoten seit 2002 um mehr als zwei Drittel gesteigert haben. Sie sind damit besser aufgestellt als je zuvor.Gabriela Pantring, Vorstand, NRW Bank  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren? Die Bedarfe sind grundsätzlich ähnlich geblieben. Allerdings befinden sich die Zinsen seit Jahren auf extrem niedrigem Niveau. Viele mittelständische Unternehmen versuchen, sich die niedrigen Zinsen durch möglichst langfristige Zinsbindungen zu sichern. Eine weitere Veränderung bringen die Digitalisierung und, damit einhergehend, der Wunsch nach stärkerer Automatisierung von Förderung und Finanzierung.   Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?  Die Digitalisierung erfordert hohe Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und die Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Für solche Innovationsvorhaben wünschen sich die Unternehmen oft einen Finanzierungspartner, der mit ins Risiko geht und Fremd- wie Eigenkapitalfinanzierungen anbietet. Stark nachgefragt wird auch die anbieterübergreifende Beratung, wenn es um die Förderung von Digitalisierungsvorhaben geht.    Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?  Nach der Finanzkrise sind die Eigenkapitalquoten im Mittelstand gestiegen. Das hat die Unternehmen krisenfester gemacht. Auch wegen des harten Wettbewerbs im Bankgewerbe haben sie zudem guten Zugang zu Krediten, die weiterhin eine wichtige Säule in der Unternehmensfinanzierung bleiben werden. Diese solide Basis wird der Mittelstand für die digitale Wende auch weiterhin gut gebrauchen können.<h3>Gabriela Pantring, Vorstand, NRW Bank</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?</b>
Die Bedarfe sind grundsätzlich ähnlich geblieben. Allerdings befinden sich die Zinsen seit Jahren auf extrem niedrigem Niveau. Viele mittelständische Unternehmen versuchen, sich die niedrigen Zinsen durch möglichst langfristige Zinsbindungen zu sichern. Eine weitere Veränderung bringen die Digitalisierung und, damit einhergehend, der Wunsch nach stärkerer Automatisierung von Förderung und Finanzierung.<br>


<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>

Die Digitalisierung erfordert hohe Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und die Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Für solche Innovationsvorhaben wünschen sich die Unternehmen oft einen Finanzierungspartner, der mit ins Risiko geht und Fremd- wie Eigenkapitalfinanzierungen anbietet. Stark nachgefragt wird auch die anbieterübergreifende Beratung, wenn es um die Förderung von Digitalisierungsvorhaben geht. <br>


<b>Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>

Nach der Finanzkrise sind die Eigenkapitalquoten im Mittelstand gestiegen. Das hat die Unternehmen krisenfester gemacht. Auch wegen des harten Wettbewerbs im Bankgewerbe haben sie zudem guten Zugang zu Krediten, die weiterhin eine wichtige Säule in der Unternehmensfinanzierung bleiben werden. Diese solide Basis wird der Mittelstand für die digitale Wende auch weiterhin gut gebrauchen können.<br>

Stefan Bender, Leiter Firmenkunden, Deutsche Bank  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?   Die größte Veränderung erleben wir vielleicht jetzt gerade: die anhaltend niedrigen Zinsen. Die Kredite werden billiger, gleichzeitig gibt es aber auch keine Rendite mehr für die eigene Liquidität oder das Privatvermögen. Und wenn es keinen Zins mehr gibt, entstehen in manchem Unternehmen Deckungslücken, etwa bei den Pensionsverpflichtungen.    Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?  Weltweit gibt es Unsicherheiten, und auch das Zinsumfeld dürfte herausfordernd bleiben. Hinzu kommen neue technische Möglichkeiten, neue Arbeitsweisen und neue Märkte. Die Plattformökonomie, neue Formen der Mobilität, Künstliche Intelligenz – das sind nur einige der Themen, die unsere Zukunft prägen werden. Sie verändern etablierte Strategien und Geschäftsmodelle. Die Wertschöpfung wird neu verteilt. Um sich nachhaltig Flexibilität zu erhalten, brauchen Unternehmen neue Strategien bei ihrer Finanzierung.   Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?   Der deutsche Mittelstand zeigt sich heute – trotz aller Herausforderungen – in hervorragender Verfassung. Die meisten Unternehmen sind sehr gesund, und viele sind schon sehr erfolgreich dabei, sich noch fitter zu machen.<h3>Stefan Bender, Leiter Firmenkunden, Deutsche Bank</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?</b><br>

Die größte Veränderung erleben wir vielleicht jetzt gerade: die anhaltend niedrigen Zinsen. Die Kredite werden billiger, gleichzeitig gibt es aber auch keine Rendite mehr für die eigene Liquidität oder das Privatvermögen. Und wenn es keinen Zins mehr gibt, entstehen in manchem Unternehmen Deckungslücken, etwa bei den Pensionsverpflichtungen.<br>


<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>

Weltweit gibt es Unsicherheiten, und auch das Zinsumfeld dürfte herausfordernd bleiben. Hinzu kommen neue technische Möglichkeiten, neue Arbeitsweisen und neue Märkte. Die Plattformökonomie, neue Formen der Mobilität, Künstliche Intelligenz – das sind nur einige der Themen, die unsere Zukunft prägen werden. Sie verändern etablierte Strategien und Geschäftsmodelle. Die Wertschöpfung wird neu verteilt. Um sich nachhaltig Flexibilität zu erhalten, brauchen Unternehmen neue Strategien bei ihrer Finanzierung.<br>


<b>Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>

Der deutsche Mittelstand zeigt sich heute – trotz aller Herausforderungen – in hervorragender Verfassung. Die meisten Unternehmen sind sehr gesund, und viele sind schon sehr erfolgreich dabei, sich noch fitter zu machen.
Marija Kolak, Präsidentin, Verband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?  Die Neuregelung der Eigenkapitalvorschriften der Banken – Stichwort Basel II – war sicherlich eine der größten Veränderungen für unsere mittelständische Firmenkundschaft. Seither müssen sich die Unternehmen stärker als zuvor mit der eigenen Bonität und hier insbesondere mit der Eigenkapitalausstattung auseinandersetzen.   Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?  Angesichts der zahlreichen globalen Unsicherheiten ist es für mittelständische Unternehmen wichtig, eine Hausbank vor Ort als verlässlichen Partner in der Unternehmensfinanzierung zu haben. Volksbanken und Raiffeisenbanken können hier ein Partner auf Augenhöhe sein, da sie selbst mittelständisch geprägt sind.   Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?  Die gute Konjunktur der vergangenen Jahre hat den deutschen Mittelstand weiter gestärkt. Generell weisen die Unternehmen eine gute Bilanzqualität auf. Viele Firmen haben zudem ihr Eigenkapitalpolster deutlich ausgebaut.<h3>Marija Kolak, Präsidentin, Verband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?</b><br>

Die Neuregelung der Eigenkapitalvorschriften der Banken – Stichwort Basel II – war sicherlich eine der größten Veränderungen für unsere mittelständische Firmenkundschaft. Seither müssen sich die Unternehmen stärker als zuvor mit der eigenen Bonität und hier insbesondere mit der Eigenkapitalausstattung auseinandersetzen.<br>


<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>

Angesichts der zahlreichen globalen Unsicherheiten ist es für mittelständische Unternehmen wichtig, eine Hausbank vor Ort als verlässlichen Partner in der Unternehmensfinanzierung zu haben. Volksbanken und Raiffeisenbanken können hier ein Partner auf Augenhöhe sein, da sie selbst mittelständisch geprägt sind.<br>


<b>Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>

Die gute Konjunktur der vergangenen Jahre hat den deutschen Mittelstand weiter gestärkt. Generell weisen die Unternehmen eine gute Bilanzqualität auf. Viele Firmen haben zudem ihr Eigenkapitalpolster deutlich ausgebaut.
Michael Reuther, Vorstand Firmenkunden, Commerzbank  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren? Der Mittelstand war und ist zukunftsorientiert aufgestellt, er hat solide Grundwerte und ist hochflexibel. Dadurch ist er in den vergangenen Jahrzehnten gut durch die Krisenzeiten gekommen. Durch ihre Innovationskraft haben es die deutschen Unternehmen zudem verstanden, ihre Position im globalisierten Weltmarkt zu halten und auszubauen. Bahnbrechende Veränderungen bei der Unternehmensfinanzierung gab es zwar. Doch hat die Offenheit für Kapitalmarktlösungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Daneben zeigt sich der Trend zur zentralen Finanzierung bei weltweit agierenden Unternehmen.   Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft? Da gibt es einige Herausforderungen. Die Nachfolgewelle rollt auch weiterhin über die Unternehmen hinweg, da müssen rechtzeitig die Weichen gestellt werden. Das Thema Protektionismus nimmt sowohl in unseren Gesprächen mit dem Mittelstand als auch bei unseren Großkunden Raum ein. Besonders häufig reden wir mit unseren Firmenkunden aber über Veränderungen in ihren Geschäftsmodellen, die durch Digitalisierung, Globalisierung und ökologische Faktoren erforderlich werden.   Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt? Seit jeher ist der deutsche Mittelstand sehr gut aufgestellt. Die vergangenen zehn Jahre haben nochmals zu einer stabileren Eigenkapitalbasis geführt. Grundsätzlich begrüßen wir das sehr, stehen als Bank aber auch für weitere Investitionen zur Verfügung.<h3>Michael Reuther, Vorstand Firmenkunden, Commerzbank</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?</b><br>
Der Mittelstand war und ist zukunftsorientiert aufgestellt, er hat solide Grundwerte und ist hochflexibel. Dadurch ist er in den vergangenen Jahrzehnten gut durch die Krisenzeiten gekommen. Durch ihre Innovationskraft haben es die deutschen Unternehmen zudem verstanden, ihre Position im globalisierten Weltmarkt zu halten und auszubauen. Bahnbrechende Veränderungen bei der Unternehmensfinanzierung gab es zwar. Doch hat die Offenheit für Kapitalmarktlösungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Daneben zeigt sich der Trend zur zentralen Finanzierung bei weltweit agierenden Unternehmen.<br>

<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>
Da gibt es einige Herausforderungen. Die Nachfolgewelle rollt auch weiterhin über die Unternehmen hinweg, da müssen rechtzeitig die Weichen gestellt werden. Das Thema Protektionismus nimmt sowohl in unseren Gesprächen mit dem Mittelstand als auch bei unseren Großkunden Raum ein. Besonders häufig reden wir mit unseren Firmenkunden aber über Veränderungen in ihren Geschäftsmodellen, die durch Digitalisierung, Globalisierung und ökologische Faktoren erforderlich werden. <br>

<b>Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>
Seit jeher ist der deutsche Mittelstand sehr gut aufgestellt. Die vergangenen zehn Jahre haben nochmals zu einer stabileren Eigenkapitalbasis geführt. Grundsätzlich begrüßen wir das sehr, stehen als Bank aber auch für weitere Investitionen zur Verfügung.
Christian Kolb, Bereichsvorstand Mittelstandsgeschäft im Ressort Corporate & Institutional Banking, HSBC  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung in den vergangenen 25 Jahren? Der Mittelstand hat den Kapitalmarkt entdeckt. Besonders beliebt sind dabei Schuldscheindarlehen. Mit Blick auf die Finanzierungsvielfalt ist Corporate Treasury zum Steuerungselement geworden. Treasury-Verantwortliche haben sich dadurch zu strategischen Partnern des Topmanagements entwickelt.   Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft? Unternehmen globalisieren sich weiter stark. Dabei muss auch die Finanzierung international gedacht werden, etwa durch Kredite vor Ort. Für Unternehmen bedeutet das eine intensivere Steuerung ihres Treasurys und eine stärkere Absicherung gegen Risiken.   Wie gut ist der deutsche Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt? Deutsche Unternehmen sind weltweit dort, wo Wachstum ist. Das zahlt sich für sie aus: Die Eigenkapitalbasis ist nach wie vor stark. Um sich auch in Zukunft Mittel zu sichern, müssen Unternehmen stärker auf Nachhaltigkeit setzen. Darauf schauen Investoren zunehmend.<h3>Christian Kolb, Bereichsvorstand Mittelstandsgeschäft im Ressort Corporate & Institutional Banking, HSBC</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung in den vergangenen 25 Jahren?</b><br>
Der Mittelstand hat den Kapitalmarkt entdeckt. Besonders beliebt sind dabei Schuldscheindarlehen. Mit Blick auf die Finanzierungsvielfalt ist Corporate Treasury zum Steuerungselement geworden. Treasury-Verantwortliche haben sich dadurch zu strategischen Partnern des Topmanagements entwickelt. <br>

<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>
Unternehmen globalisieren sich weiter stark. Dabei muss auch die Finanzierung international gedacht werden, etwa durch Kredite vor Ort. Für Unternehmen bedeutet das eine intensivere Steuerung ihres Treasurys und eine stärkere Absicherung gegen Risiken. <br>

<b>Wie gut ist der deutsche Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>
Deutsche Unternehmen sind weltweit dort, wo Wachstum ist. Das zahlt sich für sie aus: Die Eigenkapitalbasis ist nach wie vor stark. Um sich auch in Zukunft Mittel zu sichern, müssen Unternehmen stärker auf Nachhaltigkeit setzen. Darauf schauen Investoren zunehmend.
Markus Beumer, Vorstand Unternehmenskunden, Hypovereinsbank (Unicredit)  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren? Die eine war der Übergang von der Hochzinsphase nach dem Mauerfall zur Niedrigzinsphase ab dem Jahr 2008. Die andere ist die wachsende Kapitalmarktorientierung, die seit den neunziger Jahren eingesetzt hat. Banken bieten Mittelständlern heute ein viel breiteres Spektrum an Finanzierungsinstrumenten. Je nach Strategie und Vorhaben können sich die Unternehmen die passende Finanzierungsstruktur zusammenstellen.   Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft? Die Digitalisierung des Mittelstands führt zu einem enormen Finanzierungsbedarf bei den Unternehmen. Gleichzeitig dürfte die Volatilität der Kapitalmärkte in Zukunft zunehmen, und es wird schwieriger, die Wirtschaftszyklen zu antizipieren. Umso wichtiger wird es, den Finanzierungsmix flexibel gestalten zu können.    Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?  Mit Blick auf Eigenkapital und Liquidität ist der Großteil des deutschen Mittelstandes sehr gut aufgestellt. Das sind ideale Voraussetzungen, um das Geschäft durch M&A, digitale Innovationen oder internationale Expansion auszubauen. Wir sehen aber auch Nachholbedarf, etwa beim Thema Working-Capital-Management.<h3>Markus Beumer, Vorstand Unternehmenskunden, Hypovereinsbank (Unicredit)</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?</b><br>
Die eine war der Übergang von der Hochzinsphase nach dem Mauerfall zur Niedrigzinsphase ab dem Jahr 2008. Die andere ist die wachsende Kapitalmarktorientierung, die seit den neunziger Jahren eingesetzt hat. Banken bieten Mittelständlern heute ein viel breiteres Spektrum an Finanzierungsinstrumenten. Je nach Strategie und Vorhaben können sich die Unternehmen die passende Finanzierungsstruktur zusammenstellen.<br>

<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>
Die Digitalisierung des Mittelstands führt zu einem enormen Finanzierungsbedarf bei den Unternehmen. Gleichzeitig dürfte die Volatilität der Kapitalmärkte in Zukunft zunehmen, und es wird schwieriger, die Wirtschaftszyklen zu antizipieren. Umso wichtiger wird es, den Finanzierungsmix flexibel gestalten zu können. <br>

<b>Wie gut ist der Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>
Mit Blick auf Eigenkapital und Liquidität ist der Großteil des deutschen Mittelstandes sehr gut aufgestellt. Das sind ideale Voraussetzungen, um das Geschäft durch M&A, digitale Innovationen oder internationale Expansion auszubauen. Wir sehen aber auch Nachholbedarf, etwa beim Thema Working-Capital-Management.
Sven Foos, Leiter SME Banking, ING Deutschland  Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?  Die Digitalisierungswelle hat auch vor dem Mittelstand nicht halt gemacht. Wie die großen Player erwarten auch kleine und mittelständische Unternehmen, dass all ihre Finanzangelegenheiten vollständig digital und damit schnell und effizient ablaufen – sei es bei der Kreditbeantragung, beim Liquiditätsmanagement oder etwa beim Zahlungsverkehr. Vor 25 Jahren waren Fintechs und digitale Player, wie unsere Kreditplattform Lendico, schon aus technischen Gründen gar nicht denkbar.    Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?  Um auch morgen noch „Hidden Champion“ zu bleiben, darf der deutsche Mittelstand im internationalen Vergleich nicht den Anschluss verlieren. Dafür sind weitreichende Investitionen, etwa in Forschung und Entwicklung, aber auch in die Digitalisierung der Produkte und Prozesse notwendig. Bei kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern erwarten wir einen stabilen Investitionsbedarf. Zudem wird sich der Trend zu einer verknüpften, globalen Wertschöpfungskette auch in den Finanzierungslösungen widerspiegeln – immer mehr Mittelständler wollen eine umfassende Übersicht über ihre Finanzen.    Wie gut ist der deutsche Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?  Grundsätzlich sehen wir, dass mittelständische Unternehmen seit vielen Jahren stabile Eigenkapitalquoten aufweisen. Allerdings gehen wir davon aus, dass ihr Finanzierungsbedarf in Zukunft steigen wird. Treiber sind die immer komplexere Vernetzung sowie Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Fachkräftemangel. Vor allem bei kleineren Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor sowie dem verarbeitenden Gewerbe erkennen wir einen Bedarf an Fremdkapital. Unternehmen sollten sich bereits heute Gedanken machen, ob sie für künftige Herausforderungen genügend Rücklagen gebildet haben oder etwa durch Fremdkapital ihren Wettbewerbsvorsprung behalten können.<h3>Sven Foos, Leiter SME Banking, ING Deutschland</h3><br>

<b>Was war die größte Veränderung bei der Unternehmensfinanzierung von Mittelständlern in den vergangenen 25 Jahren?</b><br>

Die Digitalisierungswelle hat auch vor dem Mittelstand nicht halt gemacht. Wie die großen Player erwarten auch kleine und mittelständische Unternehmen, dass all ihre Finanzangelegenheiten vollständig digital und damit schnell und effizient ablaufen – sei es bei der Kreditbeantragung, beim Liquiditätsmanagement oder etwa beim Zahlungsverkehr. Vor 25 Jahren waren Fintechs und digitale Player, wie unsere Kreditplattform Lendico, schon aus technischen Gründen gar nicht denkbar. <br>


<b>Und was wird die größte Herausforderung in Zukunft?</b><br>

Um auch morgen noch „Hidden Champion“ zu bleiben, darf der deutsche Mittelstand im internationalen Vergleich nicht den Anschluss verlieren. Dafür sind weitreichende Investitionen, etwa in Forschung und Entwicklung, aber auch in die Digitalisierung der Produkte und Prozesse notwendig. Bei kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern erwarten wir einen stabilen Investitionsbedarf. Zudem wird sich der Trend zu einer verknüpften, globalen Wertschöpfungskette auch in den Finanzierungslösungen widerspiegeln – immer mehr Mittelständler wollen eine umfassende Übersicht über ihre Finanzen. <br>


<b>Wie gut ist der deutsche Mittelstand derzeit finanziell aufgestellt?</b><br>

Grundsätzlich sehen wir, dass mittelständische Unternehmen seit vielen Jahren stabile Eigenkapitalquoten aufweisen. Allerdings gehen wir davon aus, dass ihr Finanzierungsbedarf in Zukunft steigen wird. Treiber sind die immer komplexere Vernetzung sowie Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Fachkräftemangel. Vor allem bei kleineren Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor sowie dem verarbeitenden Gewerbe erkennen wir einen Bedarf an Fremdkapital. Unternehmen sollten sich bereits heute Gedanken machen, ob sie für künftige Herausforderungen genügend Rücklagen gebildet haben oder etwa durch Fremdkapital ihren Wettbewerbsvorsprung behalten können.