Freitag, 18.12.2020

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Maßnahmen wie Home-Office, Kurzarbeit, Quarantäne oder (Teil-)Schließungen waren auch für Personaler eine große Herausforderung.

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Corona-Krisenherd Personal

Was waren die größten Herausforderungen für Personalabteilungen während des ersten Lockdowns? Es kam auf die Branche an.
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Studie COVID-19: Herausforderungen für den Personaleinsatz

 

Corona bleibt eine Herausforderung. Seit neun Monaten treibt das Virus auch die Personalplanung und Arbeitsorganisation vor sich her. Was lässt sich aus diesen Erfahrungen lernen und im kommenden Jahr nutzen?

 

Das INFORM Institut für Operations Research und Management untersucht in einer neuen Studie, wie sich die Hochphase der ersten Pandemie-Welle im März und April 2020 auf Arbeitsorganisation und Personalkapazitäten auswirkt. Wir stellen die Ergebnisse vor.

Von dem Jahr 2020 werden Personaler wohl noch ihren Enkeln erzählen. Von jetzt auf gleich mussten sie ab März den ersten Lockdown bewältigen. Eine Herausforderung, auf die keine Ausbildung und kein Studium vorbereiten konnte.

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Fast alle Unternehmen waren von Maßnahmen wie Home-Office, Kurzarbeit, Quarantäne oder (Teil-)Schließungen betroffen. Mit mehr als 50 Prozent war Home-Office die am häufigsten eingesetzte Maßnahme. Infektionsschutzvorgaben mussten nicht nur umgesetzt, Kurzarbeit eingeführt und Arbeitsrechtsfragen geklärt werden, sondern auch noch alles gleichzeitig und für (fast) alle Mitarbeiter. Die INFORM-Studie zeigt: Für 38 Prozent der befragten Unternehmen waren Abstandsregeln die am schwierigsten umzusetzende Maßnahme. Gefolgt von Hygienemaßnahmen (30 Prozent), Kontakt-Tracing (19 Prozent) und Gesundheitskontrollen (14 Prozent).

Probleme beim Personaleinsatz traten in 76 Prozent der Fälle auf. Am häufigsten ging es um Engpässe wegen Kinderbetreuung und Angst vor der Ansteckung mit dem Virus. Nach und nach stiegen auch die Zahlen der Corona-Erkrankten und der Personen, die unter vorbeugender Quarantäne nach einem Corona-Kontakt standen. Die größten organisatorischen Herausforderungen waren der Informations- und Klärungsbedarf gegenüber den Mitarbeitern.

Vor allem die Automobil-, Zuliefer- und Metallindustrie kämpfte mit Problemen rund um die Kinderbetreuung. Zudem mussten rund 20 Prozent dieser Betriebe teilweise oder komplett schließen - mehr als in jeder anderen Branche.

Die gute Nachricht: Alle befragten Branchen berichten über eine hohe Mitarbeiterakzeptanz bei den neuen Maßnahmen. Während des ersten Lockdowns mussten die Unternehmen vor allem reagieren. Inzwischen wurden die Betriebszeiten, Schichtsysteme und Arbeitszeitmodelle an die wechselnden Herausforderungen angepasst. Planerische und vorausschauende Aufgaben des Personaleinsatzes stehen nun wieder verstärkt im Fokus.

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